Leistungssport: Zwei Schwestern aus Leipzig trumpfen beim Flossenschwimmen auf

Leistungssport

Stand: 20.07.2026 06:00 Uhr

Die Finswimmer – also die Flossenschwimmer – des SC DHFK Leipzig sind seit vielen Jahren Weltspitze. Doch einige der besten Athleten haben mittlerweile ihre Flossen an den berühmten Nagel gehängt. Sorgen machen müssen sich die Leipziger trotzdem nicht. Denn Nachwuchs ist in Sicht. Vor allem zwei Schwestern mischen schon kräftig mit.

von Steffen Reichert, MDR SACHSEN

Unter Wasser – das ist ihre Welt. Hannah und Lotte Troppschuh gehören zu den besten deutschen Nachwuchs-Finswimmern. Mehr noch – die Familie steht auf den Sport mit der Flosse.

Zwei Eltern stehen mit ihren Töchtern vor einer gefliesten Wand.

Anne und Enrico Troppschuh sind stolz auf ihre sportlichen Töchter Hannah und Lotte.

Über den Fußball zum Flossenschwimmen

Mama Anne hält in der Finswimming-Abteilung die Gelder zusammen. Papa Enrico ist Trainer beim Landestauchsportverband Sachsen. Hannah ist jetzt 17 und eine sehr gute Flossenschwimmerin geworden, weil sie in ganz jungen Jahren in einer anderen Sportart glücklicherweise etwas falsch verstanden hat.

"Sie hat es auch mal im Fußball probiert, als ganz junges Mädel. Das hat aber nicht funktioniert, weil sie den Ball immer unter den Arm geklemmt hat und losgerannt ist", erinnert sich Vater Enrico Troppschuh.

Schwestern besuchen Sportgymnasium

Angefangen hat alles beim Heimatverein im thüringischen Pößneck, wo beide bereits allen davon schnorchelten. Nun schwimmen und tauchen die Schwestern für den besten deutschen Finswimm-Verein - den SC DHfK Leipzig und gehen ans Sportgymnasium.

Zwei Mädchen mit roten T-Shirts schauen in die Kamera.

Hannah und Lotte unterstützen sich bei den Wettkämpfen gegenseitig.

Erfolge bei der Junioren-EM in Griechenland

Mit Monoflosse, Schnorchel und Druckluftflasche haben beide immer wieder deutsche Jugendrekorde verbessert und waren zuletzt erfolgreich bei der Junioren-EM in Griechenland. Hannah wurde beim 200-Meter-Streckentauchen souverän Europameisterin. Schwester Lotte ist erst 13 Jahre und erreichte einige EM-Finals in der Kategorie bis 17 Jahre.

Schwimmen mit Monoflosse als Kraftakt

Finswimming ist schön anzusehen, aber die Monoflosse ist ein wahrer Kraftakt für Beine und Rumpf. Da hilft es schon, wenn die Schwester ganz in der Nähe ist. "Wir unterstützen uns beim Wettkampf und sind auch beide Personen, die ihre Ruhe brauchen beim Wettkampf", sagt Hannah Troppschuh. Beide müssten sich auf sich selbst fokussieren. "Da ist es praktisch, wenn wir wissen, was wir beide gegenseitig wollen und uns nicht nerven."

Schwestern im Wettstreit

Lotte ist zwar vier Jahre jünger, aber der schwesterliche Wettstreit ist schon in vollem Gange. "Auf 50 Metern bin ich ein bisschen schneller, aber beispielsweise auf 100 Metern, da sind wir ziemlich nah beieinander", sagt Lotte Troppschuh. Mal sei es Hannah, mal sie. "Das ist dann auch ein bisschen der Konkurrenzkampf, wer schneller schwimmt."

MDR (sth)

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