Marvel Studios: Pläne reichen bis 2042 - Neues MCU, X-Men & Live-Action-Miles-Morales

Neuanfang statt Reboot: Marvel-Chef Kevin Feige gibt den Blick auf die Zeit nach „Avengers: Secret Wars“ frei - inklusive neuem Universum, X-Men-Offensive und Plänen, die bis ins Jahr 2042 reichen.

Während mit „Spider-Man: Brand New Day“ in der kommenden Woche das nächste Kapitel des aktuellen Marvel Cinematic Universe ansteht, fiebern Fans bereits dem großen Doppel-Finale, bestehend aus „Avengers: Doomsday“ und „Avengers: Secret Wars“ entgegen.

Doch wie geht es danach weiter? In einem ausführlichen Interview ließ Marvel-Chef Kevin Feige jetzt tief blicken und gab einen Ausblick auf die Zeit nach dem Ende der Multiversum-Saga – inklusive einer Neuausrichtung des gesamten Universums, einer gigantischen Mutanten-Offensive und konkreten Plänen für Miles Morales.

„Ein gestrafftes, vereinfachtes, einzelnes Universum“

Mit „Avengers: Secret Wars“ soll im Dezember 2027 die aktuelle Multiverse Saga bekanntlich ihren feierlichen Abschluss finden. Und wie Feige im Gespräch mit dem chinesischen Magazin Watching Hollywood (via IGN) deutlich machte, soll das finale Crossover-Spektakel auch einen echten Neuanfang einleiten. Das Ziel: Die oft als zu komplex kritisierte Erzählstruktur der letzten Jahre aufbrechen und ein „vereinfachtes“ Fundament schaffen.

„Wir wollen zwei Dinge erreichen. Erstens wollen wir einige Handlungsstränge zu Ende führen – solche, die lange vor Iron Man begonnen haben, einschließlich der ursprünglichen X-Men-Charaktere. Zweitens wollen wir gleichzeitig die Weichen für die Zukunft stellen“, erklärte Feige, der obendrein klarstellte, wie sich die Zukunft nach „Secret Wars“ gestalten soll.



„Avengers: Endgame war wirklich ein Ende, und seitdem haben wir viele neue Dinge ausprobiert und ausgetestet. Aber [Secret Wars] ist ein Anfang. Es wird ein gestrafftes, vereinfachtes, einzelnes Universum etablieren, dem das Publikum folgen kann. Manches wird vertraut sein, aber sehr, sehr vieles wird völlig neu sein“, so der Marvel-Chef weiter.

X-Men als Herzstück der Mutant Saga und Pläne bis 2042

Dabei sollen vor allem die Mutanten eine zentrale Rolle in der nächsten Ära einnehmen, nachdem Charaktere wie Deadpool und Wolverine bereits erfolgreiche Ausflüge ins MCU feierten. So wird die Zeit nach „Secret Wars“ intern bereits als Mutant Saga gehandelt, während die X-Men komplett in den Mittelpunkt rücken.

Laut Feige gehe es dabei aber nicht nur um einzelne Fan-Lieblinge: „Im Grunde werden die X-Men das Herzstück bilden. Bei der Übernahme der X-Men-Rechte ging es nicht nur darum … Wolverine zum Beispiel ist ein herausragender Charakter, und wir konnten ihn mit Deadpool zusammenbringen, was großartig ist. Aber die X-Men sind weit mehr als nur Wolverine, weit mehr als das ursprüngliche Team; im Grunde ist es ein eigenes Universum, eine mehrstufige Saga. Vieles davon ist das, worauf wir hinarbeiten.“



Wie umfangreich das neue MCU tatsächlich ausfallen könnte, machen derweil die Zeitpläne deutlich, die Feige nun offenlegte. Denn Marvel blickt keinesfalls nur auf die nächsten drei bis fünf Jahre, sondern spannt den Bogen bereits über mehrere Jahrzehnte im Voraus.

Dazu sagte der Marvel-Chef: „Wir saßen gerade in einem Besprechungsraum der Marvel Studios und haben Filme bis ins Jahr 2042 geplant. Ob wir es bis 2042 schaffen? Wer weiß. Ob es genau diese Filme werden? Wer weiß. Aber so gehen wir an die riesige Menge potenzieller Geschichten aus den Comics heran und planen sie.“

Weiter hieß es: „Wir verändern uns ständig, wir entwickeln uns ständig weiter, aber eine gewisse Orientierung hilft uns, zielgerichteter zu handeln … Besonders bei den X-Men – es gab bereits 10 Filme, einige sehr, sehr gut, andere sind meiner Meinung nach hinter den Erwartungen zurückgeblieben – wie planen wir die Mutant Saga auf eine wirklich große Art und Weise?“

Live-Action-Miles-Morales und die Zukunft von Spider-Man

Ein anderes großes Thema ist natürlich auch die Zukunft von „Spider-Man“. Denn während Tom Holland als Peter Parker weiterhin das Gesicht der Reihe bleiben soll, bereitet Marvel hinter den Kulissen die Stabübergabe an eine der beliebtesten Comic-Figuren überhaupt vor: Miles Morales.

So erinnerte Feige im Interview an erste Anspielungen und bestätigte das klare Ziel für einen Realfilm: „Das Schöne an diesem Geschäft ist, dass wir immer träumen und uns neue Ideen einfallen lassen. Es gibt eine Zeile in Spider-Man: No Way Home, in der Electro sagt: ‚Irgendwo gibt es bestimmt einen schwarzen Spider-Man.‘ Das Publikum weltweit war begeistert, weil sie wussten, dass dies ein Hinweis auf Miles sein könnte.“



Und wie das Marvel-Oberhaupt weiter ausführte, steht der Weg für Miles’ MCU-Auftritt frei, sobald Sony die animierte „Spider-Verse“-Trilogie im Juni 2027 abgeschlossen hat: „Ja, wir haben definitiv Pläne, und ich denke, ein Live-Action-Spider-Man-Film hat diese Bestimmung: Miles irgendwann nach dem Ende der ‚Spider-Verse‘-Reihe einzubinden.“

Feige abschließend: „Wir haben über weitere Spider-Man-Abenteuer nachgedacht und sie diskutiert, unabhängig von Vereinbarungen oder Verträgen. Meine Produzentenpartnerin Amy Pascal arbeitet bereits daran, und wir haben ausführliche Gespräche darüber geführt, wovon die nächsten zwei, drei, vier und fünf Spider-Man-Filme handeln könnten.“



Das MCU steht also vor einer gewaltigen Wende. Wie die neue Strategie bei den Fans ankommen wird, bleibt natürlich abzuwarten. Doch fest steht, dass die Ära der Marvel-Blockbuster Comic- und Kinofans noch bis mindestens 2042 erhalten bleibt.

Weiter geht es bereits am 29. Juli 2026, wenn „Spider-Man: Brand New Day“ hierzulande seine Premiere feiert. „Avengers: Doomsday“ steht dann am 16. Dezember 2026 an.

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