"Karls Erlebnisdorf" in Oberhausen hat geöffnet - so lief der Start für den neuen Freizeitpark

Um Punkt 11:08 Uhr ertönt ein lauter Knall am Centro in Oberhausen. Buntes Konfetti fliegt aus einer großen Kanone. Einige Menschen jubeln. Eine Blaskapelle spielt "Ihr seid das Ruhrgebiet". Es ist der Moment, auf den schon Hunderte vor einem Holztor warten: "Karls Erlebnisdorf" ist eröffnet.

Die Menschen drängen sich sofort in die große Eingangshalle des Parks. Genauer: die große Verkaufshalle. Hier gibt es alles, was entfernt mit Erdbeeren zu tun hat. Erdbeermarmelade und Erdbeerbowle, Erdbeerbrot und Erdbeer-Chili-Öl. Aber auch Kirschlikör und Salami - ganz ohne Erdbeeren. Erst wer zwischen den Regalen durchgelaufen ist, kommt auf das weitläufige Gelände des Parks.

Erste Besucher erobern "Karls Erlebnisdorf" in Oberhausen

"Wir haben schon gespannt auf die Eröffnung gewartet", sagen Celine und Natalia. Die beiden sind mit ihren Kindern aus Wuppertal gekommen. Sie kennen schon das "Karls Erlebnisdorf" in Rövershagen in Mecklenburg-Vorpommern und freuen sich, dass es jetzt einen Park in der Nähe gibt. Die Kinder sind gerade mit einem Erdbeerspiel an einer Wand beschäftigt, "es ist schön, wenn die Kinder strahlen", sagen sie. Und: "Das Konzept ist einmalig."

Einmalig erdbeerig. Der Park ist komplett durchdesigned. Von der Erdbeer-Rutsche am Eingang bis zum Sonnenschirm, vom Sitzkissen bis zur Kletter-Erdbeere. Alles leuchtet hier in erdbeerrot. Auch die breit grinsende Erdbeer-Raupenbahn, die ihre Runden im familienfreundlichen Tempo dreht. Direkt daneben dreht sich der Erdbeer-Döner. Ein Karussell mit einem Dönerspieß in der Mitte.

Park im Ruhrgebiet im Zeichen der Erdbeere

Wer jetzt Lust aufs Essen bekommen hat, wird schnell fündig. Am Stand daneben gibt es tatsächlich einen Erdbeer-Döner mit rot gefärbtem Fladenbrot. "Absolut genial", sagt Kevin aus Bottrop, "schmeckt aber so wie ein normaler Döner". Auch Alicia und Christian am selben Tisch sind vom Park begeistert: "Hier hat man sich viel Mühe gegeben, mit ganz viel Liebe zum Detail".

Das kommt auch bei anderen gut an. Der Park füllt sich trotz des mäßigen Sommerferienwetters schnell. Überall sieht man spielende Kinder und lächelnde Eltern. An der großen Kartoffelsackrutsche genauso wie auf der Treckerbahn und dem Erdbeer-Hüpfkissen.

Erdbeerdorf-Erfinder ist zufrieden

Ein besonders breites Grinsen hat Robert Dahl auf den Lippen. Er ist der Erfinder der Erdbeer-Erlebnisdörfer, gilt als Deutschlands Erdbeer-König. Seine Familie hat einen Erdbeerhof, im Laufe der Jahre sind Hunderte Verkaufsstände in Deutschland dazugekommen. Aus dem landwirtschaftlichen Betrieb ist eine Marke geworden.

Bei seinen Eröffnungsworten in Oberhausen muss er kurz schlucken. "Das ergreift mich", sagt er mit Blick auf die vielen Menschen, die beim Bau des Parks geholfen haben. Insgesamt rund 600 Menschen waren hier in den letzten Monaten beschäftigt.