Ein ganz besonderer Spaziergang durch den Wald

Stand: 24.07.2026, 18:00 Uhr

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 Freuen sich auf viele Besucher: (v.l.) Anton Zick von der Waldgenossenschaft, Försterin Sonja Scheurer, Kilian Stimm (Abteilungsleiter Forst AELF) und Florian Schmid (AELF).

Freuen sich auf viele Besucher im Wald: (v.l.) Anton Zick von der Waldgenossenschaft, Försterin Sonja Scheurer, Kilian Stimm (Abteilungsleiter Forst AELF) und Florian Schmid (AELF). © Sabine Lehmann

In Schwabniederhofen können Besucher jetzt mit einem kostenlosen Audioguide durch den Wald wandern. An sechs Stationen wird erklärt, wie der Wald klimastabil umgebaut wird.

Schwabniederhofen – Der Geruch von Tannennadeln, Moos und feuchtem Laub, weicher Boden unter den Füßen, Vogelgezwitscher und ein Blick ins Grüne: Was gibt es Schöneres, als bei einem Spaziergang durch den Wald alle Sinne zu aktivieren?

Rundweg ist 2,4 Kilometer lang

Ab sofort können Freunde des Waldes und solche, die es werden wollen, mit einem Audioguide auch Wissen sammeln. Denn so ein gesunder Wald wächst nicht von allein, er muss akribisch gepflegt werden. 2,4 Kilometer lang ist der Rundweg durch das Gebiet der Waldgenossenschaft Schwabniederhofen. Gesprochen werden die Einheiten meist in Originaltönen der örtlichen Akteure: So sind unter anderem Robert Waldmann (Vertreter der Waldgenossen) und die Förster Sonja Scheurer und Ludwig Rabl zu hören. Zusätzlich kennzeichnen und beschreiben Schilder die Bestände.

 Neben dem Audioguide ist auch an Schildern erklärt, was an den einzelnen Stationen zu sehen ist.

Neben dem Audioguide ist auch an Schildern erklärt, was an den einzelnen Stationen zu sehen ist. © Sabine Lehmann

„Im gesamten Dienstgebiet des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) wurden über 20 Musterbestände zum Waldumbau herausgearbeitet“, erklärt Kilian Stimm, Abteilungsleiter Forst im AELF. Der Bereich umfasse die Landkreise Starnberg, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen. „Diese Musterbestände zeigen beispielhaft Maßnahmen eines zukunftsgerechten Waldumbaus in Alt- und Jungbeständen sowie auf Freiflächen“, so Stimm weiter.

Einfach App herunterladen

Seit etwa 40 Jahren wird Waldumbau betrieben. „Die Bäume wachsen langsam, darum läuft uns die Zeit davon“, so Försterin Scheurer. Sie macht die Pläne für die optimale Verteilung der Baumarten und setzt diese auch um. Eine Wissenschaft für sich. So müssen sowohl Lichteinfall als auch Verteilung stimmen. „Wenn eine Fläche zu licht ist, kommt der Wind und reißt alles um. Wenn sie zu dicht bepflanzt ist, kann nichts wachsen“, sagt Scheurer weiter.

Man habe aus den „Fehlern der vergangenen 100 Jahre“ gelernt und versuche nun, das Beste aus der Situation zu machen. „Früher wurde einfach abgeholzt und nichts nachgepflanzt“, sagt sie schulterzuckend. Doch der Klimawandel mache es nötig, von Fichten dominierte Wälder in klimastabile Wälder umzubauen.

Herunterzuladen ist der kostenlose Audioführer in der „BayernHistory App“. Er leitet per Rad oder Auto über die Station 1 auf freiem Feld zum Parkplatz (Station 2) am Ausgangspunkt des Spaziergangs auf Forstwegen durch den Wald. Bitte das Logo „Initiative Zukunftswald Bayern“ beachten, es weist den Weg.