Schwalmstädterin stellt vier Autoporträts in Pariser Galerie aus

Stand: 13.07.2026, 17:03 Uhr

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Martina Ley mit Dagmar Sippel (rechts) und ihrem Sohn in Paris, Fotoausstellung

Martina Ley (Mitte) mit Dagmar Sippel und ihrem Sohn Florian in Paris, dahinter ihre Arbeiten. © Martina Ley

Martina Ley zeigte ihre Fotos in der Galerie Thuillier im Quartier Le Marais. Mit ihrem Sohn reiste sie gemeinsam nach Frankreich zur Ausstellung.

Schwalmstadt – Schon als junge Frau hätte Martina Ley gern aus Schwalmstadt eine Fotografenausbildung gemacht. Doch der Lebensweg der Schwalmstädterin verlief anders: Sie ließ sich zur Bürokauffrau und medizinisch-technischen Radiologie-Assistentin ausbilden.

Und blieb doch der Leidenschaft fürs Fotografieren immer treu. „Ich beschäftige mich schon lange mit Fotografie und versuche, das Wesentliche von gewöhnlichen und ungewöhnlichen Motiven in eine Bildsprache zu übersetzen“, berichtet Ley.

Vier Fotos wurden im Quartier Le Marais gezeigt

Die Bildsprache war es wohl auch, die die Betreiber der Pariser Galerie Thuillier überzeugte. Vier Fotos durfte die Schwalmstädterin kürzlich in einer Gemeinschaftsausstellung dort zeigen, mitten im Quartier Le Marais, bekannt als jüdisches Viertel.

„Es war ein großes Glück und eine sehr spannende Erfahrung“, erzählt Ley, die zusammen mit ihrem Sohn und den Bildern im Gepäck nach Paris reiste.

Kontakte nach Frankreich bestanden über persönliche Verbindungen, vor allem aber auch in Fotogruppen, wo sich in sozialen Medien Menschen mit ähnlichen Interessen gezielt austauschen.

Fotografenfreund stellte Kontakt zur Galerie her

Leys künstlerisches Talent sah ein Fotografenfreund mit Kontakten zur Galerie, und so fanden sich die Aufnahmen der Schwalmstädterin in der Sichtung des Kurators wieder. Und alsbald hängend, pünktlich zur Vernissage. In der Schwalm hat Martina Ley noch nicht ausgestellt.

Dass ihre Fotos einem kunstinteressierten Publikum präsentiert wurden, empfindet sie als große Ehre: „Es bedeutet hohe Sichtbarkeit. Wer in Paris ausstellen darf, wird von Fachleuten bewertet“, sagt sie.

Le Marais gelte als kreatives und modisches Epizentrum der Stadt und locke sowohl Pariser als auch viele Touristen an, beschreibt die Schwalmstädterin ihre Eindrücke. Das Viertel sei bekannt für zeitgenössische Kunst und Fotografie.

Mit der Digitalkamera hält Ley Markantes fest

Zur Vernissage traf Martin Ley auch Dagmar Sippel. Die gebürtige Schwalmstädterin lebt seit knapp 40 Jahren in Paris und ist Künstlerin und Fotografin.

Martin Ley hält mit ihrer Digitalkamera Markantes fest, ohne zu sehr festgelegt zu sein: Objekte, Menschen, Landschaften und das Leben auf den Straßen. In Paris waren Autoporträts zu sehen – zeitgenössisch, experimentell, reduziert und emotional.

So beschreibt Ley ihre Arbeiten. Jetzt hofft die Schwalmstädterin, dass die Ausstellung ihre Vita positiv beflügelt: „Vielleicht ist sie der Türöffner zu Museen und Messen“, sagt sie. Die Fotos würden dann von Fachleuten kuratiert und in einen kunsthistorischen Kontext gestellt. Den Kontakt in die Szene stellte ein Fotografenfreund her: AaronArt ist mit seinen Arbeiten in vielen Galerien vertreten.