Gegen die Expansion von Krabbeltierchen in Rhein-Main
Stand: 24.07.2026, 18:14 Uhr
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In Trebur werden Gartenabfälle verbrannt, damit sich der Japankäfer nicht ausbreitet. Die Große Drüsenameise hat dagegen schon im Rhein-Main-Gebiet Fuß gefasst.
Mit fünf Japankäfern, die am 15. Juni in Trebur (Kreis Groß-Gerau) gefunden wurden, fing alles an. Eine Woche später waren es schon 200 Exemplare des invasiven Schädlings, der mehr als 400 Pflanzenarten frisst – unter anderem Obstbäume, Mais und Weinreben. Um seine weitere Verbreitung einzudämmen, hat das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt der Gemeinde Trebur am Freitag in einer Ausnahmezulassung das Verbrennen pflanzlicher Abfälle gestattet.
Gartenabfälle werden wegen Japankäfer-Invasion verbrannt
Die Bürger:innen dürfen ihre Gartenabfälle aber nicht selbst verbrennen, das ist nur der Gemeinde erlaubt, die aufgrund der Käferinvasion einen entsprechenden Antrag beim RP gestellt hat. Die Abfälle aus dem Gemeindegebiet werden auf einer freien Fläche gegenüber dem kommunalen Wertstoffhof angezündet. Das muss laut Regierungspräsidium zu festgelegten Zeiten und unter ständiger Aufsicht der Feuerwehr erfolgen.
Die Behörde hat die Erlaubnis zum Verbrennen der pflanzlichen Abfälle ab sofort bis zum 31. Oktober erteilt. Die Gemeinde muss sich laut Pressestelle des RP aber erst noch mit der Feuerwehr abstimmen. Grün- und Astschnitt, der im Umkreis von sechs Kilometern um den Fundort anfällt, darf zudem von Mai bis Ende September nicht aus diesem Bereich herausgebracht werden.
In Seligenstadt ist Große Drüsenameise jetzt auch nachgewiesen
In der Wetterau, im Kreis Offenbach, im Raum Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg hat die Große Drüsenameise Fuß gefasst. Die bis zu fünf Millimeter großen Tiere stammen aus dem Mittelmeerraum, wurden unbeabsichtigt mit mediterranen Pflanzen eingeschleppt und breiten sich, begünstigt durch steigende Temperaturen, immer mehr in Hessen aus.
Die invasive Art bildet riesige Superkolonien mit vielen Königinnen und ist schwer zu bekämpfen. Die Ameisen können große Schäden anrichten: Sie unterhöhlen den Boden, wodurch Pflastersteine, Terrassenplatten oder Fundamente absinken, können auch Kabel beschädigen und in Hauswände eindringen.
Den jüngsten Fund gab es jetzt in Seligenstadt (Kreis Offenbach). Dort werden die Ameisen mit dem Heißwasserdampfverfahren bekämpft.
