Wimbledon Spielplan 2026: Zverev im Finale gegen Sinner - wann geht es los, wer überträgt?

Mit dem Rückenwind des Gewinns seines ersten Grand-Slam-Titels in Paris reist Alexander Zverev nach London. Auf dem Rasen von Wimbledon möchte er einen weiteren Fluch besiegen - und endlich weiterkommen als bis ins Achtelfinale. Das ist ihm gelungen - so gut, dass er sogar um seinen zweiten Grand-Slam-Titel spielen kann. Am 12. Juli um  17 Uhr findet das Finale gegen den Südtiroler Jannik Sinner statt. Prime Video überträgt das Endspiel für alle Tennis-Zuschauerinnen und -Zuschauer mit einem kostenlosen Amazon-Account. Bereits am Samstag, 11. Juli, gewann Linda Noskova das tschechische Finale gegen Karolina Muchova in einem packenden Drei-Satz-Match und fast 2,5 Stunden Spielzeit.

Wir geben einen Überblick über den Wimbledon-Spielplan 2026 und darüber, wo Sie die Partien im Fernsehen verfolgen können.

Wimbledon-Spielplan der Männer

Wimbledon-Spielplan der Frauen

Deutsche Tennisspielerinnen und -spieler bei Wimbledon

Vier deutsche Männer und fünf Frauen haben es ins Hauptfeld geschafft. In Runde 1 schieden schon fünf aus: Tamara Korpatsch,  Eva Lys, Ella Seidel und Vorjahres-Viertelfinalistin Laura Siegemund sowie Daniel Altmaier. Für Tatjana Maria und Yannick Hanfmann war in der zweiten Runde Schluss.

Nur Jan-Lennard Struff und Alexander Zverev kamen weit. Struff gewann seine Zweitrunden-Partie im Match-Tiebreak mit 10:7 gegen Nakashima. Zverev ließ Royer keine Chance.

Sensationell besiegte Struff den favorisierten Russen Daniil Medwedjew in drei Sätzen. Im letzten Satz holte er ein 2:5 auf. Zverev wiederum ließ Giron in der dritten Runde keine Chance und besiegte den US-Amerikaner trotz einiger Schwierigkeiten in drei Sätzen.

Im Achtelfinale holte Struff einen 2:0-Satzrückstand auf und glich aus. Gegen Ende des 4. Satzes war Hurkacz körperlich gezeichnet und gab im fünften Satz verletzt auf. Zverev musste sein Achtelfinale auf zwei Tage verteilt spielen und siegte trotz einiger Schwierigkeiten gegen Jiri Lehecka.

Für Struff war gegen Jannik Sinner Schluss. Er lieferte gegen den Weltranglistenersten einen harten Kampf, hatte aber in den entscheidenden Punkten das Nachsehen.

Mit einer brillanten Leistung spielte sich Zverev ins Halbfinale. Fritz, gegen den er zuletzt sieben Niederlagen in Folge hinnehmen musste, hatte keine Chance. Am Freitag ging es gegen den Lokalmatador Arthur Fery, der es mit einer Wildcard ins Halbfinale geschafft hat.

Im ersten Satz hatte Zverev noch ein paar Probleme - bis zum Tiebreak, in dem er keinen Punkt abgab. Danach war beinahe Einbahnstraßentennis. Mit 6:2 und 6:4 zog Zverev in sein zweites Grand-Slam-Finale in Folge. Dort trifft er am Sonntag, 12. Juli, auf Jannik Sinner oder Novak Djokovic. Zverev hat damit als erster Deutscher alle Endspiele der vier großen Turniere erreicht.

Tennis-Strategieanalyst O’Shannessy

:„Zverev musste lernen, das Schwert zu benutzen“

Ewig rannte Alexander Zverev einem Grand-Slam-Sieg hinterher, plötzlich gewinnt er die French Open und könnte sogar in Wimbledon triumphieren. Experte Craig O’Shannessy erklärt, wie der Deutsche mit 29 ein völlig neuer Spieler wurde.

Finale

Halbfinale

Viertelfinale

Achtelfinale

3. Runde:

Serena Williams in Wimbledon

:Ein umjubelter Auftritt mit Misstönen

Die 44-jährige US-Amerikanerin unterliegt bei ihrem Tennis-Comeback im All England Club der Australierin Maya Joint, 20 – und gibt danach Rätsel auf.

2. Runde

1. Runde

Wimbledon

:Sogar der Wüstenbussard ist hier ein Star

Pimm’s auf dem Hügel, Dresscode für die Spieler und ein Vogel auf Taubenjagd: Kein Grand-Slam-Turnier tickt wie der Rasenklassiker im All England Club.  Eindrücke von einer sehr eigenen Tennisbühne.

Wimbledon 2026 im TV und Livestream

Die Übertragungsrechte für „The Championships“ liegen bei Amazon Prime. Der Streamingdienst ermöglicht Zuschauern, Spiele auf acht Courts zu sehen. Vom 29. Juni bis 6. Juli startet die Übertragung jeweils um 12 Uhr mit der Analyse im Studio und den Außencourts. Ab 14 Uhr laufen die ersten Matches auf Court 1. Ab 14.30 Uhr wird dann auch Live-Tennis vom Centre Court gezeigt, wenn dort das erste Spiel des Tages beginnt. Beide Plätze stehen in einem Einzelstream zur Verfügung. Welche sechs Außencourts ab 12 Uhr übertragen werden, entscheidet Amazon tagesaktuell je nach Ansetzung.

Neben Andrea Petkovic werden in diesem Jahr auch Angelique Kerber (Wimbledon-Siegerin von 2018) und Tommy Haas (Wimbledon-Halbfinalist 2009) als Experten am Mikrofon zu hören sein. Ebenfalls dabei sind unter anderem der Wimbledonsieger von 1991, Michael Stich, sowie Mischa Zverev und Barbara Rittner. Insgesamt begleiten zwölf verschiedene Kommentatoren die Matches.

Tennis

:Serena Williams feiert Einzel-Comeback in Wimbledon

Im Alter von 44 Jahren will die US-Amerikanerin auch als Solistin beim Rasenklassiker antreten. Der All England Club gibt ihr eine Wildcard.

Favoritinnen und Favoriten bei Wimbledon

Selten war das Turnier so offen wie dieses Jahr: Die Vorjahressieger Jannik Sinner und Iga Swiatek sind nicht in Topform. Sinner, der zwar 2026 in den ersten Monaten fast alles gewann, verlor entkräftet in der Hitze von Paris nach einer 2:0-Satzführung und hat danach bis zum ersten Aufschlag in Wimbledon pausiert. Swiatek schied überraschend auf ihrem Lieblingsbelag, auf Sand, bei den French Open im Achtelfinale aus. Zu den Favoritinnen zählt neben der Weltranglistenersten Aryna Sabalenka auch Jessica Pegula, Coco Gauff (beide USA) und die Tschechinnen Linda Noskova sowie Marie Bouzkova, die jeweils ein Vorbereitungsturnier gewannen.

Bei den Männern fehlt der Vorjahresfinalist und zweimalige Sieger Carlos Alcaraz, der an einer Handgelenksverletzung laboriert. Auch der frühere Seriensieger Novak Djokovic (sieben Titel in Wimbledon) scheint mit 39 Jahren nicht mehr in der Form zu sein, den harten Anforderungen eines Grand-Slams gerecht zu werden. Auf Rasen spielt der US-Amerikaner Taylor Fritz (Vorjahres-Halbfinalist, Halle und Stuttgart-Finalist) gut, auch wenn 2026 bislang nicht sein Jahr war. Die Vorbereitungsturniere gewannen Ben Shelton (USA), Frances Tiafoe (USA), Francisco Cerundolo (Argentinien) und Kamil Majchrzak (Polen).

French-Open-Siegerin Andrejewa

:Erfolg, der süchtig macht

Mirra Andrejewa, hochbegabt, witzig und reflektiert, gewinnt im Alter von 19 Jahren die French Open. Ihren ersten Grand-Slam-Sieg verdankt sie der Expertise ihrer Trainerin Conchita Martínez – und dem festen Glauben an ihre eigenen Fähigkeiten.

Wie viel Preisgeld wird vergeben?

Männer und Frauen erhalten das gleiche Preisgeld. Wer es in die erste Runde schafft, darf sich bereits über rund 92.000 Euro freuen. Die Turniersieger im Einzel bekommen je etwa 4,2 Millionen Euro. Insgesamt werden 74,3 Millionen Euro verteilt, was rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr sind.

Wimbledon-Sieger und -Siegerinnen seit 2015