Arantxa Sánchez Vicario: Ex-Mann soll sie um 36 Millionen Euro gebracht haben
Publiziert25. Juli 2026, 11:38
Arantxa Sánchez Vicario«Habe ihm vertraut»: Tennisstar spricht über 36-Mio-Verlust
Die frühere Weltranglistenerste spricht erstmals offen über ihren finanziellen Ruin. Ihr Ex-Mann habe sie um ihr Vermögen gebracht, so Arantxa Sánchez Vicario.

Darum gehts
- Die ehemalige Tennis-Weltranglistenerste Arantxa Sánchez Vicario (54) hat ihr auf 36 Millionen Euro geschätztes Vermögen verloren.
- In einer spanischen TV-Sendung macht sie ihren Ex-Mann Josep Santacana für den finanziellen Ruin verantwortlich.
- Ein Gericht in Barcelona verurteilte sie 2024 zu einer Bewährungsstrafe.
Die ehemalige Weltranglistenerste Arantxa Sánchez Vicario kämpft noch immer mit den Folgen ihres finanziellen Ruins. Die heute 54-jährige Spanierin spricht erstmals offen darüber, wie sie ihr Vermögen verlor.
Nach eigenen Angaben brachte ihr Ex-Mann sie um ihr auf rund 36 Millionen Euro geschätztes Vermögen. «Ich habe ihm vertraut, weil er der Vater meiner Kinder war», sagte Sánchez Vicario in der spanischen Fernsehsendung Universo Calleja.
Was ist passiert?
Sánchez Vicario gehörte einst zu den bestbezahlten Tennisspielerinnen der Welt. Im Interview schildert die vierfache Grand-Slam-Siegerin, wie ihr finanzieller Absturz zu jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen führte. Für das Verschwinden ihres Vermögens macht sie ausschliesslich ihren Ex-Mann Josep Santacana verantwortlich.
Das Paar war von 2008 bis 2019 verheiratet und hat zwei Kinder. 2023 gerieten die ehemaligen Eheleute ins Visier der Justiz. Ihnen wurde vorgeworfen, Vermögenswerte verschleiert zu haben, um eine Millionenschuld bei der Banque de Luxembourg zu umgehen. Ein Gericht in Barcelona verurteilte Sánchez Vicario 2024 zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe.

«Innerlich ein Opfer»
«Ich habe mich Hals über Kopf verliebt. Aber er war nicht der Mensch, für den ich ihn gehalten habe», sagte die frühere Tennis-Ikone. Sie habe sich vollständig auf ihre Karriere konzentriert und sich nie um ihre Finanzen gekümmert. «Ich wusste nicht, wie das geht.» Irgendwann sei dann «das Geld weg» gewesen.
Heute ist Sánchez Vicario nach eigenen Angaben auf die finanzielle Unterstützung von Freunden angewiesen. Um eine Gefängnisstrafe zu vermeiden, akzeptierte sie die Auflagen des Gerichts: 50 Prozent ihrer künftigen Einkünfte fliessen in die Rückzahlung der ausstehenden Schulden bei der Banque de Luxembourg in Höhe von rund elf Millionen Dollar.
«Ich füge mich, obwohl ich mich innerlich als Opfer fühle», sagte sie.
Inzwischen versucht sich Sánchez Vicario in den USA ein neues Leben aufzubauen. Sie arbeitet dort als Tennistrainerin und kommt gleichzeitig den vom Gericht auferlegten finanziellen Verpflichtungen nach.

Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
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