Munitionslager in der Ukraine explodiert: Selenskyj droht Managern – Ukraine-Krieg aktuell

Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Munitionslager explodiert: Selenskyj droht Rüstungsmanagern


Aktualisiert am 12.07.2026 - 00:12 UhrLesedauer: 21 Min.

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Im Video: Darum ist das Treibstofflager für die Russen so wichtig

Die Ukraine intensiviert ihre Angriffe auf russische Binnenschiffe. Kiew wird in der Nacht erneut angegriffen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

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Sonntag, 12. Juli

Klitschko warnt vor Zunahme von Angriffen auf Kiew

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko spricht angesichts mehrerer schwerer russischer Luftangriffe in den vergangenen Tagen von einer weiteren Eskalation des Ukraine-Kriegs durch Moskau. Er habe so etwas seit Kriegsbeginn noch nicht erlebt. "Die Angriffe mit russischen ballistischen Raketen sind schlimmer als je zuvor", sagte er der Zeitung "Bild am Sonntag".

Innerhalb einer Woche hat das russische Militär Kiew dreimal schwer aus der Luft angegriffen. Dabei setzte es neben Drohnen auch Marschflugkörper und ballistische Raketen ein. Die Folgen für die ukrainische Hauptstadt sind verheerend. Dutzende Menschen kamen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt. Die Einschläge haben viele Wohnhäuser in Kiew beschädigt oder ganz zerstört.

Samstag, 11. Juli

Munitionslager explodiert: Selenskyj droht Rüstungsmanagern

Bei einem russischen Raketenangriff gingen vor einigen Tagen nahe Kiew Munitionslager in die Luft – nun will der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die verantwortlichen Beamten bestrafen. Es sei eindeutig verboten gewesen, Depots in der Stadt Wyschnewe anzulegen, "doch all diese Vorschriften wurden missachtet", klagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Dabei gebe es genügend Plätze in der Ukraine, um solche Depots in sicherer Entfernung von Wohnhäusern aufzubauen.

Laut Selenskyj waren für den Verstoß gegen die Sicherheitsvorschriften Leiter zweier Staatsbetriebe verantwortlich. Gegen sie und andere Manager werde ermittelt.

Das russische Militär hatte in der Nacht zum 6. Juli einen massiven Angriff mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern auf die Ukraine gestartet. Ziel war neben Kiew auch die Stadt Wyschnewe unmittelbar westlich der ukrainischen Hauptstadt. Durch den Einschlag und die Folgeexplosionen kamen in Wyschnewe nach Behördenangaben neun Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Wegen der andauernden Explosionsgefahr mussten die Behörden Hunderte Anwohner evakuieren. Tagelang kämpften die Einsatzkräfte gegen die Flammen.

Ukraine beschießt 21 russische Öltanker

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben in der Nacht weitere 21 russische Öltanker im Asowschen Meer mit Drohnen attackiert. Neben den Tankern hätten die Drohnen auch vier Schlepper, zwei Trockenfrachter und einen Schwimmbagger getroffen, teilte der Generalstab in Kiew im Messengerdienst Telegram mit. Das Ausmaß der Schäden werde noch geprüft, heißt es. Es wäre die zahlenmäßig größte Attacke einer schon seit Tagen laufenden Angriffswelle.

Russland hatte zuvor deutlich geringere Angaben zu dem Beschuss gemacht. So schrieb der Gouverneur der Region Rostow, Juri Sljussar, in der Nacht seien vier Schiffe auf See angegriffen worden. "Ein Mensch wurde getötet, der Matrose auf einem technischen Schiff", teilte er auf Telegram mit. Seinen Angaben nach sind die Schäden an Bord – unter anderem bei einem Tanker, der hochentzündliches Methanol geladen habe – gering. Es bestehe keine Gefahr, dass die Fracht auslaufe.

Schon in den vergangenen Tagen hatte die Ukraine wiederholt Schiffe auf dem Asowschen Meer, aber auch Umschlagkapazitäten an Land wie den Hafen in Taganrog angegriffen. Kiew zielt nach eigenen Angaben darauf, die Treibstoffversorgung der im Süden und Osten der Ukraine stationierten russischen Truppen und den lukrativen russischen Ölexport zu unterbinden.

Brennende Treibstofflager in Rostow gelöscht

Die durch ukrainische Drohnen am Freitag verursachten Brände in zwei Treibstofflagern in der südrussischen Region Rostow sind gelöscht, wie der Gouverneur der Region, Juri Sljusar, am Samstag auf Telegram mitteilte.

Russland nutzt Sicherheitslücken in Millionen Haushalten

Ein nicht abreißender Strom aus Waffen- und Hilfslieferungen fließt aus Europa in die Ukraine. Russland schaut dabei offensichtlich sehr genau zu. Mehr dazu lesen Sie hier.

Verletzte bei Raketenangriff auf Kiew

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht erneut unter Raketenbeschuss geraten. Der Feind habe die Stadt mit ballistischen Raketen angegriffen, teilten Bürgermeister Vitali Klitschko und Militärgouverneur Tymur Tkatschenko auf Telegram mit. Sie riefen die Anwohnerinnen und Anwohner auf, sich in Schutzräume zu begeben. Ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete vor Ort von mehreren Angriffswellen. Mindestens zehn Menschen wurden bei den Angriffen verletzt. Unter den Opfern sei auch ein Kind, teilte der Katastrophenschutz mit.

Bei den nächtlichen Attacken sei es in mehreren Bezirken zu Bränden gekommen. Nach vorläufigen Angaben Tkatschenkos gab es Schäden in einem Stadtbezirk im Ostteil der Stadt. Im Westteil Kiews brach demnach ein Brand in einem Bürogebäude aus. Zudem sei ein unbewohntes Gebäude beschädigt worden.

Selenskyj: China hat Russland gewarnt

Peking will offenbar eine weitere Eskalation im Ukraine-Krieg verhindern. Russland soll eine rote Linie aufgezeigt worden sein.

Freitag, 10. Juli