Schäferhund irrt durch Thedinghausen – Polizei bringt ihn ins Tierheim
Stand: 25.07.2026, 11:30 Uhr
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Ein Schäferhund ohne Halsband und Chip wurde vor einer Haustür in Thedinghausen aufgegriffen. Im Tierheim Verden warten jetzt 15 weitere herrenlose Hunde auf Vermittlung.
Verden – Allein und ein wenig hilflos irrte ein Schäferhund zunächst nahe der Kieskuhle in Uesen herum, ehe er dann in Thedinghausen offenbar sein Glück versuchte, einen vollen Napf und eine Schüssel Wasser aufzutreiben. Immer wieder wurde der freilaufende Hund in der Gegend gesichtet, ehe er dann vor einer Haustür in Thedinghausen ein Päuschen einlegte und einfach blieb. Der dortigen Hausbewohnerin schien der Besucher nicht so ganz geheuer und so rief sie die Polizei und bat um Hilfe. Eine Streife rückte an, legte den Vierbeiner ohne Halsband und Marke nach einigen Versuchen an die Leine und machte ihn dingfest.
Es blieb nur der Weg ins Tierheim. Zottelig und ungekämmt, vielleicht allein, weil er auf den ersten Blick ein wenig furchteinflößend wirkt, steckt in dem heimatlosen Kerl offenbar ein guter Kern. Nach ein paar Versuchen frisst er einem aus der Hand, eine Leine lässt er sich allerdings nur ungern umlegen. Spürbar unruhig, würde der Zottel am liebsten durch die nur leicht geöffnete Zwingertür die Freiheit suchen. Leider – erst mal – nicht zu machen.
Wo der Streuner sein Zuhause hat, bleibt bislang ein Rätsel, weder Chip noch eine andere auffällige Markierung sind im dichten Fell zu finden. Im Tierheim gibt’s für den Gast eine Pflegekur, einen vollen Napf und, wenn er bei Fuß bleibt, einen Spaziergang.
Nur ein Beispiel, wie Pflege aussieht. Nebenan, in den Zwingern, tummeln sich etwa weitere 15 herrenlose Vierbeiner. Wer nicht vermittelbar ist, bekommt dauerhaft Kost und Logis, andere wiederum sind nur auf der „Durchreise“, freuen sich über ein neues Zuhause. Das Tagesgeschäft bleibt eine Herausforderung, weil sich die Boxen nicht leeren wollen. Einfach ist es, wenn der Hund gechipt ist, der Besitzer ermittelt werden kann und sein Tier abholt. Fehlt der Chip, wird’s schwierig bis unmöglich, wenn Frauchen oder Herrchen sich nicht melden.
Früh um neun Uhr gehen im Tierheim die Lichter an. Auf zum Tierarzt. Hunde, Katzen und Kater, verteilt auf mehrere Boxen, finden in dem Kastenwagen Platz. Einer der Mitarbeiter setzt sich ins Auto und kutschiert die Vierbeiner in die Praxis, wo dafür gesorgt wird, dass die Flut an Tieren nicht zunimmt. Das geht mittlerweile richtig ins Geld. Einspringen müssen dafür Städte und Gemeinden.
Viel Arbeit steckt das Team in die Pflege, sucht das Tierheim deshalb dringend zur Verstärkung eine/n Tierpfleger/in in Vollzeit. Teamfähig, flexibel und belastbar, keine Probleme mit Wochenend- und Feiertagsarbeit, so die Kurzbeschreibung. Einfach online bewerben mit vollständigen Unterlagen unter [email protected].
Die Pflege und stets ein voller Napf in der Box kosten viel Geld. Die Einrichtung freut sich deshalb über finanzielle Unterstützung, Sachspenden, zum Beispiel Decken, Putzmittel oder Katzenstreu. Auch ehrenamtliche Hilfe oder eine Patenschaft sind willkommen, denn nicht alle Tiere können vermittelt werden, brauchen aber Betreuung. Wer spenden möchte oder helfen will, der kann sich unter der Telefonnummer 04230/942020 melden.