„Gefährlich. Unmöglich“: Lawinen und Steinschlag – Bergsteigerin warnte Dahlmeier vor schlimmem Unglück

Erfahrene Bergsteigerin warnte Laura Dahlmeier schon Tage vor dem tödlichen Unglück

Stand: 27.07.2026, 07:16 Uhr

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Am Dienstag jährt sich der Todestag von Laura Dahlmeier zum ersten Mal. Nun berichtet eine Spanierin, was sie ihr vor dem Aufstieg zum Laila Peak mitteilte.

Karakorum – „Mein Kletterpartner Andres und ich schauten uns nur an – und mussten eigentlich gar nichts sagen. Das ging nicht.“ So gesagt von Maria Martin. Eine Bergsteigerin aus Barcelona, die laut eigener Aussage seit fast zwei Jahrzehnten ihre „gesamte Freizeit damit verbringt, Berge zu besteigen“. Eben jene Maria Martin traf Laura Dahlmeier wenige Tage vor dem tödlichen Unglück.

Laura Dahlmeier verunglückte im Karakorum-Gebirge tödlich.

Laura Dahlmeier verunglückte im Karakorum-Gebirge tödlich. © dpa / Matthias Balk

Die deutsche Wintersport-Ikone war bekanntlich am 28. Juli 2025 bei einem Bergunfall am Laila Peak im pakistanischen Karakorum ums Leben gekommen. Dahlmeier, selbst ausgebildete Bergführerin, wurde beim Abseilen auf rund 5700 Metern von einem Steinschlag getroffen. Ihre Seilpartnerin Marina Krauss überlebte die Katastrophe.

Bergsteiger berichtete Laura Dahlmeier vor Unglück von Lawinen und Steinschlag

Die Rettungskräfte konnten nicht mehr zu Dahlmeier vordringen. Wegen der instabilen Verhältnisse, weiterer Steinschlaggefahr und eines Wetterumschwungs wurde eine Bergung als zu riskant eingestuft. Zudem hatte Dahlmeier schriftlich festgehalten, dass niemand sein Leben für die Bergung ihres Leichnams riskieren solle.

Maria Martin, die bei Instagram dank ihrer Kletter-Abenteuer über 63.000 Follower hat, bestätigte die schlechten Witterungsbedingungen im Karakorum-Gebirge: „Das Wetter war so wechselhaft. Wir hatten vielleicht zwei Stunden Sonne pro Tag, sonst nur Regen. Im Basecamp kamen ständig Lawinen runter, dazu Steine und Eis.“

Als Dahlmeier und Krauss sie dann ansprachen, hätte die Spanierin „in gebrochenem Englisch versucht zu erklären: „Gefährlich. Unmöglich.“ Diese Unterhaltung habe am 24. Juli stattgefunden, so Martin. Die Bergsteigerin weiter: „Die schlimmsten Lawinen kamen tatsächlich erst runter, als Laura das Basecamp schon wieder verlassen hatte.“ Der 28. Juli wird damit immer in trauriger Erinnerung bleiben.

Der Deutsche Skiverband verkündete zu Ehren der Vorzeigeathletin kürzlich, dass der Laura-Dahlmeier-Preis ins Leben gerufen werde. Eine mit 5000 Euro dotierte Ehrung für Nachwuchsathleten. DSV-Vorstandsmitglied Stefan Schwarzbach. „Laura können wir nicht ersetzen und wir werden sie nie vergessen. Aber wir können dafür sorgen, dass die Werte, für die sie stand, auch in Zukunft junge Sportlerinnen und Sportler inspirieren.“ (rele)