EU verhängt 890 Millionen Euro Strafe gegen Google

Unfaire Geschäftspraktiken EU verhängt 890 Millionen Euro Strafe gegen Google

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Mit der Strafe riskiert die EU-Kommission erneute Spannungen mit Washington. US-Präsident Donald Trump hatte die Digitalgesetze der Union in der Vergangenheit scharf kritisiert und mit Gegenmassnahmen gedroht.

Konkret wirft die Brüsseler Behörde dem US-Konzern laut Mitteilung vor, eigene Angebote wie etwa Googles Sportergebnisse oder Hotelsuche in den Suchergebnissen stärker in den Vordergrund zu stellen. Die eigenen Produkte würden zum Beispiel durch optisch hervorgehobene Darstellungen – etwa eingefärbte Boxen mit Spielpaarungen bei der WM – prominenter angezeigt als die der Konkurrenz, so die EU-Kommission.

Legende:

Der Konzern hinter der Google-Suchmaschine wehrt sich gegen den Entscheid der EU-Kommission.

EPA/CAROLINE BREHMAN

Zudem hindere der Online-Riese App-Entwickler bei Google Play zu sehr daran, günstigere Angebote auf anderen Plattformen zu bewerben – also etwa auf einen besseren Preis in einem anderen App-Store zu verweisen.

Google: Entscheidung macht Dienste kaputt

Der US-Konzern kritisierte, die Entscheidung mache zum wiederholten Mal täglich genutzte Dienste kaputt. «Um die Vorgaben zu erfüllen, müssen wir Echtzeit-Suchfunktionen entfernen, die die Europäer schätzen, wie sofortige Preisangebote und direkte Verfügbarkeit von Hotels, Flügen und Restaurants», teilte Google mit.

Bei Google Play müssten zudem Sicherheitsfunktionen abgebaut werden. Leidtragende seien europäische Unternehmen und Verbraucher. «Regulierung sollte Produkte verbessern und sie nicht schlechter machen», hiess es weiter.

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SRF 4 News, 23.7.2026, 12:30 Uhr ;  sda/stol;lehl;weds