Politiker schlagen Alarm: „Identitätsstiftendem“ Veranstaltungsort in München droht Problem
Stand: 11.07.2026, 19:45 Uhr
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Ein zentraler Veranstaltungsplatz in einem Münchner Viertel hat ein Problem. Der örtliche Bezirksausschuss will helfen – und hat einen Vorschlag.
Berg am Laim – Eine Haube für den „Grünen Markt“ wünscht sich der Bezirksausschuss (BA) Berg am Laim. Vorstellbar wäre sowohl eine feste als auch eine saisonale Überdachung, mit der auf dem Platz auch in Zukunft Veranstaltungen stattfinden können und die zugleich an heißen Tagen für Schatten sorgt. Als Vorbild wird auf das Membrandach auf dem Schlossplatz von Fügen im Zillertal verwiesen.

Altes Zelt wird undicht: Grüner Markt in Berg am Laim soll Membrandach bekommen
Der „Grüne Markt“ ist Berg-am-Laims zentraler Veranstaltungsort. Hier finden der Wochenmarkt, aber auch Maibaum-, Straßenfest und mehr statt. Für die Veranstaltungen wird jedes Mal das große Rundzelt des Bürgerkreises Berg am Laim aufgebaut. Bei der Umgestaltung des Platzes in den Jahren 2013/14 wurde die Gestaltung eigens auf die Bedingungen des Zeltes abgestimmt und extra Bodenverankerungen eingebaut.
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Doch nun hat ein Bürger bei der Stadt Zweifel an der Zulässigkeit der Zeltnutzung vorgebracht. Zudem ist das Zelt mittlerweile in die Jahre gekommen. Die Plane wird zunehmend undicht, der Aufbau stellt jedes Mal einen enormen Aufwand dar, der mit den ehrenamtlichen Helfern immer schlechter zu stemmen ist. Aufgrund der organisatorischen Herausforderungen standen Veranstaltungen bereits mehrfach auf der Kippe.
Überdachung im Zillertal als Vorbild für Berg am Laim
Doch würden die Feste und Veranstaltungen wegfallen, wäre das kulturelle Leben von Berg am Laim deutlich ärmer. „Sie sind unerlässlich für ein belebtes Stadtteilzentrum und identitätsstiftend für die Einwohner“, sagt BA-Mitglied Fabian Ewald (CSU). Es müsse alles dafür getan werden, den „Grünen Markt“ weiterhin als Veranstaltungsfläche nutzen zu können und gleichzeitig die Organisation der Feste zu erleichtern. Mit einer Lösung, die auch allen rechtlichen Anforderungen entspricht.

Zum Beispiel mit einer Membran-Überdachung, wie Ewald sie im Zillertal auf dem Schlossplatz von Fügen gesehen hat. Damit könnte der Platz an heißen Tagen mehr Schatten und mehr Aufenthaltsqualität erhalten. Auch in München gibt es großflächige Dachsegel, die als Vorbild dienen könnten, wie beim Hort an der Klabundstraße in Neuperlach oder bei der futuristischen Tram-Haltestelle Schwabinger Tor. Die Stadt soll nun prüfen, was möglich wäre.