Tödlicher Angriff in Trier: Friedrich Merz telefoniert mit Familie von getötetem Studenten

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In Trier ist vergangene Woche ein Student erstochen worden. Der Bundeskanzler sprach mit dessen Familie. Der Tatverdächtige ist in einer Psychiatrie untergebracht.

Quelle: DIE ZEIT, dpa,

kzi

  1. Juli 2026, 17:42 Uhr

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Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe (rechts) trauert gemeinsam mit Universitätspräsidentin Eva Martha Eckkrammer (dritte von rechts), Polizeipräsidentin Anja Rakowski (zweite von links) und weiteren Universitätsangehörigen auf dem Forumsplatz der Universität Trier. © Harald Tittel/​dpa

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat nach einem tödlichen Angriff auf einen Studenten in Trier die Familie des Opfers angerufen. »Es war ein emotionales Gespräch«, sagte der Vater des getöteten 22-Jährigen in Landstuhl im Kreis Kaiserslautern. Sie kämpften dafür, dass sich so eine Tat nie wieder wiederholt – diese Botschaft hätten sie auch dem Kanzler mitgegeben, sagte der Vater. Die Bundesregierung bestätigte den Anruf von Merz bei der Familie. Zuvor hatte die Bild-Zeitung berichtet.

Der Student war am vergangenen Mittwoch in Trier in der Nähe der Universität erstochen worden. Tatverdächtig ist ein 22 Jahre alter Afghane. Er soll aus unbekannten Gründen auf offener Straße mit einem Küchenmesser mindestens zweimal in den Oberkörper des Studenten gestochen haben.

Täter und Opfer sollen sich nicht gekannt haben. Den Ermittlungen zufolge hat der Tatverdächtige eine psychische Erkrankung, wegen der er in jüngerer Zeit in einer psychiatrischen Klinik in Behandlung gewesen sei. Er wurde nun einstweilig in der geschlossenen forensischen Psychiatrie untergebracht.

Tatverdächtiger seit mehr als zehn Jahren in Deutschland

Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums lebt der Tatverdächtige seit mehr als zehn Jahren in Deutschland. Er war demnach als unbegleiteter Minderjähriger eingereist. Ein Asylantrag wurde 2017 abgelehnt, es wurde aber ein »zielstaatsbezogenes Abschiebungsverbot« festgestellt. Sein Aufenthalt war in der Folge also erlaubt.

2023 erteilte die Ausländerbehörde Trier eine Niederlassungserlaubnis. Der 22-Jährige hat hier die Schule besucht, eine Berufsausbildung abgeschlossen und war demnach seit mehreren Jahren berufstätig.