Potsdamer Vereine stellen sich vor: Beim FSV Babelsberg 74 rollt der Ball für alle Generationen

Vereine sorgen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und prägen in ihrer Vielfalt das Gesicht einer Stadt. Vereine integrieren, sind ein Mittel gegen Einsamkeit und Anonymität. Sie fördern das Miteinander, das Wir. Um der Bedeutung von Vereinen in Potsdam gerecht zu werden, stellen die Potsdamer Neuesten Nachrichten die Aktiven in der Serie „Vereinsmeierei“ vor.

Heute: FSV Babelsberg 74. Die Fragen beantwortete Olaf Schaefer, 1. Vorsitzender des Vereins.

Was sollten Potsdamerinnen und Potsdamer über Ihren Verein wissen?
1974 wurde die Sektion Fußball innerhalb der Hochschulsportgemeinschaft HSG Wissenschaft Babelsberg gegründet und im Sommer 1990 aufgelöst. Am 21. September 1990 wurde dann der heutige Verein von ehemaligen Mitgliedern der HSG gegründet. Gegenwärtig haben wir 681 Mitglieder, Fußball ist noch unser einziges Angebot zur sportlichen Betätigung. Für die Zukunft gibt es Ideen zum Bau einer Sporthalle auf dem Gelände, um dann auch andere Sportangebote machen zu können. Wir sind ein Verein für die ganze Familie und das wird bei uns gelebt. Bei uns kommt die 5-Jährige genauso regelmäßig zum Kicken wie unsere Spieler der Ü60-Mannschaft. Alle im Umfeld bemühen sich durch ein Miteinander um die stete Weiterentwicklung des Vereins.

Warum ist die Arbeit Ihres Vereins bedeutsam?
Wir versuchen, unseren Beitrag dazu zu leisten, dass jeder Potsdamer seinem Hobby im Breitensport nachgehen kann. Wir haben eine ständig wachsende Mädchenabteilung und wollen, trotz langer Wartelisten, jedem Kind die Möglichkeit geben, bei uns Sport zu treiben.

Welches Vorurteil über Ihren Verein stimmt nicht?
Vermutlich, dass wir ein reicher Verein sind. Auf unserem Gelände entsteht gerade ein neues Vereinsheim, das allerdings aus Fördermitteln errichtet wird. Trotz unseres Standortes im Land haben wir keine millionenschweren Sponsoren und bei uns verdient niemand Geld für sein Engagement.

FSV Babelsberg 74. Olaf Schaefer (Vereinsvorsitzender des FSV
Olaf Schaefer ist Vereinsvorsitzender des FSV Babelsberg 74.

© Andreas Klaer/Andreas Klaer

Was ist Ihr größter Vereinserfolg?
Die Frauenmannschaft des Vereins hat bereits mehrfach am DFB-Pokal teilgenommen und konnte sogar schon zwei Mal die zweite Runde erreichen. Ansonsten ist es für uns ein großer Erfolg und gleichzeitig eine Mammutaufgabe, dass alle Großfeldmannschaften auf Landesebene spielen.

Von welchem gemeinsamen Erlebnis spricht man in Ihrem Verein noch heute?
Der Bau und die Einweihung unserer beiden neuen Kunstrasenplätze brachten den Verein noch einmal erheblich voran. Das war eine Zeit lang mit großen Einschränkungen verbunden, aber wir können heute dadurch noch mehr Kindern ermöglichen, bei uns Fußball zu spielen.

Was wünschen Sie sich als Verein von Oberbürgermeisterin Noosha Aubel?
Wie alle anderen Potsdamer Vereine stehen wir vor der großen Herausforderung, genug Menschen zu finden, die sich ehrenamtlich engagieren. Wir hoffen, dass die neue Rathausspitze Anreize setzt, um diese Situation zu verbessern. Außerdem ist es im Interesse aller Vereine wichtig, die mangelhafte Sportplatz- und Hallensituation zu verbessern. Dazu gehört, den Sport in Potsdam zu sichern, im Kinder-, Jugend- und Breitensport nicht weiter zu kürzen und die vorhandenen Sportstätten effizient oder effizienter zu nutzen.

Wie kann man Ihren Verein am besten unterstützen?
Durch das eben angesprochene persönliche Engagement. Wer Lust hat, bei uns Trainer, Betreuer oder Schiedsrichterin zu werden, ist herzlich Willkommen.

Wo und wie kann man in Ihrem Verein mitmachen?
Wer mal bei uns am Sportplatz vorbeigefahren ist, weiß, dass man hier eigentlich immer Sport treiben kann. An jedem Tag in der Woche ist die Anlage ab dem frühen Nachmittag mit kleinen und großen Fußballerinnen belegt. Einfach vorbeikommen!