Zürich: Weltweit höchste Kaufkraft trotz Rekordpreisen

Aktualisiert14. Juli 2026, 13:52

PreisvergleichEin Date in Zürich ist sehr teuer – nur eine Stadt noch happiger

Wer in Genf oder Zürich auf ein Date geht, muss besonders tief ins Portemonnaie greifen. Laut einer neuen Studie der Deutschen Bank führen die beiden Schweizer Städte das weltweite Ranking der teuersten Dating-Destinationen an. 

Martine Anastasiou

Darum gehts

Zürich und Genf bleiben laut der neuen Studie «Mapping the World's Prices 2026» der Deutschen Bank die teuersten Städte der Welt. Hinter den beiden Schweizer Städten folgen Tel Aviv, New York und San Francisco.

Der Spitzenplatz hat allerdings eine zweite Seite: Trotz der hohen Lebenshaltungskosten bleibt den Menschen in Zürich und Genf weltweit besonders viel Geld übrig. Beide Städte gehören zu den Spitzenreitern bei der Kaufkraft und beim verfügbaren Einkommen – und zählen gleichzeitig zu den wenigen Orten weltweit, die sowohl bei der Lebensqualität als auch beim verfügbaren Einkommen die Top 10 erreichen. Keine US-Stadt schafft das.

Welchen Faktor gewichtest du am stärksten, wenn du dir einen Wohnort aussuchst?

Ganz klar die Lebensqualität – dafür zahle ich auch gerne mehr.

Die Kosten sind entscheidend, ich muss mir das Leben leisten können.

Eine gute Balance aus beidem ist mir am wichtigsten.

Die Nähe zur Familie und zu Freunden ist für mich das A und O.

Ich habe keine Wahl, ich muss dort wohnen, wo mein Job ist.

Ich bin flexibel und ziehe dorthin, wo es mich gerade hinzieht.

Hier kostet ein romantisches Date am meisten

Wer in Genf oder Zürich auf Partnersuche ist, braucht ein gut gefülltes Portemonnaie. Im «Cheap Date Index» der Deutschen Bank belegen die beiden Schweizer Städte erneut die Spitzenplätze der teuersten Dating-Destinationen weltweit. Dahinter folgen Tel Aviv, Oslo und Kopenhagen. London fällt im Vergleich zu früher aus den Top 5.

Hier lebst du am besten

Europa dominiert das Ranking der Lebensqualität. Luxemburg belegt zum zweiten Mal in Folge Platz eins – vor Kopenhagen, Amsterdam sowie Wien und München. Auffällig ist, dass Zürich und Genf nicht nur zu den teuersten Städten gehören, sondern auch bei Lebensqualität und verfügbarem Einkommen zur Weltspitze zählen. Laut der Studie schaffen dies ansonsten nur wenige europäische Städte wie Luxemburg, Kopenhagen und Frankfurt.

Hier verdienst du am meisten

Zürich führt die weltweite Rangliste der Monatslöhne an, gefolgt von San Francisco, Genf, Boston und New York.

Die hohen Einkommen gleichen einen Teil der hohen Lebenshaltungskosten aus. Für Haushalte mit zwei Einkommen und einer gemieteten Dreizimmerwohnung schneiden Zürich und Genf beim verfügbaren Einkommen sogar besser ab als San Francisco und New York.

Hier gibt es Preisrekorde

Hier kostet ein Immobilienkauf am meisten

Hongkong ist der teuerste Ort für Wohneigentum. Dahinter folgen Zürich, Seoul, Singapur und Genf.

Während die Immobilienpreise in Hongkong seit der Pandemie um rund 10 Prozent gefallen sind, rückt Seoul wegen der anhaltend hohen Nachfrage immer näher an die Spitze.

Hier kostet die Wohnungsmiete am meisten

Bei den Mieten für Dreizimmerwohnungen bleibt New York weltweit unangefochten auf Platz eins. Dahinter folgen Zürich, San Francisco, Boston und Singapur. Tokio landet dagegen lediglich auf Rang 40 – ein weiterer Hinweis darauf, wie stark sich das Preisniveau in Japan verändert hat.

Tokio ist der Überraschungsgewinner

Während die Schweiz ihre Spitzenposition verteidigt, sorgt Japan für die grösste Überraschung der Studie. Die japanische Hauptstadt Tokio zählt heute zu den günstigsten Industriemetropolen der Welt.

Ein Abendessen für zwei kostet dort inzwischen weniger als in Warschau oder Prag – und nur rund ein Drittel dessen, was Gäste in Zürich oder New York bezahlen. Auch die Miete für eine Dreizimmerwohnung liegt nur bei rund einem Viertel des Niveaus von New York. Zudem ist Japan weltweit der günstigste Ort, um ein iPhone zu kaufen.

Für die Studie wurden Preise, Löhne, Mieten und die Lebensqualität in 69 Städten verglichen.

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Martine Anastasiou

Martine Anastasiou (man), Jahrgang 2001, arbeitet seit 2025 für 20 Minuten. Sie ist Praktikantin im Ressort Lifestyle

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