Eislaufbahn in Poing kommt wohl an den Volksfestplatz
Stand: 24.07.2026, 18:00 Uhr
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Der Poinger Marktplatz ist wegen Lärm und fehlender Stromkapazität für eine Eisbahn ungeeignet. Bürgermeister Thomas Stark will nun mit potenziellen Betreibern über den Volksfestplatz verhandeln.
Poing – Es ist zwar noch Sommer und die Temperaturen entsprechend hoch – trotzdem wurde am Donnerstag in der Gemeinderatsitzung über eine Eisbahn diskutiert. Die stand bereits im September letzten Jahres auf der Tagesordnung – eingebracht als Antrag der Fraktion CSU-Aktive Bürger.
Eislaufbahn in Poing: Jetzt soll mit potenziellen Betreibern verhandelt werden
In der Sitzung wurden von Thomas Halbritter, Leiter des Poinger Baubetriebshofes, die einzelnen, infrage kommenden Standorte, präsentiert. Als bevorzugtes Areal der Antragsteller wurde der Marktplatz untersucht und als „für das Vorhaben nicht geeignet“ klassifiziert. Halbritter nannte dafür zwei Ausschlusskriterien: Zum einen wegen des Lärmschutzes, der aufgrund der Wohnbebauung an der Marktstraße und der damit verbundenen Überschreitung der zulässigen Immissionsgrenzwerte – eine lärmtechnische Voruntersuchung wurde durch ein Fachbüro durchgeführt. Zum anderen die Probleme mit der Stromversorgung: Während des Christkindlmarktes könnte durch den zusätzlichen Betrieb einer Eisbahn die vorhandene elektrische Anschlussleistung nicht ausreichen.
Ebenfalls ungeeignet sind die Flächen bei den ehemaligen Stockbahnen im Sport-, Freizeit- und Erholungszentrum. Grund: Es fehlen die erforderlichen Versorgungsanschlüsse – beispielsweise kein ausreichender Stromanschluss und Abwasseranschlüsse für Gastronomie und Toiletten.
Jedoch hatte der Bauhofchef noch ein Ass im Ärmel: den Volksfestplatz Am Hanslbrunn. Der verfügt zwar über die erforderlichen Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse, hat aber fehlende Platzbeleuchtung und unbefestigten Untergrund mit erhöhtem Winterdienstaufwand.
Bürgermeister Thomas Stark sagte: „Wir konzentrieren uns auf den Volksfestplatz“. Er will über diesen Standort nochmals mit den beiden potenziellen Betreibern verhandeln. Die fordern einen Betrieb über einen Zeitraum von etwa fünf bis sechs Wochen sowie eine Refinanzierung über Gastronomie, Veranstaltungen, Sponsoring und Werbung. Dazu Thomas Stark: „Eine Übernahme des wirtschaftlichen Risikos durch die Gemeinde kommt nicht in Betracht.“ Trotzdem wird die Verwaltung weitere Gespräche zur Klärung der Wirtschaftlichkeit und Geeignetheit des Standortes führen und den Gemeinderat über die Ergebnisse informieren. Der hat einstimmig die Vorgehensweise angenommen.