Italien-Urlauber wird beim Baden gebissen und schwer verletzt - Fisch sorgt für Rätsel
Stand: 24.07.2026, 17:51 Uhr
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Eine ungewöhnliche Attacke: An der italienischen Cilentoküste ist ein Tourist aus der Schweiz so schwer von einem Fisch gebissen worden, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.
Pioppi – Sommer, Sonne und ein Strand mit klarem Wasser und hellem Sand – so stellen sich viele den idealen Urlaubsort vor. Eine solche Idylle wollte vielleicht auch ein Urlauber aus der Schweiz im süditalienischen Pioppi in der Region Kampanien erleben. Für ihn endete der Badespaß im Krankenhaus: Beim Baden im Meer hat ihn ein Fisch gebissen, nur mit Mühe schaffte er es zurück ans Ufer. Trotz des Unglücks kommen keine Diskussionen über die Sicherheit für Badegäste auf.

Beim Baden im Meer in Pioppi, einem Küstenort der Gemeinde Pollica, hatte der 55-jährige Schweizer plötzlich einen starken Schmerz an der Wade bemerkt, berichtet rtl.de. Die Wunde sei so tief gewesen, dass der Mann kaum aus eigener Kraft an den Strand zurückkehren konnte. Augenzeugen berichten, dass er laut um Hilfe geschrien und viel Blut verloren habe. Dabei hatte der Urlauber wohl auch Glück, dass er sich nur wenige Meter vom Ufer entfernt im Wasser aufgehalten hatte, wie es auf positanonews.it heißt. Dieser Vorfall müsse außerdem als Extremfall eingestuft werden.
Rettungsschwimmer und Badegäste eilen zur Hilfe
Laut rtl.de zogen ihn Rettungsschwimmer aus dem Wasser und versorgten sofort seine Wunde mit Verbänden. Ein Problem: Sie blutete trotz Verband weiter, da der Mann Gerinnungshemmer einnimmt. Dadurch dauerte es länger, bis sein Blut gerinnt. Mithilfe von anderen Badegästen, die die Blutung mit Handtüchern und Druck auf die Wunde stoppten, konnte der Zustand des Mannes stabilisiert werden. Ein Krankenwagen brachte ihn in das nächste Krankenhaus. Wie tio.ch schreibt, musste er dort seine Wunde nähen lassen.
Laut 20min.ch glauben Experten und Einheimische, dass nur zwei Fischarten für den Angriff in Betracht kommen: der graue Drückerfisch oder ein kleiner Barrakuda. Beide Fischarten haben spitze Zähne und ein kräftiges Gebiss. An griechischen Küsten breitet sich übrigens der Hasenkopf-Kugelfisch aus, dessen Biss für Menschen im schlimmsten Fall tödlich sein kann.
Drückerfisch und Barrakuda können schwere Bissverletzungen verursachen
Der im Mittelmeer heimische Drückerfisch verteidigt in der Paarungszeit, die sich über die Sommermonate erstreckt, sein Nest besonders aggressiv. Laut kurier.at ist er für seinen starken Kiefer bekannt, mit dem er etwa Muscheln oder Seeigel knacken kann. Auch der Barrakuda besitzt scharfe Zähne, die tiefe Schnittverletzungen verursachen können. Dieser Fisch fühlt sich auch im Mittelmeer immer wohler, obwohl er dort eigentlich nicht heimisch ist, wie es bei 20min.ch heißt.
Wie rtl.de mitteilt, häufen sich in den vergangenen Jahren an der Amalfiküste und an der Halbinsel von Sorrent Berichte über Bissverletzungen. Diese würden vor allem beim Baden auftreten: Laut 20min.ch sind für entsprechende Verletzungen an den Knöcheln und Beinen in den meisten Fällen kleinere Fische verantwortlich.
Urlauber, die in Italien Strand und Meer genießen wollen, müssen das Wasser aus Angst vor Fischbissen also nicht meiden. Wer etwa an der Cilentoküste badet, braucht sich wohl durch den Extremfall am Strand von Pioppi nicht abschrecken zu lassen. Auch auf Mallorca gibt es gerade immer wieder Berichte über beißende Fische. (Quellen: positanonews.it, rtl.de, 20min.ch, kurier.at, tio.ch) (jws)