Tour de France: Tadej Pogacar macht nur die Klimaanlage Probleme

Schützt sich mit Wasser gegen die Hitze in Südfrankreich - Tadej Pogacar

Nächster Streich nach Ruhetag? Tour-Dominator Pogacar macht nur die Klimaanlage Probleme

Stand: 13.07.2026 • 20:21 Uhr

Tadej Pogacar fährt bei der Tour de France seinem fünften Gesamtsieg entgegen. Vor dem Ruhetag erlebte er aber keine perfekten Bedingungen, im Hotel gab es mitten in der Hitzewelle keine Klimaanlage.

Tadej Pogacar hat zuletzt eine Nacht in einem Hotel verbracht, das nicht für Stars gemacht ist. Der Weltmeister und viermalige Tour-de-France-Champion musste mit seinem Team vor dem Ruhetag im französischen Zentralmassiv mit einer Unterkunft auskommen, die keine Klimaanlage hat. Es ist ein altes Hotel ohne Klimaanlage, bestätigte ein Team-Sprecher der dpa.

Allerdings sei das Problem durch eigens mitgebrachte mobile Klimaanlagen und spezielle Bettauflagen für die Radprofis gelöst worden. Die Mannschaft um Pogacar und den deutschen Profi Nils Politt nutzt Unterlagen, die laut Website des Herstellers durch einen Wasserkreislauf die Liegefläche kühlen oder aufheizen können. Die Hotels für die Mannschaften werden von der Tour-Organisation ASO ausgewählt.

Hitzewelle in Frankreich

In der Mitte Frankreichs grassiert eine Hitzewelle, teilweise werden im Zentralmassiv an die 40 Grad erreicht. Am Sonntag wurde die neunte Etappe vor dem ersten Ruhetag der 113. Frankreich-Rundfahrt zum ersten Mal in der Tour-Historie wegen der Hitze verkürzt.

Pogacar, der aktuell Tour-Gesamtführende, äußerte sich zuletzt häufiger zur Hitze. In der Debatte um den Umgang der Tour-Organisatoren mit den heftigen Bedingungen äußerte der Slowene eine Idee. "Wenn ich die Macht hätte, würde ich den gesamten Kalender umstellen und im Juli und August nicht an heißen Orten fahren", sagte er nach der neunten Etappe, wie mehrere Medien berichteten. "Ich würde einen völlig anderen Kalender aufstellen, aber das liegt nicht in meiner Macht."

Perfekte Pogacar-Etappe am Dienstag?

Und deswegen geht es für Pogacar und Co. in der Hitze weiter, nach dem Ruhetag steht am Dienstag am französischen Nationalfeiertag ein echtes Berge-Feuerwerk an. Auf den 166,6 Kilometern von Aurillac nach Le Lioran stehen gleich sieben Bergwertungen auf dem Programm, zwei der ersten Kategorie, einer der zweiten Kategorie und vier der dritten Kategorie - insgesamt müssen 3.800 Höhenmeter bewältigt werden, alle erst nach dem ersten Drittel der 10. Etappe.

Für Pogacar könnte vor allem der Col de Pertus rund 20 Kilometer vor dem Ziel die Chance sein, den Vorsprung auf seine Konkurrenten weiter auszubauen. Mit 4,4 Kilometern ist der Berg der ersten Kategorie ein recht kurzer, dafür aber mit durchschnittlich 8,5 Prozent Steigung ein steiler. Nach den bisherigen Eindrücken deutet vieles darauf hin, dass Pogacar auch dort wieder vorne sein wird - fehlende Klimaanlage hin oder her.

Quelle: dpa/red