Herzblattgeschichten: Das macht Thomas Tuchel so attraktiv für englische Frauen
Es ist unser erstes Mal als Autor der Herzblätter. Und voller Bewunderung blicken wir auf die übermenschlichen Fähigkeiten unserer Kollegen der Regenbogenpresse. Wie schön wäre es, wenn auch wir in die Zukunft schauen könnten (oder uns das zumindest ungestraft anmaßen dürften). Endlich könnten wir unsere Stelle bei der F.A.S. aufgeben, die uns an reale vergangene und gegenwärtige Ereignisse fesselt, nicht zuletzt, um in deine Redaktion zu wechseln, liebe „Aktuelle“.
Denn darüber, wie der Heimatbesuch von Prinz Harry verlaufen ist, hast du recht endgültig berichtet, obwohl die Englandreise des Herzogs von Sussex offenbar erst nach deinem Redaktionsschluss endete. So hast du vergangene Woche getitelt: „Meghan eiskalt abserviert! Warum Harry sie nicht mit zur Familie nahm“.

So ein Job macht eben sexy
Fairerweise muss man sagen: Fast wäre die Weissagung der „Aktuellen“ ungefähr wahr geworden. Lange sah es so aus, als sei der Zwist ohne Aussicht auf versöhnliche Gesten im englischen Königshaus weiterhin Realität. Ein Gedanke, der uns zu einer weiteren Superkraft führt, die vorteilhaft erscheint, wenn man für die Herzblätter vom Hofe berichten will: die Fähigkeit, aus Paralleluniversen zu reportieren. So schreibst du, liebes „Echo der Frau“, am vergangenen Mittwoch, fünf Tage nach dem royalen Wiedersehen: „Der Bruch ist endgültig – König Charles hat seinen Sohn für immer verstoßen!“ Ein Mitarbeiter des Palastes will dir verraten haben:„Charles ist tief getroffen, dass Harry die Enkel nicht mitbrachte.“ Immerhin: In jener Gegenteildimension, aus der das „Echo der Frau“ berichtet, dürften die „Three Lions“ diesen Sonntag im WM-Finale gegen Spanien stehen. Vielleicht ein Trost für Parallelwelt-Charles.

In unserer Welt hingegen ist Thomas Tuchel mit der englischen Nationalmannschaft im Halbfinale gegen Argentinien ausgeschieden. So fragen wir uns, ob Tuchel nicht nur die Gunst der englischen Presse, sondern auch seinen „Kultstatus bei englischen Frauen“ verspielt hat. Über den hatte „Bild“ berichtet. Demnach scheinen zumindest einige Nutzerinnen des britischen Onlineforums „mumsnet“ Gefallen an dem Schwaben gefunden zu haben. So zitiert „Bild“ eine Britin nach Englands Sieg über Kongo: „Geht es noch jemandem so? Er hat nach dem heutigen Spiel im Interview ein wirklich schönes Lächeln.“
Doch eine andere Userin bestätigt unsere Sorge, dass Tuchel die englischen Frauenherzen womöglich bald verlieren könnte: „Ich glaube, es liegt einfach daran, dass er Englands Nationaltrainer ist – das hat irgendwie eine ganz besondere Ausstrahlung.“ So ein Job macht eben sexy. Aber noch ist Tuchel ja England-Coach!
Charlotte Merz stahl allen die Show
Auf jeden Fall gewonnen hat der Rasentaktiker ein paar zusätzliche Urlaubstage. Entscheidet sich Tuchel für eine Reise nach Griechenland, könnte er Schauspielerin Kate Hudson treffen. Die verbringt dort ihren Sommerurlaub, wie wir aus der „Gala“ erfahren. Besonders liebt das Boulevardblatt daran, „dass es für Hollywoodverhältnisse so bodenständig wirkt“. So genießen Kate und ihre Patchworkfamilie das „simple Sommerglück mit Bootsausflügen (na gut, Yachtausflügen) und Dinner am Strand“. Bei all der Schwärmerei über das „simple Sommerglück“ musstest du dich selbst ein wenig einfangen, liebe „Gala“.
Auch wir würden gerne einen so einfachen und fast schon spartanischen Urlaub in Kates Privatvilla auf der kleinen Insel Skiathos verbringen. Unerfreulicherweise halten uns Arbeit und Kontostand in unserem Ein-Zimmer-Prunkbau im Offenbacher Nordend fest.

Zwar ist am Main nicht am Mittelmeer, aber in unserer Erdgeschosswohnung ist es nicht nur kühl, auch anzügliche Amerikaner nerven uns selten, eigentlich nie. Etwas, was Charlotte Merz wohl nicht von sich behaupten kann. „Beim NATO-Dinner der Staats- und Regierungschefs stahl sie allen die Show. Die 65-Jährige trug ein türkisfarbenes Abendkleid von Talbot Runhof“, lesen wir in der „Bunten“. Nur leider musste die Frau von Bundeskanzler Friedrich Merz in Ankara neben Donald Trump Platz nehmen. „Auch eine First Lady bekommt nicht immer den charmantesten Tischherrn“, kommentiert „Bunte“.
Wir selbst kennen Charlotte Merz nur aus einem kurzen Ausschnitt der „heute show“, in dem sie Reporter Lutz van der Horst erzürnt das Mikrofon nach unten wegdrückt und ihn lehrerhaft zurechtweist, nachdem er ihrem Mann eine harmlose Frage gestellt hatte. Folgendes ist nur unsere Spekulation: Haben die anderen NATO-Partner die strenge Richterin aus Arnsberg neben Trump platziert, um ihn einzuschüchtern? Wir zumindest hätten es nicht gewagt, den Kanzler in Gegenwart seiner Frau zu kritisieren. Dafür verteidigt sie ihn zu leidenschaftlich.