Erster Dorfflohmarkt in Riede Ende August: 50 Anmeldungen in drei Wochen

Stand: 28.07.2026, 07:02 Uhr

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Ziehen gemeinsam an einem Strang für den ersten Rieder Dorfflohmarkt (v.l.): Bernd Kamp, Marcel Smolka, Karoly Mohr und Rouven Schiemann.

Ziehen gemeinsam an einem Strang für den ersten Rieder Dorfflohmarkt auf dem Parkplatz des örtlichen Supermarktes (v.l.): Bernd Kamp, Marcel Smolka, Karoly Mohr und Rouven Schiemann. © Christian Walter

Drei Rieder organisieren am 23. August den ersten Dorfflohmarkt auf dem Supermarktparkplatz. Die Standgebühren gehen komplett an gute Zwecke im Ort.

Riede – In Felde gab es in diesem Jahr bereits einen Flohmarkt, in Heiligenbruch ebenfalls. Da kann sich der größte Ort der Gemeinde doch nicht lumpen lassen, dachten sich daraufhin drei Rieder. „Wir wollen jetzt keinen Lokalpatriotismus aufkommen lassen, aber wir haben gesagt: Riede braucht auch einen“, erklärt Bernd Kamp, der am Sonntag, 23. August, die Idee für den ersten Rieder Dorfflohmarkt, die er mit zwei Freunden entwickelt hat, in die Tat umsetzt.

Standortfrage war schnell geklärt

Erst vor etwas mehr als drei Wochen hätten sie angefangen, zu planen, erzählt Rouven Schiemann aus dem Initiatoren-Trio, und schnell habe sich natürlich die Standortfrage gestellt. Die erste Idee sei gewesen, den Flohmarkt auf einem Feld an der Wegstätte stattfinden zu lassen. „Aber dann haben wir gesagt: Wir fragen mal Herrn Mohr, weil er auch oft Lust hat, was Außergewöhnliches zu machen“, so Schiemann. „Herr Mohr“ ist Karoly Mohr, der Inhaber des Rieder Nah & Gut-Marktes (früher NP). Auf dessen Parkplatz wird die Veranstaltungspremiere stattfinden. „Er hat sofort gesagt: Ja klar, machen wir“, freuen sich die Organisatoren. „Hier ist der Flohmarkt von der Straße aus gut sichtbar, die Zuwegung ist besser, es ist gepflasterter Untergrund, das ist einfach der ideale Platz“, findet Marcel Smolka, der Dritte im Bunde.

Standgebühren fließen in gute Zwecke

„Wichtig ist uns, dass wir daran nichts verdienen wollen, sondern die Standgebühren an gute Zwecke in Riede spenden möchten“, betont Schiemann. Für einen Drei-Meter-Stand werden zehn Euro berechnet, wer sein Auto dahinterstellen möchte, zahlt 15. Kinder können kostenlos eine Decke ausbreiten. Die Empfänger der Standgelder sind gerade in der Abstimmung. Die Verkaufserlöse an sich soll natürlich jeder Anbieter selbst behalten können. Zugleich dürfen die Standbeschicker mitbestimmen, wohin ihre Gebühren fließen sollen. „Jeder bekommt eine Stimme“, so Schiemann.

Restplätze sind noch vorhanden. Gerne schnell sein.

Seit der ersten ortsinternen Werbung per Flyer, Messenger oder Mund-zu-Mund-Propaganda „haben wir schon 180 Meter gebuchte Standfläche und mehr als 50 Anmeldungen“, erklärt das Trio. Die meisten seien aus der Gemeinde Riede, aber auch aus Thedinghausen, Emtinghausen, Syke und Weyhe hätten sich Interessierte gemeldet. Maximal 80 wollen und können sie zulassen. „Restplätze sind noch vorhanden. Gerne schnell sein“, sagt Schiemann. Anmeldungen sind möglich per E-Mail an [email protected].

Wenn wir das kontinuierlich machen wollen, soll unser Angebot auf keinen Fall mit dem in Thedinghausen kollidieren.

Der große Zulauf bestärkt die Organisatoren in der Idee, den Rieder Dorfflohmarkt dauerhaft zu etablieren. „Erst mal ist das jetzt ein Testballon“, so Kamp. „Aber wenn wir das kontinuierlich machen wollen, soll unser Angebot auf keinen Fall mit dem in Thedinghausen kollidieren.“ Mit dem dortigen Betreiber Dieter Ehlen, der den Flohmarkt am ZOB regelmäßig am ersten Sonntag im Monat auf die Beine stellt, habe er sich bereits abgestimmt, berichtet Kamp. Für Riede sei ein solches Angebot zwei- bis dreimal jährlich denkbar.

Mehr als nur ein Flohmarkt

Das Veranstaltertrio plant neben dem Flohmarkt an sich, dessen Aufbau am Veranstaltungstag um 9 Uhr startet und für den die Verkaufszeit von 10 bis 15 Uhr läuft, auch noch eine Hüpfburg für Kinder aufstellen zu lassen. Zudem werde die Karnevalsabteilung des MTV Riede Crêpes und Getränke anbieten, und der ansässige Bäcker werde bis 15 Uhr, also länger als sonntags üblich, öffnen. Eventuell beteilige sich die Feuerwehr auch noch mit einem Bratwurstgrill. „Das klärt sich noch“, so Kamp. Aber wenn das alles so kommt, „können wir hier sogar eine Art kleines Dorffest aufziehen“. Und mit der Hilfe der Feuerwehr wurde für die Gäste auch eine Lösung für die Toilettenfrage gefunden: Gegenüber im Feuerwehrhaus stellt die Ortswehr ihre sanitären Anlagen zur Verfügung.

Parkplätze an den Sportstätten

Besucher werden nicht auf der Veranstaltungsfläche parken können. „Aber wir haben mit dem MTV besprochen, dass wir Parkplätze bei der Sporthalle und am Sportgelände Segelhorst ausweisen dürfen“, berichten die Organisatoren. Auch an der dorthin führenden Straße Auf dem Felde soll nicht geparkt werden. „Wir können nur appellieren, gerade an die Leute, die aus der Nähe sind, dass sie am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen“, betont Marcel Smolka.

Ich war von Anfang an Feuer und Flamme. Ich will nicht nur hier selbstständig sein, sondern dem Ort auch was zurückgeben. Das liegt mir echt am Herzen.

Für Nah & Gut-Inhaber Karoly Mohr war es keine Frage, die Veranstaltung auf seinem Parkplatz möglich zu machen. „Ich war von Anfang an Feuer und Flamme“, erklärt er. „Ich will nicht nur hier selbstständig sein, sondern dem Ort auch was zurückgeben. Das liegt mir echt am Herzen.“

Mit Blick auf das unterstützende Miteinander im Ort sagt Bernd Kamp zur anstehenden Dorfflohmarktpremiere: „Wir sind alle total heiß drauf und freuen uns jeden Tag, dass es immer einer weniger wird.“