Vielfältige Wolle als gern genutztes Mittel der Begegnung
Stand: 25.07.2026, 11:30 Uhr
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Das zehnte Sulinger Wollefest lockt mit 39 Ausstellern aus ganz Deutschland am 1. und 2. August rund um das Café am Stadtsee
Sulingen – Ganz im Zeichen der Wolle steht am 1. und 2. August das Café am Stadtsee in Sulingen, denn bereits zum zehnten Mal laden Inhaberin Dörte Knake und Organisatorin Regina Hoier zum Sulinger Wollefest.
Auf dem Areal verteilen sich in diesem Jahr 39 Aussteller: „Wir sind am Limit“, sagt Regina Hoier. Im vergangenen Jahr habe sie zwei Wochen nach dem Wollefest schon mehr als 80 Anfragen von interessierten Ausstellern gehabt, aus denen auszuwählen war. Die „Qual der Wahl“ wird den Verantwortlichen auch künftig nicht erspart bleiben: „Es soll familiär bleiben“, betont Dörte Knake, „deswegen werden wir auch nicht größer.“
Wie immer dreht sich das Angebot um „alles, was aus Wolle ist“. Zu bekommen ist Wolle aus aller Welt, ob von Schafen, von Alpakas oder aus Naturfasern. Ganz wichtig ist Regina Hoier dabei: Verkauft wird ausschließlich Wolle, die ohne das berüchtigte „Mulesing“ entstanden ist. Dahinter verbirgt sich die umstrittene Praxis, Merinoschafen ohne Betäubung den Schwanz abzuschneiden, damit sich dort keine Fliegenmaden in Hautfalten ansiedeln können. Vier Anbieter finden sich im Kreis der Aussteller, die ihre Wolle ausschließlich mit aus Pflanzen gewonnenen Farben färben, und der Anbieter „Raabenwolle“ zeigt Garne, die allesamt Unikate sind, weil die Fasern von Hand versponnen wurden.
Vier Aussteller sind zum allerersten Mal in Sulingen dabei: Die „Höpen Schäferei“ aus Schneverdingen zeigt Garne und Produkte aus Heidschnucken. Von „Ni-Kreativ“ aus Hameln kommen „liebevoll gestaltete Wollhelfer, praktische Projektbegleiter und inspirierende Anleitungen“, zählt Regina Hoier auf. Unter der Marke „Handcrafted by Frank“ werden von Frank Holle handgedrechselte Produkte zum Handarbeiten und Accessoires angeboten. Die „Küstenmaschen“ aus Selsingen sind vor Ort mit handgewebten Stücken und Tuchen.
Eine Institution des Festes ist Ausstellerin Karin Lutzke, die ihre Düfte präsentiert. Als beliebte Attraktion sind die Suri-Alpakas der Familie Pöppel erneut dabei, und auch die Klänge der keltischen Harfe von Gertraude Büttner unter dem Walnussbaum dürfen nicht fehlen.
Das gastronomische Angebot umfasst in diesem Jahr erstmals neben den beliebten Spezialitäten wie Bratwurst, Brezeln und Räucherkartoffeln auch Eis der Eismanufaktur „Birne & Beere“ aus Hannover und die Käseburger des Hofes Fiedler aus Ströhen. Kaffee, Muckefuck und Tee der Rösterei „Sulebun“ fehlen ebenso wenig wie selbstgebackene Kuchen und Torten.
Die Aussteller reisen aus ganz Deutschland, von Flensburg bis Freiburg, nach Sulingen, und auch das Publikum nimmt teils weite Anreisen in Kauf für den Besuch. „Es ist nach wie vor das einzige Wollefest in solch einem Ambiente“, weiß Dörte Knake. Die Veranstaltung sei eine überregionale Werbung für Sulingen, von der auch die heimische Wirtschaft und Gastronomie profitiere, schließlich gingen viele Besucher abends noch in der Stadt essen oder übernachteten hier. Und zum Reiz des Wollefestes gehört laut Regina Hoier auch: „Es ist ein Ort für Begegnungen, nicht nur für Wolle.“
Das Wollefest öffnet am Samstag, 1. August, von 11 bis 17 Uhr und am Sonntag, 2. August, von 11 bis 16 Uhr für Besucher. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.sulinger-wollefest.de sowie auf den Portalen Ravelry, Instagram und Facebook.