Kommt im August die nächste Hitzewelle in Deutschland?

Stand: 23.07.2026, 13:09 Uhr

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Aktuell beobachten Meteorologen eine neue Hitzewelle in Südeuropa. Diese könnte sich in den kommenden Tagen auch auf das Wetter in Deutschland auswirken. Das zeigen aktuelle Prognosen.

München – Wir erleben derzeit einen Sommer mit einem deutlich erkennbaren Muster. Auf schwüle Hitzetage folgen Gewitter mit Starkregen, danach kühlt sich das Wetter kurz ab. Der Deutsche Wetterdienst registriert im Nordosten des Landes bis zur Wochenmitte noch einzelne Gewitter.

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In den südlichen und südwestlichen Regionen zieht die Hitze bereits zurück. Wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung gegenüber t-online.de prognostiziert, wird sich die Wetterlage voraussichtlich bis Ende der Woche in ganz Deutschland angleichen und die höheren Temperaturen werden sich weiter nach Norden ausbreiten.

Hitze in Berlin: Kinder spielen am Brunnen im Lustgarten auf der Museumsinsel in Berlin Mitte.

Heiße Luftmassen aus Südeuropa könnten im August zu uns kommen. © Imago/K.M.Krause

Momentan beobachten zahlreiche Meteorologen das Wetter in Spanien und Italien, wo aktuell Temperaturen von deutlich über 40 Grad gemessen werden. Auf Sardinien wurden sogar 47 Grad gemessen. Durch die Luftströmung könnten diese Temperaturen auch zu uns gelangen.

Jung nennt dieses Phänomen einen Hitzepool, der sich dann über weite Teile des Landes ausbreiten kann. Nach seiner Einschätzung deuten die aktuellen Signale auf ein ähnliches Szenario hin wie bei den vorherigen Hitzewellen dieses Sommers.

Kommt die Hitzewelle bereits Anfang August?

Die Wettermodelle stützen dieses Szenario mit konkreten Zahlen. Laut wetter.com liegt die Wahrscheinlichkeit für eine markante Hitzewelle im Westen und Süden Deutschlands bei rund 70 Prozent. Entscheidend ist dabei, ob sich über Spanien oder Frankreich ein Tiefdruckgebiet bildet, das heiße Luft weiter nach Norden lenkt.

Verschiedene Modellrechnungen für den 16-tägigen Zeitraum zeigen ab Ende Juli einen deutlichen Temperaturanstieg. Selbst für Norddeutschland berechnen einzelne Wettermodelle in etwa 1500 Metern Höhe Werte um 20 Grad. Für den Westen und Süden simulieren manche Berechnungen sogar bis zu 25 Grad in dieser Höhe, was Bodenwerte von 35 bis 40 Grad ermöglichen würde.

Voraussichtlich keine Temperaturen wie in Südeuropa

So heiß wie aktuell in Spanien, Frankreich oder Italien wird es in Deutschland im August voraussichtlich nicht werden. In Südeuropa warnen Behörden bereits vor Werten über 40 Grad, in Andalusien werden bis zu 44 Grad erwartet.

Die deutschen Prognosen bewegen sich dagegen in einem deutlich moderateren Rahmen, auch wenn einzelne Wüstentage und tropische Nächte im Westen und Südwesten möglich bleiben.

Wie sicher sind solche Prognosen eigentlich?

Wettermodelle basieren auf mathematischen Berechnungen von Messdaten, mit denen sich die Entwicklung der Atmosphäre simulieren lässt. Sie sind daher alles andere als unfehlbar.

Für die kommenden sieben bis zehn Tage liefern sie oft verlässliche Voraussagen, danach nimmt die Fehlerquote jedoch stark zu. Jung selbst sagt gegenüber t-online.de: „Prognosen jenseits von sieben bis zehn Tagen sind Trends, keine Punktlandungen.“

Welche Temperaturen erwarten uns Ende Juli und im August?

Wetterexperte Karsten Brandt geht davon aus, dass die aktuellen Temperaturen am Wochenende ihren Höhepunkt erreichen, bevor eine Kaltfront für Abkühlung sorgt.

Für die Zeit rund um den Monatswechsel zeichnet sich derzeit kein eindeutiges Bild ab. Die Berechnungen der Wettermodelle lassen zwei Entwicklungen zu: Einerseits könnte sich eine stabile, länger andauernde Hitzewelle etablieren, die über mehrere Tage hinweg hohe Temperaturen mit sich bringt. Andererseits ist eine neue Hitzephase möglich, die durch aufziehende Gewitter frühzeitig beendet wird.