Neue Umfrage zur Berlin-Wahl: AfD auf Platz 1 – CDU und Linke gleichauf
Die Berliner AfD liegt in einer neuen Wahlumfrage für die Abgeordnetenhauswahl des Meinungsforschungsinstituts Insa erstmals auf Platz 1. Demnach kommt die Partei auf 19 Prozent. Eine Machtoption hat die AfD in Berlin allerdings nicht. Alle anderen Parteien haben eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen.
Knapp dahinter liegen die Linkspartei und die CDU mit jeweils 18 Prozent. Letztere hatte vor rund zwei Wochen ihren Spitzenkandidaten Kai Wegner gegen den Finanzsenator Stefan Evers ausgetauscht. Die Grünen kommen in der Insa-Umfrage auf 16 Prozent, die SPD liegt bei 13 Prozent. FDP und BSW kommen auf jeweils vier Prozent und würden damit den Einzug ins Parlament verpassen.
Die Insa-Umfrage wurde vom rechtspopulistischen Portal „Nius“ in Auftrag gegeben, das regelmäßig mit journalistischer Grenzüberschreitung auffällt.
Der Wahltrend für Berlin
Trend der Parteien in den letzten drei Monaten, gewichteter Durchschnitt
aus Einzelumfragen
, letzte Umfrage
wahlrecht.de, Civey, Stand
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Die zahlreichen Umfragen zur Abgeordnetenhauswahl am 20. September unterschieden sich zuletzt teils erheblich. Bei einer Umfrage von Infratest dimap vom 16. Juli landet die Linke mit 22 Prozent auf Platz 1. Es folgten CDU (20), Grüne (17) und AfD (16). Eine Umfrage von Civey im Auftrag des Tagesspiegels vom 15. Juni sah die Linke dagegen nur auf dem vierten Platz mit 15 Prozent.
Zwei mögliche Regierungsoptionen
Machtpolitisch ist die Ausgangslage für die Zeit nach der Wahl weiterhin unverändert: Berlin steuert auf eine Dreier-Koalition zu. Rechnerisch möglich sind ein Bündnis aus CDU, Grünen und SPD oder eine rot-grün-rote Koalition.
Entscheidend könnte sein, in welcher Reihenfolge genau die Parteien bei der Wahl abschneiden. Je nach Ergebnis wäre es dann auch möglich, dass die zweit- oder sogar drittplatzierte Partei den Regierenden Bürgermeister stellt.
Nach aktuellem Stand zeichnet sich ein Vierkampf um den Wahlsieg in Berlin zwischen CDU, Linke, AfD und Grünen ab, zumal die Abstände der Parteien in den Umfragen so gering sind, dass allein die statistischen Ungenauigkeiten auch eine andere Reihenfolge nach sich ziehen könnten. Die SPD liegt hingegen in allen Erhebungen jeweils abgeschlagen auf dem fünften Rang. (Tsp)