Mindestens 50 Soldaten in Mali bei Jihadisten-Angriff getötet

Mali

Mindestens 50 Soldaten in Mali bei Jihadisten-Angriff getötet

Es handelt sich um einen der tödlichsten Angriffe auf die malische Armee seit Jahren, durchgeführt von Jihadisten und Tuareg-Separatisten

Straßenszene in Bamako, Mali, mit fahrenden Autos, Motorrädern und einer Person, die auf einer Straße steht; im Hintergrund sind Gebäude, Bäume und ein staubiger Himmel sichtbar.
Mali wird seit 2012 von einem bewaffneten Konflikt erschüttert.

Bamako/Gao – Bei einem gemeinsamen Angriff von Jihadisten und Tuareg-Separatisten im Norden Malis sind mindestens 50 Soldaten getötet und 24 gefangen genommen worden. Militärkreise und ein der Militärjunta nahestehender Kommunalpolitiker gaben am Sonntag bekannt, dass der Konvoi am Samstag beim Verlassen der strategisch wichtigen Stadt Anefis in einen Hinterhalt geraten war. Es handelt sich um einen der tödlichsten Angriffe auf die malische Armee seit Jahren.

"Die vorläufige Bilanz des Angriffs ist äußerst schwerwiegend: Mehr als 50 Soldaten wurden getötet und mindestens 24 gefangen genommen", sagte der Politiker der Nachrichtenagentur AFP. Der Konvoi war den Angaben zufolge auf dem Weg in die nordmalische Großstadt Gao. Um Anefis hatte es in den vergangenen Wochen heftige Kämpfe gegeben.

Anfang Juli hatten die mit dem Extremistennetzwerk Al-Qaida verbundene Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime (JNIM) sowie die separatistische Befreiungsfront des Azawad (FLA) die Stadt bei einer groß angelegten gemeinsamen Offensive vorübergehend eingenommen. Dabei umzingelten sie das von der malischen Armee und russischen Paramilitärs des sogenannten Afrikakorps verteidigte Militärlager. JNIM und FLA bekannten sich zu dem Angriff von Samstag.

Jahrelanger Konflikt

"Einige unserer Männer wurden regelrecht hingerichtet", hieß es aus einer Quelle in der malischen Armee zu dem jetzigen Angriff auf den Konvoi. Es werde untersucht, welche taktischen Fehler zu der schweren Niederlage geführt hätten. "Wir versuchen herauszufinden, was unsere Männer tatsächlich so verwundbar gemacht hat." Die russischen Paramilitärs hatten nach Angaben aus mehreren Quellen zum Zeitpunkt des Angriffs bereits Gao erreicht und erlitten keine Verluste. "Es gab ein Koordinierungsproblem zwischen den Russen und der Armee", sagte ein Politiker der Region.

Die malische Armee hatte am Samstag erklärt, ihr Konvoi sei "in einen von bewaffneten Terrorgruppen gelegten Hinterhalt geraten", zunächst aber keine Opferzahl genannt. Tuareg-Separatisten und Jihadisten hatten im Mai eine Allianz gegen die malische Militärjunta verkündet.

Mali wird seit 2012 von einem bewaffneten Konflikt erschüttert. Neben mit Al-Qaida und der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verbundenen Gruppen sind Tuareg-Separatisten und bewaffnete kriminelle Gruppierungen in dem Land aktiv. Seit zwei Militärputschen in den Jahren 2020 und 2021 wird Mali von einer Junta regiert. Diese beendete die Zusammenarbeit mit Frankreich und anderen westlichen Partnern und setzt im Kampf gegen die Aufständischen vor allem auf russische Kräfte. (APA, 19.7.2026)

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