The Blood of Dawnwalker: Ein Hauch Mass Effect - Entwickler sprechen über Spielstand-Übernahme

Das Vampir-Rollenspiel „The Blood of Dawnwalker“ soll der Auftakt einer ganzen Reihe werden. Entwickler Rebel Wolves plant Fortsetzungen, die durch verschiedene Epochen springen. Und der eigene Spielstand soll dabei eine Rolle spielen. Das kennt man von einer anderen Reihe.

Ein ernster junger Mann mit dunklem Haar und einfacher Tunika blickt in einer rustikalen Dorfumgebung aus The Blood of Dawnwalker auf eine unsichtbare Person.

Während des Summer Game Fest zeigte ein Trailer zu „The Blood of Dawnwalker“ eine Szene in der Gegenwart: Ein Bote liefert darin einem kränkelnden Vampir eine Kiste mit Blutbeuteln. Was zunächst wie ein separater Clip wirkte, ist tatsächlich eine Post-Credits-Szene aus dem kommenden Spiel. Und sie gibt einen Hinweis darauf, wohin die Reihe steuern könnte.

Spielstand-Transfer wie bei Mass Effect

Game Director Konrad Tomaszkiewicz erklärte gegenüber Eurogamer.net, dass „The Blood of Dawnwalker“ von Anfang an als Teil eines größeren Ganzen gedacht war. Sein Team habe mehrere Spiele im Blick. Wer wisse, was in den kommenden Teilen erzählt werden soll, könne die Handlung des ersten Spiels leichter planen und passende Anknüpfungspunkte einbauen. Fehle diese Planung, entstünden später Probleme bei der Frage, welche Entscheidungen übertragen und wie die Teile miteinander verknüpft werden.

Tomaszkiewicz deutete an, dass sich Speicherdaten in künftigen Titeln nutzen lassen. Publisher Bandai Namco bestätigte das auf Nachfrage: „Es wird eine Option geben, den Spielstand aus dem ersten Spiel zu übernehmen.“ Damit erinnert das Konzept an die „Mass Effect“-Reihe von BioWare, die ähnliche Entscheidungen über mehrere Teile hinweg transportierte.

Wie bei „Mass Effect“ dreht sich auch „The Blood of Dawnwalker“ um einen einzelnen Hauptcharakter: Coen, halb Mensch, halb Vampir. Anders als Shepard kann Coen jedoch offenbar Jahrhunderte überdauern. Im Trailer ist er rund 600 Jahre nach den Ereignissen des Spiels zu sehen, das im 14. Jahrhundert angesiedelt ist.



Zeitsprünge statt Gegenwart

Die Frage, ob ein Nachfolger von „The Blood of Dawnwalker“ vollständig in die Moderne übergeht, verneinte Tomaszkiewicz. Stattdessen soll die Reihe zwischen verschiedenen Epochen und Kulturen wechseln, vom 14. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Er sieht darin eine Chance, immer wieder neue Schauplätze, Legenden und historische Ereignisse aufzugreifen.

Ein Vergleich mit „Assassin’s Creed“ liegt nahe, da auch diese Reihe bekannte Epochen als Kulissen nutzt. Tomaszkiewicz sieht Parallelen, aber auch Unterschiede. Er favorisiert eher einen Vergleich mit „Interview mit einem Vampir“, weil dort mehr Fantasie und Erzählung stecke. „Assassin’s Creed“ erzähle aus seiner Sicht getrennte Geschichten mit getrennten Helden, während sein Team die durchgehende Geschichte eines einzelnen Charakters erkunden wolle.

Eine Epoche für den Nachfolger steht bereits fest, wenngleich Tomaszkiewicz keine Details nennen wollte. Der Environment-Künstler Adam Payet fügte hinzu: „Ich habe von Leuten erfahren, was wir in Erwägung ziehen, und als Environment-Künstler – denn Konrad hat ja die Vielfalt angesprochen – würde man, wenn die Saga aus x Spielen bestünde und alle im 14. Jahrhundert spielen würden, irgendwann genug vom 14. Jahrhundert haben und davon, immer wieder dasselbe zu machen.“

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„The Blood of Dawnwalker“ erscheint am 3. September 2026 für PS5, Xbox Series X/S und PC. Hier bleibt abzuwarten, ob Rebel Wolves den geschürten Erwartungen gerecht werden kann.

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