„Schwer verletzt auf den Bahngleisen gefunden“: Hündin Emmy hat die Hölle erlebt

Stand: 25.07.2026, 11:29 Uhr

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Hündin Emmy hat vermutlich viel Unschönes erlebt. Schwer verletzt wurde sie gefunden, brauchte eine Not-OP, konnte nicht mehr laufen. Im Tierheim kämpfte sie sich zurück ins Leben.

Krefeld – Auf die Frage, ob es einen Notfall im Tierheim Krefeld gibt, kann Mitarbeiterin Sina Kocak schnell antworten. Die Tierschützer wünschen sich für Emmy ganz besonders schnell ein Zuhause voller Liebe. Die Hündin wurde schwerstverletzt an Bahngleisen gefunden.

Hündin Emmy aus dem Tierheim Krefeld

Hündin Emmy aus dem Tierheim Krefeld wurde schwer verletzt an Bahngleisen gefunden. © Tierheim Krefeld

Emmy hat nur langsam zurück in ein fröhliches Leben gefunden. Im April dieses Jahres wurde sie laut Sina Kocak an den Gleisen entdeckt. „Die Nachricht kam über die Polizei Krefeld. Wir sind dann direkt ausgerückt, es wurden auch Züge gestoppt, damit sie gerettet werden kann“, erzählt die Tierheim-Mitarbeiterin im Gespräch mit wa.de. „Wir vermuten, dass sie von einem Auto oder Zug angefahren wurde.“

Emmy wurde schwer verletzt – sie musste das Laufen erst wieder lernen

Emmy hatte es schlimm erwischt: „Mehrere Rippen waren gebrochen, sie hatte weitere Knochenbrüche, auch die Hüfte war gebrochen“, erzählt Sina Kocak. „Sie musste notoperiert werden.“ Als die Mischlingshündin nach anderthalb Wochen aus der Tierklinik kam, konnte sie nicht mehr laufen. Es sei unklar gewesen, ob sie es jemals wieder können würde. Ganz behutsam musste sie es wieder lernen. Die Tierheim-Mitarbeiter übten mit ihr das Laufen. „Sie haben sie in Schlaufen gehängt und ihre Pfoten aufgestellt, sie hat Physiotherapie bekommen“, erzählt Sina Kocak. Emmy konnte nicht mal raus zum Pipimachen.

Doch „sie ist eine Kämpferin“, arbeitete sich zurück. „Jetzt kann sie raus, spazieren gehen – und ist bereit für die Vermittlung“, sagt die Tierschützerin. Das Tierheim schätzt die braun-schwarz-weiße Hündin auf rund fünf Jahre. „Wir vermuten, dass sie viel Unschönes mitgemacht hat.“ Am Anfang habe sie niemanden in ihrer Nähe geduldet – schwierig, wenn ein Tier so viel Hilfe braucht. Doch mit ihren Vertrauenspersonen sei Emmy mittlerweile ein Herz und eine Seele, liege mit ihnen da, kuschle.

Schäferhund-Mischlingshündin Emmy

Schäferhund-Mischlingshündin Emmy sucht ein Zuhause, in dem sie verstanden wird. © Tierheim Krefeld

„Sie muss erst mal Vertrauen fassen“, sagt Sina Kocak. Auf der Website wird Emmy als „selbstbewusste, intelligente und durchaus charakterstarke Hündin“ beschrieben. Wenn sie von Fremden bedrängt werde, zeige sie deutlich, dass ihr das zu viel sei, auch mit Schnappen, wenn der Mensch sie nicht versteht. Sie könne „territorial, sehr aufdringlich und distanzlos“ sein, doch liebe die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Menschen.

Emmy ist bereit, auszuziehen – in ein Zuhause, das sie mit „Herz und Geduld“ empfange. „Ein erfahrenes Zuhause wäre gut, mit jemandem, der sich die Zeit nimmt, den Hund kennenzulernen.“ Sie sei eine Hündin, die Verständnis brauche, klare Führung und Grenzen – und „auch ein liebevolles Herantasten“.

Emmy soll allein gehalten werden und wünscht sich etwas Geduld

Mit souveränen anderen Hunden komme Emmy zurecht. Wenn sie so unsicher sind wie sie, könne es schwierig werden. „Wir sehen sie als Einzelhund“, sagt Sina Kocak. Wer sich für Schäferhund-Mischling Emmy interessiert, kann sich per Mail an [email protected] oder telefonisch unter 02151/562137 an das Tierheim wenden. „Wir wünschen uns so sehr, dass sie die Chance auf ein glückliches neues Kapitel bekommt.“

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