Nach Geisterfahrt auf A45 bei Florstadt: Kinder kämpfen weiter um ihr Leben
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Zwei Tote, vier Schwerstverletzte Nach Geisterfahrt auf A45: Kinder kämpfen weiter um ihr Leben
Bei einer Geisterfahrt auf der A45 in der Wetterau sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Vier weitere Personen wurden lebensgefährlich verletzt, darunter drei Kinder. Auch am Montag ist ihr Zustand noch kritisch. Eine 34 Jahre alte Frau war mit ihrer Familie in falscher Richtung auf die Autobahn aufgefahren.
Der Autofahrer aus Hagen wurde bei der Kollision so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Bild © Reller GmbH
Eine Geisterfahrt auf der A45 hat zwei Menschen das Leben gekostet, vier weitere - darunter drei Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren - wurden schwerstverletzt. Die Kinder befinden sich nach Angaben der Polizei auch am Montag weiterhin in kritischem Zustand.
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00:43 Min.|19.07.26|Shadia Omar
Bild © hessenschau.de| zur Audio-Einzelseite
Der Unfall ereignete sich gegen zwei Uhr am Sonntagmorgen bei Florstadt (Wetterau), wie die Polizei berichtete.
Eine 34 Jahre alte Autofahrerin war mit den drei Kindern und ihrem 39 Jahre alten Ehemann unterwegs. Diese seien von einer "Feierlichkeit" gekommen, sagte ein Polizeisprecher der hessenschau auf Nachfrage.
Die Frau aus Obernburg (Bayern) fuhr demnach an der Anschlussstelle Florstadt aus unbekannter Ursache in falscher Richtung auf die Autobahn in Richtung Norden - auf der aus ihrer Sicht rechten Spur.
Zusammenprall mit entgegenkommendem Wagen
Kurz darauf kollidierte der Wagen dort frontal mit dem eines entgegenkommenden 70-jährigen Mannes aus Hagen (Nordrhein-Westfalen). Dieser wurde durch den Aufprall so schwer verletzt, dass er noch am Unfallort starb.
Die Insassen des anderen Wagens wurden in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr befreit werden. Sie wurden schwerstverletzt in Krankenhäuser gebracht, teilweise mit Rettungshubschraubern. Die 34-Jährige Unfallverursacherin verstarb einige Zeit später in einem Krankenhaus.
Polizei steht vor einem Rätsel
Wie es zu der Geisterfahrt kommen konnte, gibt der Polizei Rätsel auf. "Eigentlich gibt es an der Auffahrt genügend Hinweise und Schilder, die ein falsches Auffahren verhindern", sagte ein Sprecher der Polizei. "Doch anscheinend hat das alles nichts geholfen."
Kurz vor dem Unfall seien mehrere Anrufe von besorgten Zeugen eingegangen, die die Falschfahrt des Wagens bemerkt und gemeldet hätten. Doch dann habe es schon gekracht.
Ein Gutachter soll nun im Auftrag der Staatsanwaltschaft Gießen den genauen Unfallhergang ermitteln.