Spvgg. Seligenstadt muss gegen Froschhausen gewinnen – sonst ist Schluss
Stand: 12.07.2026, 21:06 Uhr
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Die Sportvereinigung Seligenstadt steht am Dienstag im Mainpokal vor einem Endspiel. Nur ein Sieg gegen die TuS Froschhausen bringt die „Blauen" noch ins Halbfinale.
Mainhausen – Während beim Fußball-Mainpokal in Zellhausen in der Gruppe A in Topfavorit Sportfreunde Seligenstadt und Gastgeber SV Zellhausen die Halbfinalteilnehmer schon vorzeitig feststehen, erwartet die Spvgg. Seligenstadt in der Gruppe B am Dienstag (18.30 Uhr) gegen die TuS Froschhausen ein echtes Endspiel um den Einzug in die Runde der besten vier Mannschaften. Daran änderte auch das 1:1 (1:1) der „Blauen“ gegen den zukünftigen Ligarivalen Spvgg. Hainstadt (mit zehn Punkten souveräner Gruppenerster) nichts. Bei einem Sieg wäre allerdings die Ausgangslage eine bessere gewesen. Jetzt muss Seligenstadt (fünf Punkte) gegen Froschhausen (6) gewinnen, um noch Gruppenzweiter zu werden.
Vor den „Blauen“ liegt ein steiniger Weg
„Jetzt haben wir den steinigeren Weg vor uns“, schmunzelt Alexander Tretin, Trainer der Spvgg. Seligenstadt. Maximal Gruppenplatz zwei ist noch möglich, damit müssten die „Blauen“ in einem möglichen Halbfinale bereits im ersten Spiel ran – und dann auch noch gegen die Sportfreunde.
Wie es auch kommt: Eine Leistungssteigerung ist nötig. „Das war schwere Kost, wir haben es uns selbst unnötig schwer gemacht, weil wir zu wenig Bewegung im Spiel hatten“, meinte Tretin zum Kick gegen Hainstadt. „Was wir aktuell beim Mainpokal zelebrieren, ist nicht so gut, da sind die Jungs alle unzufrieden, inklusive Trainerteam“, sieht er noch genügend Steigerungspotenzial bei seiner jungen Mannschaft, die mit 22, 23 Jahren einen sehr niedrigen Altersdurchschnitt aufweist. „Wir haben sehr wenige erfahrene Spieler“, sagt der Coach.
Puglisi fällt sechs Wochen aus
Einer, der Erfahrung mitbringen sollte, ist Enrico Puglisi, der zuletzt für die Spvgg. Hainstadt am Ball war. Doch der 36-Jährige, der 2019 beim Mainpokal in Mainflingen in Diensten von Germania Klein-Krotzenburg mit fünf Treffern den besten Torjäger gestellt hatte, erlitt gleich im ersten Spiel gegen die TSG Mainflingen (1:0) nach einem groben Foulspiel einen Knöchelbruch und fällt rund sechs Wochen aus. „Das ist schon für alle sehr bitter, seine Erfahrung hätten wir gerne auf dem Platz gehabt“, bedauert Tretin.
Guter Mainpokal kann für Liga-Schwung sorgen
Nach Platz drei in der vergangenen Saison wollen die „Blauen“ auch in dieser Saison in der Kreisoberliga oben mitmischen. „Platz drei wäre geil, Platz zwei noch geiler, Platz eins am geilsten. Wenn wir aber Fünfter werden, ist das auch kein Beinbruch. Ein gutes Abschneiden beim Mainpokal soll helfen, wieder die Spitzenpositionen im Liga-Alltag anzugreifen. „Wir haben in der vergangenen Saison einen Top-Mainpokal gespielt“, sagt Tretin. Im vergangenen Jahr hatten die „Blauen“ den dritten Platz belegt, „das hat uns in die Runde getragen. Und das wünschen wir uns natürlich auch von der diesjährigen Auflage.“ Ein wichtiger Schritt in diese Richtung wäre ein Sieg gegen Froschhausen am Dienstag.
Im Spiel gegen Hainstadt gab es indes drei Minuten vor Spielende reichlich Applaus. Allerdings nicht für den langen Pass aus der Seligenstädter Abwehr heraus, sondern für Tennisspieler Alexander Zverev, der im Wimbledon-Finale gerade den ersten Satz gewonnen hatte.