Im Süden Frankreichs sind Waldbrände ausgebrochen. Ein Löschflugzeug vom Typ Canadair CL-415 des französischen Zivilschutzes soll die Lage unter Kontrolle bringen.
Die umliegende Gegend ist teilweise evakuiert, am Strand von Andernos-Les-Bains halten sich dennoch einzelne Besuchende auf. In der Nähe des Arcachon-Beckens (Gironde) mussten fast 20.000 Einwohner ihre Häuser verlassen, seit der Waldbrand am 22. Juli ausbrach.
Ein Löschflugzeug wirft bei der Bekämpfung von Waldbränden in der Region Lège-Cap-Ferret im Westen des Landes Wasser ab. Allein im Südwesten Frankreichs sind 2500 Feuerwehrleute, 18 Löschflugzeuge und 1500 Soldaten im Einsatz.
Mitten in der Urlaubssaison sind auch etliche Touristen von den Waldbränden betroffen: ein Plastiktisch und verbrannte Ausrüstung auf dem Campingplatz Le Grand-Crohot Océan in Lège-Cap-Ferret.
Diese Luftaufnahme zeigt ausgebrannte Autos nach einem Waldbrand in Le Porge. Die Brände haben ein noch nie dagewesenes Ausmaß angenommen. Rund 42.000 Hektar Wald und Buschland sind zerstört.
Schon seit Mai wird Frankreich immer wieder von Hitzewellen heimgesucht, die Teil zunehmend häufiger auftretender extremer Wetterereignisse sind. Fachleute führen dies auf den Klimawandel zurück.
Nicht nur Frankreich, auch Spanien kämpft gegen massive Waldbrände. Das Feuer in Ávila ist inzwischen der größte Brand in der Geschichte Spaniens. Insgesamt sind 80.000 Hektar in der Provinz Ávila westlich von Madrid sowie in den benachbarten Regionen Madrid und Toledo verbrannt.
In San Martín de Valdeiglesias kämpfen Feuerwehrleute gegen die Flammen. Rund 90.000 Menschen waren zuletzt von Evakuierungen oder Ausgangsbeschränkungen betroffen.
Inzwischen melden die Behörden leichte Entspannung und versuchen, evakuierten Menschen die Rückkehr zu ermöglichen. Schlangenweise versuchen Autofahrer, nach Cenicientos zu gelangen, 80 Kilometer südwestlich von Madrid.