Iran-Krieg: Trump – Setzen Seeblockade gegen iranische Häfen wieder ein

Iran-Krieg: Trump – Setzen Seeblockade gegen iranische Häfen wieder ein

Live-Blog Iran meldet neue US-Angriffe im Südwesten +++ Jemens Militär beschießt wegen iranischem Flugzeug Landebahn in Sanaa +++ Der Newsblog. 13.07.2026 - 20:28 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Donald Trump: Die USA werden nach dem Willen des US-Präsidenten wieder gegen Schiffe mit Start und Ziel im Iran vorgehen. (Archivfoto) Foto: Alex Brandon/AP photo/dpa

USA melden Beginn der Seeblockade für Dienstag um 22 Uhr an

Das US-Militär verhängt nach Angaben des von der US-Marine geführten Joint Maritime Information Center (JMIC) am 14. Juli um 22 Uhr MESZ eine Seeblockade gegen den Iran. Die Maßnahme gelte für jeglichen Schiffsverkehr unabhängig von der Flagge und umfasse die gesamte iranische Küste einschließlich aller Häfen und Ölterminals. Die Durchfahrt neutraler Schiffe durch die Straße von Hormus zu Zielen außerhalb des Iran werde nicht behindert. Humanitäre Hilfslieferungen seien nach vorheriger Inspektion weiterhin zulässig.

Raketenangriff auf Saudi-Arabien abgewehrt

Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hat nach eigenen Angaben ballistische Raketen abgefangen, die von der Huthi-Miliz abgeschossen worden sein sollen. Sie wurden einem Sprecher der Koalition zufolge auf die südliche Region Saudi-Arabiens abgefeuert. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa hatte es am frühen Nachmittag Luftangriffe auf den Flughafen gegeben. Die Huthi warfen Saudi-Arabien vor, diese durchgeführt zu haben und drohten mit Vergeltung. Die jemenitische Regierung reklamierte die Angriffe für sich. Sie hätten stattgefunden, um die Landung eines iranischen Flugzeuges zu verhindern.

UN-Organisation gegen Frachtgebühr in Straße von Hormus

Die UN-Schifffahrtsorganisation IMO weist Pläne von US-Präsident Donald Trump für eine Frachtgebühr in der Straße von Hormus zurück. Für eine solche Abgabe gebe es keine rechtliche Grundlage, teilt die Organisation mit. Trump hatte einen Aufschlag von 20 Prozent auf Transporte durch die strategisch wichtige Meerenge angekündigt, ohne Details zu nennen. Die IMO lehnt eigenen Angaben zufolge Passagegebühren für internationale Meerengen strikt ab. Vertreter der Schifffahrtsbranche äußern sich besorgt und erklären, ein solcher Schritt verstoße nach ihrer Einschätzung gegen Völkerrecht.

US-Militär meldet Angriff auf iranische U-Boot-Anlage

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben am Sonntag eine Wartungsanlage für U-Boote und Schiffe im Iran angegriffen. Bei dem Einsatz seien Einweg-Drohnen genutzt worden, teilt das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Durch die Angriffe werde die Fähigkeit des Iran eingeschränkt, weiterhin die Handelsschifffahrt zu attackieren. Eine iranische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

Trump: Setzen Seeblockade gegen iranische Häfen wieder ein

Im Konflikt um die Straße von Hormus hat US-Präsident Donald Trump die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. Allen anderen Ländern solle ein „fairer und offener“ Zugang zur Meerenge möglich sein, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Die USA werde von nun an als „Hüter der Straße von Hormus„ bekannt sein, schrieb der US-Präsident. Dafür, dass die USA für Sicherheit sorge, verlange Trump eine Gebühr von 20 Prozent auf alle Güter, die durch die Straße von Hormus befördert werden. 

E3-Staatengemeinde verurteilt iranische Angriffe auf Schiffe

Deutschland, Frankreich und Großbritannien verurteilen „die ruchlosen Angriffe Irans auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus und auf Länder in der Region, darunter Katar, Kuwait, Oman und Jordanien“. In einer Erklärung der E3 genannten europäischen Staaten heißt es weiter: „Die Achtung der Souveränität über Küstenmeere sowie die Freiheit der Schifffahrt sind grundlegende Prinzipien des Völkerrechts.“ Zugleich fordern die drei Staaten „Wiederherstellung des Waffenstillstands und die Wiederaufnahme der Verhandlungen“ zwischen den USA und dem Iran.

Schiffe in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas im Süden Irans. kyodo/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Trump: USA könnten Kontrolle über Straße von Hormus übernehmen

US-Präsident Donald Trump schließt eine Übernahme der Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus durch die USA nicht aus. „Wir werden die Meerenge behalten und sie wahrscheinlich kontrollieren“, sagt Trump in einem Telefoninterview des US-Fernsehsenders Fox News. Die USA würden zum „Schutzengel der Meerenge“ werden. Für diesen Einsatz müsse das Land jedoch finanziell entschädigt werden, fordert er.

Jemens Militär beschießt wegen iranischem Flugzeug Landebahn in Sanaa

Im Bürgerkriegsland Jemen hat das Militär nach eigenen Angaben die Landebahn des internationalen Flughafens in der Hauptstadt Sanaa unter Beschuss genommen, um die Landung eines iranischen Flugzeugs zu verhindern. Die Streitkräfte hätten die Start- und Landebahn attackiert, teilt das Verteidigungsministerium mit. Sanaa wird von den mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen kontrolliert. Die international anerkannte Regierung, die von Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten unterstützt wird, hat ihren Sitz in Aden im Süden des Landes.

Angriffe auf Landebahn in Sanaa: Jemens Militär will die Landung eines iranischen Flugzeuges verhindern. Reuters

Iran meldet neue US-Angriffe im Südwesten

Der Iran hat neue Angriffe im Südwesten des Landes gemeldet. In der Industriestadt Abadan an der Grenze zum Irak wurden dabei zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt, wie die Nachrichtenagentur Isna berichtete. Laut dem Vizegouverneur der betroffenen Provinz Chusestan ereigneten sich die Angriffe kurz nach Mittag (Ortszeit). Die Behörden machten die USA für die Luftangriffe verantwortlich. Eigentlich hatte das US-Militär seine jüngste Angriffswelle am frühen Morgen für beendet erklärt.

Wadephul fordert direkte Gespräche zwischen USA und Iran

Bundesaußenminister Johann Wadephul mahnt die sofortige Freigabe der Straße von Hormus an und fordert vom Iran ein Ende der Angriffe. „Der Iran muss das unterlassen“, sagt Wadephul vor Beginn von Beratungen der EU-Außenminister in Brüssel.

Die USA und der Iran müssten „jetzt sehr schnell an den Verhandlungstisch zurückkehren, besser gesagt, endlich effektive bilaterale Verhandlungen aufnehmen“, fordert der Minister. „Diese Welt braucht endlich eine frei passierbare Straße von Hormus, die Freiheit der Navigation muss gewährleistet werden, und ich hoffe, dass wir Beiträge dazu leisten können, dass dies geschieht.“

Drohnenangriff auf Stützpunkt im Nordirak

Ein Stützpunkt einer iranisch-kurdischen Oppositionsgruppe im Nordirak ist nach Angaben eines Kommandeurs mit Drohnen angegriffen worden. Ziel der Attacke in der irakischen Kurdenregion am Montag sei die Basis Chamschar des bewaffneten Flügels der Freiheitspartei Kurdistans gewesen, sagte der Kommandeur Rebas Scharifi.

Iran: Haben US-Militärstützpunkte in Bahrain und Kuwait attackiert

Der Iran hat nach eigenen Angaben US-Militärstützpunkte in Bahrain und Kuwait angegriffen. Zudem seien Radarsysteme in Oman zerstört sowie Treibstofftanks und Munitionsdepots auf dem Luftwaffenstützpunkt Prinz Hassan in Jordanien getroffen worden, teilen die iranischen Revolutionsgarden mit. Dies sei eine Reaktion auf die jüngste Welle von US-Angriffen. In Bahrain wurde am Montag dreimal Luftalarm ausgelöst.

Eskalation im Golf lässt Ölpreis steigen

Die zunehmenden Kämpfe im Persischen Golf haben am Montag die Aktienmärkte in Asien belastet. Die Behauptung des Irans, die wichtige Straße von Hormus geschlossen zu haben, ließ die Ölpreise in die Höhe schnellen und schürte weltweit Inflationsrisiken. 

Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich in der Spitze um 3,3 Prozent auf 78,50 Dollar. US-Leichtöl legte um 3,4 Prozent auf 73,83 Dollar zu.

Golfstaaten melden Beschuss aus dem Iran

Nach der wiederholten Eskalation im Iran-Krieg haben Staaten am Persischen Golf erneut Raketenbeschuss gemeldet. Bahrain und Kuwait, die zuletzt im Zentrum iranischer Vergeltungsangriffe standen, lösten in der Nacht Alarm aus und bekämpften nach eigenen Angaben feindliche Projektile.

Der Generalstab der Armee in Kuwait berichtete, dass feindliche Luftziele bekämpft werden. In Bahrain wurde seit Einbruch der Nacht mehrfach Alarm ausgelöst, wie das Innenministerium des Inselstaats berichtete. Das Ministerium rief die Einwohner auf, Ruhe zu bewahren und Schutz zu suchen.

Auch Jordaniens Nachrichtenagentur Petra berichtete am Montagmorgen, dass vier Raketen aus dem Iran abgefangen worden seien. Es habe keine Opfer oder Schäden gegeben, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf eine Militärquelle.

US-Militär erklärt Angriffe auf Iran vorerst für beendet

Das US-Militär hat seine nächtlichen Attacken auf Ziele im Iran nach mehreren Stunden für beendet erklärt. Die Angriffswelle sei vorbei und habe Dutzende Zielobjekte mit Präzisionsmunition getroffen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am frühen Morgen deutscher Zeit auf der Online-Plattform X mit. Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen und Drohnenstandorte sowie kleinere Boote seien zerstört worden, um dem Iran weitere Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu erschweren.

Es war bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten. Neben Kampfflugzeugen und Flugdrohnen wurden diesmal laut Centcom auch erstmals schwimmende Drohnen eingesetzt. Dazu veröffentlichte das Militär ein Video, auf dem von einem Flugzeugträger abhebende Kampfjets sowie Marschflugkörper zu sehen sind, die von einem oder mehreren Kriegsschiffen abgefeuert werden. Außerdem sollen die Aufnahmen offensichtlich den Einschlag mehrerer Geschosse am Zielort zeigen. Die Angaben der US-Armee ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

USA fliegen weitere Angriffe auf den Iran

Das US-Militär greift nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran an. Damit solle die Fähigkeit des Landes geschwächt werden, zivile Seeleute und Handelsschiffe bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus anzugreifen, teilt das Militär mit. Das iranische Staatsfernsehen berichtet unterdessen von mehreren Explosionen in der Nähe der Stadt Sirik sowie westlich von Bandar Abbas.

Koalitionschef: Israel wählt Parlament am 27. Oktober

In Israel findet die nächste Parlamentswahl nach Angaben der Regierungskoalition am 27. Oktober statt. Der Koalitionschef in der Knesset, Ofir Katz, bestätigte den Termin am Sonntag vor einem Parlamentsausschuss. Es ist die erste Parlamentswahl seit dem Angriff der Hamas auf Israel im Jahr 2023 und den darauffolgenden Kriegen im Gazastreifen, im Libanon und im Iran. Nachdem die Knesset im Mai ihre eigene Auflösung beschlossen hatte, war zunächst unklar geblieben, wann genau die Neuwahl stattfindet.

Iran meldet erneut Explosionen an der Südküste

Der Iran hat nach den US-Angriffen in der vergangenen Nacht erneut Explosionen an der Südküste gemeldet. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am Sonntagabend über Detonationen in der Hafenstadt Bandar Abbas und unweit der Insel Gheschm im Persischen Golf. Details zur Ursache der Explosionen gab es zunächst nicht.

Die staatliche Nachrichtenagentur Irna sprach von „feindlichen Angriffen“ in Bandar Abbas, wo am Abend in einigen Stadtteilen aufeinanderfolgende Explosionen zu hören gewesen seien. Der Vorfall werde untersucht. Bei den Gebieten handele es sich um Militäreinrichtungen, schrieb Irna.

Straße von Hormus laut USA weiterhin offen – US-Streitkräfte sollen Durchfahrt sicherstellen

Das US-Zentralkommando Centcom teilte am Sonntag mit, die Straße von Hormus sei weiterhin „offen für alle Tanker, die die Straße durchqueren wollen“, und dass „die Durchfahrt gebührenfrei bleibt“. Der Iran kontrolliere die Wasserstraße nicht. „Der Verkehr fließt weiterhin“, hieß es weiter. Trump bestätigte das in einem Interview bei der NBC-Sendung „Meet the Press“.

Zudem stünden US-Streitkräfte „bereit und würden sicherstellen, dass die Freiheit der Schifffahrt trotz ungerechtfertigter Aggressionen, Schikanen, Drohungen und willkürlicher Erklärungen seitens des Iran gewahrt bleibt“.

Irak und USA wollen wohl bei Öl- und Gasförderung zusammenarbeiten

Der Irak und die USA wollen offenbar ihre Zusammenarbeit im Energiesektor ausweiten. Der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi werde dazu am Montag an der Spitze einer offiziellen Delegation nach Washington reisen, sagt sein Regierungssprecher. „Die zu unterzeichnenden Abkommen werden mehrere Absichtserklärungen im Öl- und Gassektor umfassen“, sagt der Sprecher. Der Irak wolle verschiedene US-Unternehmen ins Land holen, um seine Förderkapazitäten zu steigern.

Katar rät zu vorübergehendem Stopp der Schifffahrt

Der Golfstaat Katar hat nach erneuten iranischen Angriffen zur vorübergehenden Einstellung des Schiffsverkehrs geraten. Für alle Fahrten und andere „meeresbasierte Tätigkeiten“ werde empfohlen, diese bis auf Weiteres auszusetzen, teilte das katarische Transportministerium heute mit. Das betreffe auch Fischer- und Freizeitboote, Jetskis und „alle anderen Seefahrzeuge“. Auch der katarische Nachrichtensender Al Jazeera berichtete von so einer Empfehlung. Teils berichteten Medien, es handle sich um eine Anordnung.

Oman meldet Drohnenangriffe nahe Straße von Hormus

Der Oman hat Drohnenangriffe nahe der Straße von Hormus gemeldet. In der nördlichen Provinz Musandam seien mehrere Ziele mit Drohnen angegriffen worden, berichtete die Staatsagentur ONA unter Berufung auf Militärkreise. Der Oman verurteilte die Attacken und erklärte, man werde alle notwendigen Schritte zum Schutz des Landes und der Bevölkerung ergreifen. Die zum Oman gehörende Enklave Musandam ragt in die Straße von Hormus hinein und grenzt an die Vereinigten Arabischen Emirate.

Angriff auf indisches Schiff mit einem Vermissten – Indien verurteilt Attacke

Nach der Attacke auf das Handelsschiff GFS Galaxy vor der Küste Omans am frühen Sonntagmorgen wird ein indischer Staatsbürger vermisst, wie das Außenministerium in Neu-Dehli mitteilte. „Von den elf indischen Staatsangehörigen an Bord konnten bisher zehn gerettet werden, während ein indischer Staatsangehöriger Berichten zufolge vermisst wird“, teilte das Ministerium mit. Indien verurteile den Anschlag. Der Iran hatte zuvor mitgeteilt, ein Schiff auf einer nicht genehmigten Route sei von einem Warnschuss getroffen worden.

Gespräche über Straße von Hormus enden ohne Durchbruch

Der Iran und der Oman haben ihre Gespräche über die Straße von Hormus ohne Durchbruch beendet. Beide Länder hätten beschlossen, die Gespräche auf politischer sowie technischer Ebene fortzusetzen, „um zu einer gemeinsamen Verständigung über die Gewährleistung der Sicherheit der Schifffahrt“ in der Meerenge zu gelangen, hieß es in einer Erklärung des iranischen Außenministeriums.

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