40,79 Euro pro Punkt: Was Rentenpunkte sind und wie Sie mehr davon bekommen

Rentenpunkte verstehen: Was sie sind und wie man mehr bekommt

Stand: 23.07.2026, 06:30 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Pinkes Sparschwein mit der Schrift „Rente“

Rentenpunkte verstehen. ©  IMAGO / Bihlmayerfotografie

Rentenpunkte sind die Währung der gesetzlichen Rente. Wer sie versteht, versteht das System. Und wer das System versteht, kann aktiv gegensteuern.

Die gesetzliche Rente funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Wer arbeitet und einzahlt, sammelt Rentenpunkte. Wer mehr verdient, sammelt mehr Punkte. Wer länger arbeitet, sammelt mehr Punkte. Am Ende der Erwerbsphase werden alle Punkte zusammengezählt und in eine monatliche Rente umgerechnet.

Content-Partnerschaft:

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Fortunalista entstanden. Fortunalista ist eine Plattform für Finanzbildung, die Frauen dabei unterstützt, ihre Finanzen selbstbestimmt zu gestalten. Mit einem klaren Verständnis für die Herausforderungen rund um Geld zeigt Fortunalista, wie Frauen mit dem Investment Code ihren Weg in die finanzielle Unabhängigkeit finden.

Was einfach klingt, hat viele Details, die den Unterschied machen.

„Rentenpunkte sind keine abstrakte Buchhaltung“, sagt Margarethe Honisch, Finanzexpertin und Gründerin von Fortunalista. „Jeder Punkt ist bares Geld im Alter. Wer weiß, wie man mehr davon bekommt, kann die eigene Rente aktiv beeinflussen.“

Was ein Rentenpunkt wert ist

Ein Rentenpunkt, offiziell Entgeltpunkt genannt, entspricht aktuell 40,79 Euro monatlicher Rente. Wer 30 Rentenpunkte gesammelt hat, bekommt 30 mal 40,79 Euro gleich 1.223 Euro monatliche Bruttorente.

Dieser Wert wird jährlich angepasst. In der Vergangenheit ist er in den meisten Jahren gestiegen. Was heute ein Punkt wert ist, kann in zwanzig Jahren mehr sein.

Zweistündiger Online-Workshop zur Altersvorsorge für Frauen

Im kostenlosen Live-Workshop rechnen Frauen ihre persönliche Rentenlücke direkt selbst aus, nur mit dem Handy und inklusive Inflation und Steuern. SPIEGEL-Bestsellerautorin Margarethe Honisch erklärt verständlich, was die Rentenreform konkret bedeutet und wie sich die Lücke Schritt für Schritt schließen lässt, in jeder Lebensphase und schon ab kleinen Beträgen.
Kostenlos · Live · Für Einsteigerinnen. Anmeldung und Termine unter finanzen.fortunalista.de/kostenloser-renten-workshop-2026. 

Wie Rentenpunkte gesammelt werden

Ein Rentenpunkt entspricht dem Jahresverdienst einer Person, die genau den Durchschnittslohn verdient. Wer mehr verdient, bekommt mehr als einen Punkt pro Jahr. Wer weniger verdient, weniger.

Bei einem Jahresverdienst von 45.358 Euro, dem aktuellen Durchschnittslohn, sammelt man genau einen Punkt pro Jahr. Wer 90.716 Euro verdient, sammelt zwei Punkte. Wer 22.679 Euro verdient, sammelt 0,5 Punkte.

Was das für die Altersvorsorge bedeutet: Wer dreißig Jahre lang den Durchschnittslohn verdient, kommt auf 30 Rentenpunkte, also rund 1.223 Euro Bruttorente monatlich.

Welche Zeiten noch Punkte bringen

Nicht nur Erwerbsarbeit bringt Rentenpunkte. Was viele nicht wissen: Auch andere Lebensphasen können Punkte bringen.

Wie man fehlende Punkte nachholt

Was versäumt wurde, lässt sich in vielen Fällen nachholen.

  1. Kindererziehungszeiten anmelden: Über Formular V0800 bei der Deutschen Rentenversicherung. Das geht jederzeit, auch Jahre nach der Geburt. Was dabei angemeldet wird, fließt direkt in die Rentenberechnung ein.
  2. Kontenklärung beantragen: Über Formular V0100 kann das gesamte Rentenkonto auf fehlende Zeiten geprüft werden. Was unklar ist, wird mit der Deutschen Rentenversicherung geklärt.
  3. Freiwillige Beiträge zahlen: Wer Lücken hat, kann durch freiwillige Beiträge zusätzliche Rentenpunkte erwerben. Was dabei eingezahlt wird, erhöht direkt die spätere Rente.

„Rentenpunkte, die einem zustehen und nicht angemeldet wurden, sind verschenktes Geld“, betont Margarethe Honisch. „Eine Stunde beim Rentenamt oder ein Formular kann tausende Euro mehr Rente über die Rentenlaufzeit bedeuten.“