Viele gelöschte Google-Rezensionen - und eine Studie zu Rassismus in Behörden
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Hessen am Abend
Viele gelöschte Google-Rezensionen - und eine Studie zu Rassismus in Behörden
Wie verbreitet Rassismus bei Behörden ist, wie Drohnen Saatgut aufs Feld bringen und wieso hessische Betriebe Google-Rezensionen löschen lassen: Das und mehr gibt es in Sven-Oliver Schibats Blick auf den Tag.
Bild © picture alliance/dpa | Sebastian Kahnert (Archiv), Stefanie Küster (hr) (Archiv), picture alliance/dpa | Malin Wunderlich (Archiv), Collage: hessenschau.de
Herzlich willkommen zu einer neuen Woche bei "Hessen am Abend"! Diese startet direkt mit einem inoffiziellen Feiertag, von dem ich mich voll und ganz abgeholt fühle: Heute ist nämlich Welt-Kuchentag.
Es könnte eigentlich nur noch besser sein, wenn man den Welt-Kuchentag und den Welt-Kaffeetag auf einen gemeinsamen Tag legen würde. Doch der "International Coffee Day" wird jedes Jahr am 1. Oktober zelebriert.
Zur Feier des Tages werde ich mir heute aber wohl noch ein Stück Frankfurter Kranz organisieren. Und jetzt ahnen Sie wahrscheinlich schon, wo ich einen meiner drei Haken bei der Abstimmung aus unserem heutigen Morgenticker gesetzt habe.
Bis jetzt ist für den Frankfurter Kranz allerdings noch Luft nach oben. Mal schauen, wie sich das entwickelt, nachdem Sie mitgemacht haben.
Was Sie übrigens auch in unserem Morgenticker finden können: Kuchenrezepte. Ein Frankfurter Kranz ist nicht dabei, aber dafür jede Menge Käsekuchen. Und sind wir mal ehrlich: Es geht nur wenig über einen guten Käsekuchen, oder?
Bei der Halbzeitshow der Fußball-WM stand gestern der kanadische Sänger Justin Bieber auf der Bühne. Der hat übrigens weder etwas mit Offenbach-Bieber zu tun noch mit den Tieren, die dort den Bach namens Bieber in einen See verwandelt haben – wie uns hessenschau.de-Nutzerin Karin Neuberger zu ihrem Foto für unsere Rubrik Momentaufnahme geschrieben hat.
Justin Bieber jedenfalls fand es bei seinem Besuch im hr vor einigen Jahren jedoch sehr lustig zu hören, dass es in Hessen einen Ort gibt, der so heißt wie er. Aber das nur am Rande.
hessenschau.de-Nutzerin Karin Neuberger schreibt zu ihrem Foto: “Der Biber hat in Offenbach-Bieber die Bieber in einen See verwandelt.” Bild © Karin Neuberger
Von Bibern in Bieber kommen wir nun zu diesen Themen:
- Rassismus in Behörden
- Wie Copter Landwirte aus der Luft entlasten
- Viele hessische Gastbetriebe lassen Google-Rezensionen löschen
- Weitere Themen des Tages
- Blick über den Tellerrand
- Streaming-Tipp: Fußball-WM und Ina Müller
- Podcast-Tipp: Viel bewegen oder gesünder essen - Was bringt uns mehr?
- Eins noch ...
Rassismus in Behörden
Die bundesweite Studie "Institutionen und Rassismus" (InRa) zeigt, dass Rassismus strukturell in deutschen Behörden verankert ist - von Jobcentern über Ausländerbehörden bis zu Polizei, Zoll, Justiz und Jugendämtern.
Er äußert sich allerdings in den meisten Fällen nicht durch offene Anfeindungen, sondern eher unbewusst. Etwa durch Stereotype, respektlose Sprache oder ungleiche Behandlung. Erwähnenswert dabei: Hessische Behörden waren an der Untersuchung nicht beteiligt.
Fachleute weisen auf die Wichtigkeit von Schulungen zum Umgang mit Rassismus hin. Zudem sollten Beschwerden nicht als Angriff, sondern als Chance verstanden werden, so Christa Kaletsch von der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik.
Auch die Antidiskriminierungsbeauftragte des Landes Hessen, Berivan Șekerci, betont, dass es wichtig sei, Diskriminierung zu melden. Nur so werde sichtbar, wo Menschen benachteiligt werden.
Wie Copter Landwirte aus der Luft entlasten
Wer an Drohnen denkt, denkt vermutlich als Erstes an die kleinen Fotodrohnen, die man im Elektronikmarkt bekommt. Mit denen hat die Drohne von Alexander Bätz aus Nordhessen allerdings wenig zu tun.
Nicht nur, dass sie statt ein paar hundert Euro beachtliche 14.000 Euro gekostet hat – sie hat zudem eine Spannweite von knapp dreieinhalb Metern und wiegt 60 Kilo. Bätz braucht sie nicht für Luftbildaufnahmen für seinen Instagram-Kanal, sondern für landwirtschaftliche Arbeiten.
Video
02:58 Min. |17.07.26, 19:30 Uhr|hr
Drohne soll bei Landwirtschaft helfen
Bild © hr
Die Drohne kann nämlich Saatgut auf Feldern ausbringen. Das ist damit vor der Ernte der bestehenden Saat möglich und vor allen Dingen auch bei feuchten Böden. Er sieht das Ganze jedoch nicht als Ersatz für Trecker, sondern als Ergänzung.
Angefangen hat für ihn alles mit der Rehkitzrettung aus der Luft. Dafür hat er eine Wärmebildkamera an eine Drohne montiert. Anfangs habe man ihn für die Kitzrettung belächelt, erinnert er sich. Jetzt fliegt er pro Saison 500 Hektar mit der Wärmebildkamera ab. Die Kitzrettung sei "sein Herzensding", so Bätz.
Viele hessische Gastbetriebe lassen Google-Rezensionen löschen
In vielen Restaurants, Hotels und Geschäften sieht man am Eingang Schilder mit der Bitte, das jeweilige Unternehmen bei Google zu bewerten. Der Wunsch geht allerdings nach hinten los, wenn es sich dabei um eine Ein-Sterne-Bewertung handelt.
Lange waren die Unternehmen den Negativbewertungen ausgeliefert, doch inzwischen können sie schlechte Bewertungen auch löschen lassen. Denn: Nicht immer ist Kritik gerechtfertigt – oder die Person war vielleicht sogar nie in dem Laden.
Audio
00:33 Min. |20.07.26|Andreas Gerlach
Bild © hessenschau.de| zur Audio-Einzelseite
Schwierig wird es jedoch, wenn jede Form von Kritik gelöscht wird, um das Profil "sauber" zu halten. Umgekehrt gibt es aber auch Firmen, bei denen man positive Rezensionen kaufen kann. So oder so verlieren Nutzerrezensionen an Aussagekraft.
"Ich persönlich würde inzwischen recht wenig auf Sternebewertungen geben", erklärt Vebraucherforscher Professor Steffen Kroschwald. "Das ist schade - weil Bewertungen eigentlich ein sinnvoller Mechanismus sein können." Was halten Sie von solchen Bewertungen? Verraten Sie es uns hier!
Weitere Themen des Tages
- Weil sie ihren Mann mit einer Medikamentenüberdosis ermordet haben soll, wurde eine Frau aus Offenbach 2025 zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Jetzt hat der Bundesgerichtshof entschieden, der Fall muss neu verhandelt werden.
- Nachdem in Nidderau (Main-Kinzig) ein Güterzug entgleist ist, müssen die Gleise aufwendig repariert werden. Für Bahnreisende auf der Strecke Friedberg-Hanau bedeutet das: Ausfälle noch bis mindestens 7. August. Der Schaden geht in die Millionen.
- Bei einer Geisterfahrt auf der A45 in der Wetterau sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Vier weitere Personen wurden lebensgefährlich verletzt, darunter drei Kinder. Auch am Montag ist ihr Zustand noch kritisch. Eine 34 Jahre alte Frau war mit ihrer Familie in falscher Richtung auf die Autobahn aufgefahren.
Ein kurzer Blick über den Tellerrand
- Wer übernimmt nach Jens Spahns Rücktritt den Vorsitz der Unionsfraktion? Die Abgeordneten müssen wegen dieser Frage ihre Sommerpause unterbrechen: Am 29. Juli soll in einer Sondersitzung entschieden werden.
- Die Mieten in Deutschland sind laut dem Institut der deutschen Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich gestiegen. Dabei gibt es große regionale Unterschiede auf dem Wohnungsmarkt.
- E-Autos sind zwischen 2020 und 2025 um rund 18 Prozent günstiger geworden. Dazu kommen die staatlichen Kaufprämien, über die schon mehr als 50 Millionen Euro ausgezahlt wurden - vor allem für Tesla-Modelle.
Streaming-Tipp: Fußball-WM und Ina Müller
Bevor Sie sich wundern: Nein, heute gibt es nicht einen Streaming-Tipp, in dem Ina Müller irgendetwas mit der Fußball-WM zu tun hat, sondern zwei. Also einen zur Fußball-WM und einen mit Ina Müller.
Seit gestern Abend ist Spanien zum zweiten Mal Fußballweltmeister. Mit einem 1:0 in der Verlängerung war das Schicksal von Titelverteidiger Argentinien besiegelt. Und auch wenn US-Präsident Donald Trump sich auf der Siegerplattform schon für den Konfettiregen in Position gestellt hatte: Am Ende waren alle Augen auf die feiernden spanischen Fußballer gerichtet.
In der ARD Mediathek gibt es mit "Mehr als 90 Minuten - die Menschen der WM" einen Rückblick auf die bisher größte Fußball-WM zu sehen. Dramen und Tränen, Euphorie und Ekstase: Die WM 2026 in Mexiko, Kanada und den USA schrieb spektakuläre Geschichten – mit faszinierenden Menschen im Mittelpunkt.
Externer Inhalt Ende des externen InhaltsSollten Sie die erste Halbzeit-Show einer Fußball-WM noch einmal sehen wollen, dann sind Sie in der ARD Mediathek ebenfalls gut aufgehoben. Dort gibt es die ganze Show komplett ohne Audio-Kommentar.
Externer Inhalt Ende des externen InhaltsUnd für alle Nicht-Fußball-Fans: Ina Müller ist zurück im Schellfischposten! In der aktuellen Folge begrüßt sie dort Moderatorin Barbara Schöneberger, die von ihrer neuen Liebe zu Schweden berichtet und verrät, warum sie sich über Baulärm freut.
Zudem erklärt die deutsche Punk-Legende Campino von den Toten Hosen, warum er keine riskanten Bühnenstunts mehr macht, was ihn nach Cornwall zieht und wie man stilecht King Charles die Hand schüttelt. Auch diese Sendung gibt es in der ARD Mediathek zu sehen.
Externer Inhalt Ende des externen InhaltsPodcast-Tipp: Viel bewegen oder gesünder essen - Was bringt uns mehr?
Abnehmen ist gar nicht so einfach. Sind die Kilos erst einmal angefuttert, wird man sie so schnell nicht mehr los. Die gute Nachricht ist jedoch: Es ist grundsätzlich nicht unmöglich.
Die einen sagen, dass man sich zum Abnehmen mehr bewegen muss, während die anderen meinen, man müsse sich nur gesünder ernähren. Beides ist natürlich keine schlechte Idee, doch was davon ist am effektivsten? Was bringt mehr?
Darum geht es in dieser Folge von "Quarks Daily – Dein täglicher Wissenspodcast" in ARD Sounds.
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Ende des externen InhaltsEins noch ...
Schon in meiner Kindheit war Minigolf eine beliebte Beschäftigung für Kindergeburtstage. Laut den Kolleginnen und Kollegen vom SWR steht die älteste Minigolfanlage in Traben-Trarbach an der Mittelmosel in Rheinland-Pfalz. Seit 1955 gibt es sie.
Die Minigolfanlage im hessischen Lampertheim (Bergstraße) existiert hingegen erst seit etwas mehr als 20 Jahren, doch dafür handelt es sich in diesem Fall möglicherweise um die Anlage mit der ältesten Betreiberin.
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Ende des externen InhaltsIch wünsche Ihnen einen schönen Abend. Bis morgen!
Ihr Sven-Oliver Schibat (findet dieses Spaghetti-Eis ungewohnt konsequent umgesetzt)
Sven-Oliver Schibat Bild © hr/Jan-Niclas Grömling