Gottesdienst zu „König der Löwen“ zieht mehr als 700 Besucher an

Stand: 28.07.2026, 13:42 Uhr

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Wunderschöne Stimmen: Ein Teil des Kammerchores bei der musikalischen Inszenierung von „Der König der Löwen“.

Wunderschöne Stimmen: Ein Teil des Kammerchores bei der musikalischen Inszenierung von „Der König der Löwen“. © Foto: Chris Cortis

In der St.-Crucis-Kirche verbanden Kammerchor und Jugendchor das Disney-Musical mit einer Predigt. Ein Sänger verteilte im Löwenkostüm Süßigkeiten an Kinder.

Bad Sooden-Allendorf – „Hakuna Matata“ ist eine häufig benutzte Redewendung, die aus der ostafrikanischen Sprache Suaheli stammt und so viel bedeutet wie „Kein Grund zur Sorge“ oder „Alles in bester Ordnung“. Dass dem aber keineswegs immer so ist, weiß wohl jeder Mensch aus eigener Erfahrung, und das wurde am Sonntag deutlich in einer Art Parabel am Beispiel des vor über 30 Jahren in den Walt-Disney-Studios verfilmten Musicals „Der König der Löwen“.

Genau das zog am Sonntag über 700 Besucher in den Bann bei einem bewegenden Gottesdienst, der in der St.-Crucis-Kirche Musik, Glauben und Gemeinschaft zu einem besonderen Erlebnis verband. Ein Hauch Afrika schwebte durchs Kirchenschiff, dessen Altarraum, in luftiger Höhe flankiert von zwei Löwenköpfen in Form von Ballons, ebenerdig geschmückt war mit echtem Gras aus der Savanne.

Die Handlung des Musicals in Kurzform: Der junge Löwe Simba wächst als Sohn von König Mufasa in der afrikanischen Savanne auf. Als Simbas eifersüchtiger Onkel Scar den Thron an sich reißen will, lockt er Mufasa in eine Falle und tötet ihn. Simba flieht. Jahre später der Wendepunkt: Simba verliebt sich („Can you feel the love today“), hört die Stimme seines getöteten Vaters („Remember, who you are“), kehrt zurück, besiegt Scar im Kampf und übernimmt als rechtmäßiger König den Thron.

Unter der musikalischen Leitung von Kantor Maximilian Göllner am Piano, setzten der Kammerchor und der Jugendchor der Stadtkantorei die Geschichte glänzend um. Bei Liedern wie „Circle of Life“ zeigten sie sich in sämtlichen Stimmlagen von der allerbesten Seite.

Der tut keinem weh: Volker Hux im Löwengewand mit Pfarrer Hubertus Spill.

Der tut keinem weh: Volker Hux im Löwengewand mit Pfarrer Hubertus Spill. © Chris Cortis

Optisch in Szene gesetzt wurde das weltberühmte Musical auf einer Leinwand durch bewegte Bilder aus der afrikanischen Tierwelt – mit einer Ausnahme: Kammerchor-Sänger Volker Hux war in das Kostüm eines zahmen Löwen geschlüpft und verteilte am Ende sogar Süßes an die jüngsten Besucher.

Und Pfarrer Hubertus Spill? Der zog Parallelen zwischen dem Schicksal Simbas und den Lebenswegen der Menschen: vom jugendlichen Ungestüm, über die Flucht vor der eigenen Verantwortung bis hin zur Liebe und der Erinnerung an das, was er wirklich ist

Fazit des Geistlichen: Des Menschen Krönung sei die unerschütterliche Liebe Gottes. Viel Applaus gab’s und am Ende dann doch ein „Hakuna Matata“. (Chris Cortis)