Festnahmen! Zivilpolizisten aus BMW heraus mit Pistole bedroht
Spandau – Gefährliches Spiel mit einer Schusswaffe. Zwei junge Männer (18, 20) zog die Polizei Sonntagfrüh in Berlin-Spandau aus dem Verkehr. Aus einem BMW heraus hatten sie mit einer Pistole auf Autofahrer gezielt, auch auf Zivilfahnder der Kriminalpolizei!
Einem Polizeisprecher zufolge kam es gegen 1.40 Uhr auf der Charlottenburger Chaussee zu der Bedrohung. Dort waren Ermittler einer sogenannten K1-Streife unterwegs, als sie auf der linken Spur von einem BMW überholt wurden. Beim Überholen richtete der Fahrer plötzlich eine Pistole auf den Beamten auf dem Beifahrersitz, alle drei Polizisten im Wagen gingen reflexartig in Deckung. Der BMW fuhr weiter.
Die Fahnder forderten über Funk Verstärkung an und folgten dem verdächtigen Fahrzeug, in dem drei Männer, eine Frau und eine Jugendliche saßen. Auf Höhe der Landespolizeischule wiederholten die Verdächtigen die gefährliche Aktion und zielten erneut auf einen bislang unbekannten Autofahrer.
Weiterer Autofahrer bedroht
„Polizistinnen und Polizisten des Abschnitts 22 stoppten das Fahrzeug schließlich an der Kreuzung Ruhlebener -, Ecke Klosterstraße“, so Sprecher Stefan Petersen-Schümann. Mit gezogenen Dienstwaffen holten die Beamten alle aus dem Fahrzeug. Drei Männer im Alter von 20 und zweimal 18 Jahren, eine Frau (24) und eine 17-Jährige! Alle mussten sich mit den Händen über den Köpfen auf den Boden legen.
Der BMW wurde durchsucht. Im Wagen fanden die Fahnder statt scharfer Waffen drei Spielzeugpistolen. Sie wurden alle beschlagnahmt. Für den 20 Jahre alten Fahrer des Wagens, der einen bosnisch-serbischen Migrationshintergrund hat, hat die Bedrohung weitreichende Folgen: Sein Führerschein und das Auto wurden beschlagnahmt!
Gegen ihn und die übrigen Insassen, die russische beziehungsweise deutsch-türkische Wurzeln haben, wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Bedrohung mit Waffen und Nötigung ermittelt.
Die 20 und 18 Jahre alten Tatverdächtigen wurden für erkennungsdienstliche Maßnahmen vorübergehend festgenommen und erst später wieder freigelassen. Die übrigen Mitfahrer durften nach Hause gehen. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.