Gleich zum Saisonstart: VfB Hallbergmoos steht schweres Auswärtsspiel bei Türkgücü München bevor
Stand: 17.07.2026, 13:14 Uhr
Kommentare

Der VfB Hallbergmoos gastiert am Sonntag zum Landesliga-Auftakt beim SV Türkgücü München. Der Gegner ist für viele der absolute Topfavorit.
Hallbergmoos – Ist es nur das erste Saisonspiel? Oder vielleicht doch schon das Treffen der Giganten, von denen einer am Ende die Meisterschaft feiert? Am Sonntag (14 Uhr) jedenfalls tritt der VfB Hallbergmoos zum Landesliga-Auftakt beim SV Türkgücü München an, der von den Namen her den prominentesten Kader der ganzen Liga hat. Das riecht nach einem echten Spitzenspiel.
Über den Gegner spricht gerade die ganze Liga – aber wir sprechen über uns selbst.
Türkgücü München ist zweimal hintereinander abgestiegen – von der Regional- in die Landesliga. Der nun neu zusammengebaute Kader ist jedoch extrem spannend. Stürmer Mohamad Awata war in der Regionalliga (Heimstetten, Schweinfurt) ein gefürchteter Offensivspieler. Albion Vrenezi trug in der 2. Bundesliga das Trikot des SSV Jahn Regensburg. Die Liste könnte man lange weiterführen. Deshalb hat sich die Liga auf die Münchner als Topfavorit festgelegt.
„Über den Gegner spricht gerade die ganze Liga“, sagt auch der Hallbergmooser Trainer Andreas Giglberger. „Aber wir sprechen über uns selbst.“ Zuletzt beim 4:0 im letzten Testspiel gegen den SE Freising hat ziemlich viel funktioniert beim VfB. Rechtzeitig zum ersten Landesliga-Match hat Giglberger den ganzen Kader beisammen. „Wir freuen uns auf den Saisonstart“, betont der Coach. Auch wenn der Gegner Türkgücü heißt, sieht er keine übermäßige Bedeutung. „Es ist immer noch der erste Spieltag einer langen Saison.“ Aber: Man werde hochmotiviert die Bezirkssportanlage an der Heinrich-Wieland-Straße betreten.
„Wir werden uns sicher nicht hinten reinstellen“, kündigt Giglberger an. Er weiß einiges über Türkgücü und deren Premium-Offensive. Und er weiß auch, dass die Fragezeichen des Luxuskaders in der Defensive liegen. Der Plan: „Wir werden ihnen keinen Raum geben. Dann müssen sie zeigen, ob sie unsere offensiven Leute 90 Minuten verteidigen können.“ Giglberger erwartet Landesliga-Topniveau und ein ziemlich schnelles Spiel. Es werde der gegenseitige Respekt potenzieller Topteams vorherrschen.
In der Vorbereitung entwickelte sich Neuzugang Benedikt Orth wie erwartet zu einem Anker der in der abgelaufenen Runde oft wackligen Defensive. Mit einer Ausnahme agierte Orth auf der Sechs und sein Spielertrainer-Kollege Andreas Kostorz wie in der vergangenen Saison in der Innenverteidigung. Sollte nun der Promi-Angriff von Türkgücü maximal aufdrehen, kann Orth jederzeit das Abwehrzentrum verstärken. Hinten steht mit Sebastian Kolbe ein Keeper, der auch mal die Unhaltbaren halten kann. Nach David Hundertmark fehlte zuletzt ein Top-Torhüter.
Die spannendste Frage beim VfB wird die nach der Sturmbesetzung sein. Bei der Testspiel-Generalprobe gegen Freising (4:0) startete Arian Kurmehaj. Der eingewechselte Valentin Bamberger machte dann ein Tor. Fabian Diranko steuerte sogar Tor und Vorlage bei. Und auch Emil Kierdorf, Shootingstar der vergangenen Saison, bekam ein paar Minuten. Für Kierdorf sollte das Spiel zu früh kommen, aber die anderen drei Kandidaten scharren schon mit den Hufen.
Coach Giglberger arbeitet mit viel Fleiß an Mannschaft und Matchplan. Aber er weiß auch: „Am Ende entscheidet die Qualität der Einzelspieler. Es ist das Spiel der Spieler und nicht der Trainer.“ Er und sein Team könnten dem kickenden Personal nur verschiedene Optionen an die Hand geben. In der Offensive hofft man jedenfalls, durch Neuzugang Felix Günzel und Rückkehrer Diranko noch unberechenbarer zu sein.