Lothar Matthäus hegt brisantem Verdacht zur Zukunft von Julian Nagelsmann
Matthäus äußert brisanten Verdacht zur Nagelsmann-Zukunft
Stand: 20.07.2026, 18:11 Uhr
Nach dem Debakel mit der DFB-Elf bei der WM trat Julian Nagelsmann als Bundestrainer zurück. Über seine nähere Zukunft macht sich nun Lothar Matthäus Gedanken.
München – Ein Leben ohne Ziele sei „nicht erstrebenswert“, sagte Julian Nagelsmann noch vor einiger Zeit. Wie die Ziele seiner näheren Zukunft aussehen, ist der breiten Öffentlichkeit noch nicht bekannt. Vieles deutet darauf hin, dass er sich erst mal eine Auszeit vom Trainerjob nehmen wird. Schließlich dürften die knapp drei Jahre als Bundestrainer anstrengend genug gewesen sein.

Und auch aus finanziellen Gründen wird er nicht sofort irgendwo einen Vertrag unterschreiben müssen, denn sein Abschied vom DFB wurde ihm mit einer Abfindung von 7 Millionen Euro versüßt. Auch Lothar Matthäus, der Nagelsmann direkt nach seinem Rücktritt scharf kritisierte, äußerte sich nun dergestalt, dass er davon ausgeht, dass Nagelsmann erst mal nicht sofort auf die Trainerbank zurückkehren wird.
Laut Matthäus kommt für Nagelsmann nur ein Topklub in Frage
„Ich gehe davon aus, dass Julian bis Weihnachten nirgendwo auf der Trainerbank sitzen wird“, sagte der Weltmeister von 1990 bei Sky. Dies habe weniger mit finanziellen Aspekten zu tun, sondern eher mit dem Anspruch, den der immer noch junge Trainer an sich und seine kommende Aufgabe habe. „Ich schätze ihn so ein, dass er für sich nur die höchste Kategorie in Betracht zieht, aber momentan sind bei allen Topklubs die Trainerpositionen vergeben.“
Sicher scheint nur, dass Nagelsmann seine Zukunft im Vereinsfußball sieht und nicht mehr als Trainer einer Nationalmannschaft. Er brauche den täglichen Umgang mit den Spielern, so die einhellige Meinung der Experten. DFB-Sportdirektor Rudi Völler, der seine Aktien in der Demission Nagelsmanns gehabt haben dürfte, sagte zuletzt, der Ex-Bundestrainer sei „immer noch ein absoluter Toptrainer“.
Aus Sicht von Lothar Matthäus gäbe es für Nagelsmann dennoch einiges aufzuarbeiten nach dem schwachen WM-Abschneiden und der teils massiven Kritik an ihm. „Es gibt viele Dinge, über die Julian nachdenken kann“, sagte er. Klar ist aber auch: Als beschäftigungsloser Trainer mit dieser Reputation wird Nagelsmanns Name überall dort fallen, wo ein Top-Job frei wird. Gut Ding will manchmal Weile haben. (lw)