Medienberichte: Land prüft wohl Beteiligung an VW-Werk Osnabrück

Medienberichte: Land prüft wohl Beteiligung an VW-Werk Osnabrück

Das Land Niedersachsen zieht Medienberichten zufolge eine Beteiligung am VW-Werk Osnabrück in Betracht – so sollen Werkschließungen verhindet werden. 13.07.2026 - 16:36 Uhr

Im VW-Werk in Osnabrück wurde am 11. Juli 2026 „125 Jahre Automobil Geschichte“ gefeiert. Foto: IMAGO/Swaantje Hehmann

Das Land Niedersachsen prüft einem Bericht zufolge eine Beteiligung an dem vom Aus bedrohten Volkswagen-Werk in Osnabrück. Das Wirtschaftsmagazin „Capital“ schreibt unter Berufung auf Beteiligte am Regierungssitz in Hannover, die rot-grüne Landesregierung sei grundsätzlich bereit, den Umbau von der Auto- zur Rüstungsproduktion mit einem Einstieg in die Fabrik zu stützen.

„Es werden auch weiterhin konstruktive Gespräche mit unterschiedlichen Partnern geführt“, sagte ein Sprecher von Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) auf Anfrage. „Das gemeinsame Ziel bleibt die Abwendung von Werkschließungen durch Lösungen, die die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsfähigkeit der Standorte nachhaltig stärken. Das gilt insbesondere für den Standort Osnabrück. Zu einzelnen Details werden wir keine Stellung nehmen.“

Lies, der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt, hatte im Juni über das Werk in Osnabrück gesagt: „Meine Vorstellung ist nicht, dass Volkswagen den Standort abgibt und andere sich darum kümmern, sondern dass gemeinsam mit neuen Partnern tragfähige Perspektiven entwickelt werden.“

Das Land Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte im VW-Konzern. In der Diskussion über eine Verschärfung der Sparpläne bei dem Autoriesen hatte die Landesregierung angekündigt, das Land werde keiner Entwicklung zustimmen, „die auf Werksschließungen als vermeintlich einfache Lösung setzt oder die bewährte Mitbestimmung infrage stellt“.

Volkswagen drosselt die Produktion in Osnabrück und sucht nach einer neuen Verwendung für das Werk mit rund 2.000 Beschäftigten, wenn dort 2027 die Pkw-Fertigung ausläuft. Nach früheren Angaben verhandelt der Konzern vor allem mit Rüstungsunternehmen über eine künftige Nutzung. Eine Entscheidung soll bis Ende des Jahres fallen.

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