Günther Jauch wird 70 – 15 Fragen über den Moderator von 50 Euro bis zur Million
Stand: 12.07.2026, 21:00 Uhr
Unter den beliebtesten Deutschen liegt Günther Jauch weit vorn. Viele könnten sich ihn auch als Bundespräsident vorstellen. Fragen und Antworten dazu von 50 Euro bis zur Million.
München/Potsdam – Am Montag (13. Juli) wird Günther Jauch 70 Jahre alt. Wer glaubt, schon alles rund um den langjährigen Gastgeber von „Wer wird Millionär?“ zu kennen, kann hier sein Wissen testen. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) hat 15 Fragen zusammengestellt. Anders als im Fernsehen gibt es aber keine vier Antwortmöglichkeiten, sondern sofort die Lösung.
Artikel der KNA
Dieser Beitrag stammt von der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
50 Euro-Frage: Wie hieß der Polit-Talk am Sonntagabend, den Günther Jauch im Ersten moderierte?
Antwort: Die Sendung hieß „Günther Jauch“ und lief von 2011 bis 2015, immer im Anschluss an den „Tatort“. Damit erfüllte sich für den Absolventen der Deutschen Journalistenschule ein später Wunsch. Bereits in jungen Jahren hatte er für den Bayerischen Rundfunk als Korrespondent aus der damaligen Bundeshauptstadt Bonn berichtet.

100-Euro-Frage: Wo lernten sich Günther Jauch und Thomas Gottschalk kennen?
Antwort: Beim Bayerischen Rundfunk. Gottschalk moderierte damals beim Hörfunksender Bayern 3 die Sendung „Pop nach acht“. Jauchs großes Ziel war es, „als kleines Licht“ irgendwie mit einem Beitrag dort reinzukommen.
Dafür lieferte er ein erstes Stück über das für ihn ärgerliche Problem, an Türstehern vorbei in die Disco zu kommen. Später moderierten beide gemeinsam die B3-Radioshow am Nachmittag mit den legendären „Übergaben“ von Gottschalk auf Jauch gegen 16 Uhr.
200-Euro-Frage: Welche Gemeinsamkeiten haben Jauch und Gottschalk abseits der Medien?
Antwort: Beide waren als Ministranten in der katholischen Kirche aktiv, und beide lernten ein Instrument: Gottschalk Klavier, Jauch Blockflöte, wie er schon häufiger mutig im Fernsehen unter Beweis stellte.
300-Euro-Frage: Welche Moderation von Günther Jauch und Marcel Reif wurde legendär?
Antwort: „Ein Tor täte dem Spiel jetzt gut“ – diese Fußballfloskel bekam am 1. April 1998 eine völlig neue Bedeutung. Denn wegen eines umgefallenen Tores verzögerte sich der Anpfiff des Champions-League-Halbfinal-Spiels zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund um 76 Minuten. Diese Zeit nutzten die beiden für eine launige Moderation, die ihnen den Bayerischen Fernsehpreis einbrachte.
500-Euro-Frage: Günther Jauch gilt bei Interviews als Freund des förmlichen „Sie“. Wen aber duzt er auch öffentlich?
Antwort: Kleine Kinder, Tiere und Thomas Gottschalk werden von Jauch geduzt. Inzwischen gehört auch Barbara Schöneberger in den auserwählten Kreis. In der RTL-Sendung „Denn sie wissen nicht, was passiert“ gab es einige Spiele, wo sich die beiden als Team ungewollt körperlich näherkamen, letztlich auch in der gegenseitigen Ansprache.
1.000-Euro-Frage: In welcher ZDF-Sendung folgte Jauch seinem Freund Gottschalk nach?
Antwort: Als Gottschalk „Wetten, dass …?“ von Frank Elstner übernahm, machte er seinem Kumpel Günther das Unterhaltungsfernsehen schmackhaft. So wurde dieser von 1987 bis 1989 dessen Nachfolger bei der ZDF-Show „Na sowas!“, die ab diesem Zeitpunkt „Na siehste“ hieß.
2.000-Euro-Frage: Ende der 1980er Jahre moderierten Gottschalk und Jauch mehrmals eine gemeinsame Live-Show auf der Berliner Funkausstellung. Welcher Herausforderung stellte sich dabei Jauch?
Antwort: Er reiste – angelehnt an den berühmten Abenteuer-Roman von Jules Verne – nicht in 80 Tagen um die Welt, sondern in nur 8 Tagen. Täglich meldete er sich per Schalte aus einer anderen Stadt auf dem Globus.
4.000-Euro-Frage: Wie heißt der Bestsellerautor, dessen Vater Günther Jauchs Deutschlehrer an einem Berliner Gymnasium war?
Antwort: Es handelt sich um „Thriller-Papst“ Sebastian Fitzek. Dessen Vater Freimut Fitzek war, wie Jauch in einer „Wer wird Millionär?“-Sendung verriet, sein Deutsch- und Klassenlehrer. Ins Zeugnis habe dieser geschrieben: „Günther neigt weiterhin zu Gefühlsausbrüchen, ist aber inzwischen stärker als früher um Kontrolle seiner Gefühle bemüht.“
8.000-Euro-Frage: Was hat Jauch mit dem Fortuna-Portal des Stadtschlosses in Potsdam zu tun?
Antwort: Er finanzierte den originalgetreuen Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Portals. Das Geld stammte aus einer von ihm unterstützten Werbeinitiative für die Zement- und Betonindustrie. Jauch hat sich als Mäzen zahlreicher historischer Gebäude in Potsdam, wo er seinen Wohnsitz hat, verdient gemacht, darunter auch die Friedens- und die Garnisonkirche.
16.000-Euro-Frage: „Von Othegraven – einzigartige Weine von der Saar“ – mit diesem Slogan wirbt ein vielfach ausgezeichnetes Weingut im Internet. Was hat Günther Jauch damit zu tun?
Antwort: Jauchs Großmutter war eine geborene von Othegraven. Ihr Bruder Maximilian hatte das Gut 1925 von seinen Vorfahren übernommen. Als Kind war Jauch oft in Kanzem bei Onkel Max und Tante Maria zu Gast. Als das Weingut vor einigen Jahren zum Verkauf stand, entschloss er sich zum Erwerb: „Weinbau verlangt Demut – man ist abhängig von der Natur. Für mich ist es eine wunderbare Arbeit, ganz anders als alles, was ich bisher gemacht habe.“
32.000-Euro-Frage: Am 13. Juli 2014 wurde Deutschland zum vierten Mal Fußball-Weltmeister. Der Fußballfan hätte eine Karte fürs Endspiel in Rio bekommen können, fuhr aber nicht hin. Warum?
Antwort: Jauch hatte zugesagt, zu einem Winzerfest am österreichischen Attersee zu kommen. Er hielt Wort und schenkte dort an einem Stand seinen Wein aus.
64.000-Euro-Frage: In welchen Filmen spielte Günther Jauch mit?
Antwort: In der an die Edgar-Wallace-Filme angelehnten Krimi-Komödie „Der Wixxer“ (2004) verkörperte er einen Talkmaster, der einen Mann mit Froschmaske interviewt und diesen am Ende erschießt. In der satirischen Film-Komödie „Man spricht deutsh“ mit Gerhard Polt ist Jauch nur akustisch zu vernehmen. Als Polt am Strand von Terracina im Transistorradio den Verkehrsmeldungen von Bayern 3 lauscht, ist die Stimme von Jauch zu hören.
125.000-Euro-Frage: Käme für Günther Jauch ein Kirchenaustritt infrage?
Antwort: Seinen katholischen Glauben könnte Jauch nach eigenem Bekunden nie einfach abstreifen wie eine aus der Mode gekommene Hose. „Ich würde ihn als unerschütterlich bezeichnen“, sagte er 2024 in einem Interview. Die Tatsache, dass das Bodenpersonal des lieben Gottes gerade in den vergangenen Jahren auf Erden einige Fehler gemacht habe, könne ihn nicht davon abbringen.
500.000-Euro-Frage: Wie bibelfest ist Günther Jauch?
Antwort: In früheren Zeiten sei er ziemlich bibelfest gewesen, bekannte Jauch 2021 in einem sechs Stunden und 26 Minuten dauernden „Zeit“-Podcast. Auch die 80 gängigsten Kirchenlieder bis zur dritten Strophe hätte er aufsagen können. Was er heute noch immer fast komplett auswendig könne, sei der Text von „Ein Haus von Glorie schauet“.
1.000.000-Frage: Was hat Günther Jauch mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) zu tun?
Antwort: Sein Vater Ernst-Alfred Jauch (1920–1991) war Journalist. Zur KNA kam er 1962 zunächst als „politischer Korrespondent“. Drei Jahre später übernahm er die Leitung des Berliner Büros und hatte diese bis 1985 inne. Regelmäßige Diskussionen über Kirche in Ost und West waren fester Bestandteil des Familienlebens.