OnePlus verabschiedet sich aus Europa: Was Besitzer jetzt wissen müssen

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OnePlus bringt in Europa keine neuen Handys mehr auf den Markt. Wir klären, was jetzt mit den Geräten passiert, wie es mit Updates weitergeht – und warum sich die Benutzeroberfläche ändert.

OnePlus wird sich vom europäischen Markt zurückziehen.

OnePlus wird sich vom europäischen Markt zurückziehen. (Quelle: Netzwelt)

Die Spatzen pfiffen es bereits vor einigen Wochen von den Dächern, nun ist es offiziell: OnePlus zieht sich aus Europa zurück. Unter dem Markennamen werden hierzulande keine neuen Handys oder andere Produkte mehr erscheinen, teilt der Hersteller in einem Pop-up auf seiner Webseite mit. Für Millionen Fans hierzulande stellt sich jetzt die bange Frage: Was wird aus meinem Handy? Die gute Nachricht: OnePlus verspricht, dass der Kundendienst des Unternehmens hierzulande vorerst aktiv bleiben wird.

Ihr könnt diesen bei Garantiefällen kontaktieren und auch außerhalb der Garantie den Reparaturservice des Unternehmens in Anspruch nehmen. Auch der Onlineshop sowie das Forum von OnePlus sollen weiter betrieben werden. Ebenso werde man gemäß der bisherigen Software Update-Politik die Handys und Tablets weiterhin mit Android- und Sicherheitsupdates versorgen.

OnePlus-Handys künftig mit ColorOS statt OxygenOS

Mit der Installation des nächsten größeren Updates wird sich auf den Geräten aber die Benutzeroberfläche verändern. So werden die für ein Update auf Android 17 vorgesehenen Handys kein OxygenOS erhalten, sondern die vom Mutterkonzern Oppo eingesetzte ColorOS-Bedienoberfläche. Diese bietet im Vergleich mehr Bloatware und kommt nicht so "clean" daher wie das System von OnePlus. Der technische Unterbau ist aber weitestgehend identisch, da Oppo die Entwicklung bereits vor einigen Jahren enger zusammengeführt hat.

Der Oberflächenwechsel betrifft konkret die folgenden Modelle, von denen aber nicht alle in Deutschland erschienen sind:

Wer sich mit ColorOS nicht anfreunden kann, hat laut OnePlus die Möglichkeit zurück auf OxygenOS zu wechseln. Wird dann aber vermutlich auf Android 17 als Unterbau verzichten müssen.

Lohnt es sich jetzt noch ein OnePlus-Handy zu kaufen?

OnePlus verschwindet zwar als Marke, die Geräte sind aber vorerst noch weiterhin hierzulande erhältlich. Händler wie Joybuy, Coolblue, Proshop aber auch Amazon verkaufen noch ihre Restbestände. Schnäppchen sind hier aktuell aber nicht zu machen. In einschlägigen Preisvergleichen zeigt sich sogar, dass einzelne Modelle teurer angeboten werden. Das OnePlus 15 mit 512 Gigabyte Speicher kostete Anfang des Monats noch 809 Euro, jetzt liegt der Durchschnittspreis bei 829 Euro.

Welche Alternativen bieten sich für OnePlus-Fans? Der Hersteller empfiehlt seinen Fans den Wechsel zum Mutterkonzern Oppo. Mit dem Oppo Reno 16 5G (zum Test) hat der Hersteller beispielsweise zuletzt ein interessantes kompaktes Smartphone mit 3D-Effekt vorgestellt. Eine weitere Alternative ist für Fans sicher auch ein Wechsel zu Nothing. Beim britischen Handyhersteller zieht mit Carl Pei immerhin ein ehemaliger OnePlus-Gründer die Fäden. Mit seiner 4er-Serie bietet Nothing aktuell eine gute Alternative zur beliebten OnePlus Nord-Reihe.

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