Nach dem WM-Debakel: Klinsmann legt den Finger in die Wunde – „dafür müssen wir uns schämen“
„Müssen uns schämen“: Klinsmann rechnet mit deutschem Fußball ab
Stand: 19.07.2026, 12:52 Uhr
Deutschland hat bei der WM 2026 enttäuscht. Nun geht der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann mit Joshua Kimmich & Co. hart ins Gericht.
USA – Auch Wochen nach dem blamablen Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay bei der WM 2026 beschäftigt der Zustand des DFB-Teams die Fußballwelt. Schon zahlreiche Experten und Ex-Profis – darunter Ex-Nationalspieler Cacau – haben sich seitdem zu Wort gemeldet. Nun hat sich mit Jürgen Klinsmann der nächste ehemalige Nationalspieler zur Situation des DFB-Teams geäußert und dabei kritische Töne angeschlagen.

Der 61-Jährige sieht den deutschen Fußball am Boden, wie er im Interview mit Sport1 verriet. „Wir sind im Mittelmaß angekommen. Wir haben mit der Weltspitze absolut gar nichts zu tun“, geht Klinsmann mit der deutschen Nationalmannschaft hart ins Gericht. Auch, weil Deutschland bei der dritten Weltmeisterschaft in Folge enttäuscht hat.
„Nur Mittelmaß“: Klinsmann übt scharfe Kritik am deutschen Fußball
„Das geht einfach nicht! Da müssen wir uns dafür schämen und eingestehen, dass viel, viel falsch gemacht wurde bei den vergangenen Weltmeisterschaften“, so Klinsmann. Er habe mit seinen italienischen Freunden gescherzt: „Vielleicht ist es besser, gar nicht zur WM zu gehen, als sofort nach Hause zu gehen“, sagte der 61-Jährige dem SID. Vor dem Turnier forderte er noch einen Titelanspruch des DFB-Teams bei der WM.
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In die Zukunft blickt der frühere Weltklasse-Stürmer, der zwischen 2004 und 2006 selbst Bundestrainer war, allerdings deutlich positiver. Das liegt auch am designierten DFB-Coach Jürgen Klopp, der auf Julian Nagelsmann folgen dürfte. Die Verhandlungen sollen sich bereits auf der Zielgeraden befinden, der Deal laut Sky-Informationen schon kommende Woche abgeschlossen werden.
„Er ist ein Typ, der so einen Neuanfang starten kann. Er hat die Energie und die positive Art. Aber wir fangen relativ weit unten an“, spricht sich Klinsmann klar für den ehemaligen Liverpool-Trainer aus. „Wenn man Kloppo haben kann, und er es machen will, dann wäre es natürlich wirklich toll. Da wäre ich tausendprozentig dahinter“, äußerte er sich gegenüber dem SID in eine ähnliche Richtung. (mato)