Verteidigung: Die Bundeswehr will ins All, benötigt aber Startkapazitäten
Verteidigung: Die Bundeswehr will ins All, benötigt aber Startkapazitäten
Beim Raumfahrtkonzern OHB bekräftigt Verteidigungsminister Pistorius die ehrgeizigen Ambitionen der Bundeswehr für den Orbit. Doch Startkapazitäten könnten zum Flaschenhals werden. Welche Optionen es gibt. Frank Specht 14.07.2026 - 20:26 Uhr Artikel anhören
Start einer Ariane-6-Rakete: Europäischer Hoffnungsträger. Foto: AFP
Berlin. Die Bundeswehr hat ehrgeizige Weltraumpläne. Bis 2030 will die Bundesregierung 35 Milliarden Euro in die Aufrüstung im Orbit investieren. „Wir brauchen die Fähigkeit zur Frühwarnung, zur Aufklärung, zur Detektion, zur Kommunikation im Weltall“, sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Dienstag bei einem Besuch beim Bremer Raumfahrtkonzern OHB.
Mit SatcomBW-4 ist der Aufbau einer eigenen Konstellation aus Kommunikationssatelliten geplant – ähnlich wie die Starlink-Konstellation des US-Milliardärs Elon Musk. Im Rahmen des Projekts „Spock 2“ soll ein Netz aus Aufklärungssatelliten aufgebaut werden. Es geht um Hunderte Erdtrabanten, die in den kommenden Jahren ins All geschossen werden sollen.
Aber womit? Die Startkapazitäten sind der Flaschenhals des militärischen Weltraumprogramms, denn sie sind knapp. Und die Bundeswehr konkurriert mit zivilen Kunden der sogenannten „Launcher“, die Fracht ins All transportieren können. „Bei den Raketen ist Europa nicht da, wo wir sein wollen“, sagte OHB-Chef Marco Fuchs bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Pistorius. „Und daran werden wir alle gemeinsam arbeiten müssen.“

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