Semmering-Basistunnel: Ein Toter nach schwerem Arbeitsunfall

Ein schwerer Arbeitsunfall überschattet die Arbeiten zum Bau des Semmering-Basistunnels zwischen und der Steiermark. Am Montag ist es beim Baulos in Göstritz auf niederösterreichischer Seite zu einem tragischen Zwischenfall gekommen.

Mindestens zwei Arbeiter sollen von herabstürzenden Stahlteilen getroffen worden sein.

46-225018564

Bei dem Arbeitsunfall im Bezirk Neunkirchen ist am Montagvormittag ein 45-jähriger Kroate gestorben. Ein 54-Jähriger wurde schwer verletzt. Der österreichische Staatsbürger wurde ins Universitätsklinikum Wiener Neustadt geflogen, sagte Polizeisprecher Stefan Loidl.

Unfall ober Tage bei Rückbau

Das Unglück ereignete sich laut ÖBB-Sprecher Daniel Pinka auf der Baustelle Göstritz (Gemeinde Schottwien) ober Tage und nicht im Tunnel selbst beim Rückbau der Werkstatt (Baustellencontainer). „Leider ist einer der Verunfallten seinen schweren Verletzungen erlegen, der zweite Verletzte wurde in eines der umliegenden Krankenhäuser gebracht. Beide sind keine ÖBB-Mitarbeiter, sondern Mitarbeiter einer beauftragten Baufirma“, heißt es vonseiten der ÖBB.

Der genaue Unfallhergang wird aktuell von der Polizei gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft genau erhoben. „Die ÖBB sind tief betroffen und sprechen den Angehörigen ihr aufrichtiges Mitgefühl aus“, sagt Pinka.

Wie gefährlich der Tunnelbau ist, wird durch bisher vier Todesopfer deutlich, die bis Montag zu beklagen waren. Der jüngste Zwischenfall gilt als das fünfte tödliche Unglück.

Tunnel-Fertigstellung Ende 2029

Nach dem finalen Tunneldurchschlag im November 2024 wird seit dem Vorjahr eifrig an der technischen Tunnelausrüstung in den beiden Röhren gearbeitet. Bis alle notwendigen technischen Anlagen, Leitungen und zu guter Letzt die Beton-Gleistragplatten, auf denen schlussendlich die Schienen montiert werden, installiert sind, vergehen noch weitere drei Jahre. Ende 2029 sollen die ersten Züge durch den Tunnel rollen.

kurier.at, paw  |  20.07.2026, 12:36  |  Aktualisiert um 13:04