Spanien-Captain Rodri will in den Messi-Klub
Titel-Trio winkt
Spanien-Captain Rodri will in den Messi-Klub
Der WM-Final zwischen Spanien und Argentinien ist auch das Duell zweier Ballon-d'Or-Sieger. Mit dem WM-Titel könnte Rodri in einen erlauchten Kreis aufsteigen.
Publiziert: 17:12 Uhr
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- Rodri könnte als elfter Spieler WM, Champions League, Ballon d'Or gewinnen
- Spanien kassierte nur ein Gegentor in sieben WM-Spielen
- Goalie Unai Simon hält WM-Rekord mit 650 Minuten ohne Gegentor
Lucas WerderReporter Fussball
Es ist ein Meilenstein, den bislang nur zehn Spieler erreicht haben: WM-Titel, Champions-League-Sieg und Ballon d'Or – die drei wohl prestigeträchtigen Auszeichnungen der Fussball-Welt – sein eigen nennen zu dürfen. Mit Spaniens Captain Rodri (30) könnte am Sonntag ein elfter Name dazukommen.
Mit einem Sieg im WM-Final gegen Argentinien würde der Mittelfeldspieler von Manchester City Eingang in die Liste finden, die aus den ganz grossen der Geschichte besteht: Bobby Charlton, Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Paolo Rossi, Zinedine Zidane, Rivaldo, Kaka, Ronaldinho, Ousmane Dembélé und natürlich Lionel Messi.
Der Superstar der Argentinier wiederum könnte der erste Spieler werden, der jeden dieser Titel mehrfach gewonnen hat. «Es geht über Worte hinaus, welche Bedeutung er für den Fussball hat. Natürlich ist er für mich der beste der Geschichte», findet Rodri.
Rodri tritt Morata-Erbe an
Doch auch wenn Messi sein Land wie schon in Katar vor vier Jahren fast im Alleingang in den Final geführt habe, bestünde die Mannschaft des Finalgegners aus mehr als nur ihm. Rodri: «Sie sind ein komplettes Team. Sonst hätten sie es nicht zweimal in Folge bis ins Endspiel gebracht.»
Im New-York-New-Jersey-Stadion erwartet den Europameister am Sonntagnachmittag (Ortszeit) eine besondere Kulisse. Wie schon während des gesamten Turniers dürften die Auftritte der Albicelste zu argentinischen Heimspielen verkommen. Sorgen macht sich Rodri darum aber nicht. «Unterstützung der Fans ist wichtig, Spiele werden auf dem Platz entschieden», so der Mittelfeldstratege.
Als Nachfolger von Alvaro Morata trägt Rodri seit diesem Jahr die Captainbinde der Furia Roja. «Ich muss jetzt mehr Verantwortung übernehmen. Man muss noch mehr an sich arbeiten, weil man ein Vorbild für seine Teamkollegen ist. Ich lerne viel von ehemaligen Captains», erzählt er.
Spanien hat erst ein Gegentor kassiert
Dazu scheint auch zu gehören, vor einem derart wichtigen Spiel nicht näher auf Journalistenfragen zum Thema Taktik einzugehen. «Wir haben Stärken und Schwächen. Aber die werde ich hier nicht verraten», so Rodri. Vor allem Ersteres ist im Fall der Spanier aber offensichtlich: die Defensive.
Erst ein Gegentor hat das Team von Luis de la Fuente (65) in sieben Spielen kassiert. Zuletzt verkam auch der französische Offensiv-Orkan um die Stars Mbappé, Dembélé, Doué und Olise zu einem lauen Lüftchen.
Mit turnierübergreifend 650 Minuten ohne Gegentor stellte Goalie Unai Simon einen WM-Rekord auf. Nun will Rodri am Sonntag mit seinem persönlichen Meilenstein nachziehen.