Dorfscheune wächst um 150 Quadratmeter – Helfer von 16 bis 98 Jahren

Stand: 28.07.2026, 06:30 Uhr

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Menschen auf einem Dach

Fachleute sind in Luttum immer zur Stelle. Hier beim Aufbringen des Gründachs unter Aufsicht des Zimmermeisters Carsten Cordes aus Neddenaverbergen. © Otten

In Luttum bauen Freiwillige einen Anbau an die Dorfscheune. Seit März haben sie 1.000 Stunden Eigenleistung erbracht.

Luttum – Sie haben Hämmer in den Händen, Wasserwagen oder Spaten, sie reichen einander Zangen und Betonsäcke, sie manövrieren Schubkarren über das Gelände oder ziehen Kabel. Die jüngsten Arbeiter sind 16 Jahre alt, der älteste ist 98 Jahre alt. Und sie alle verbindet der Wunsch, an dem großen Luttumer Bauprojekt mitzuwirken. „Doch, das ist schon stark“, sagt Bauleiter Manuel Otten vom Luttumer Heimatverein, der selbst fast immer mit dabei ist, wenn ein Arbeitsdienst für den Anbau an die Dorfscheune auf dem Programm steht.

Helfer mit Betonmischmaschine

Treff an der Betonmischmaschine: Helfer aus den Vereinen, der Feuerwehr und der Dorfgmeinschaft arbeiten in Luttum gemeinsam. © raczkowski

Warum sich so viele Menschen hier engagieren? Wahrscheinlich auch, weil sie wissen, wie wichtig ein Treffpunkt im Ort ist. Den bietet die Dorfscheune zwar bereits seit einigen Jahren, doch die Räumlichkeiten haben sich in vielen Momenten als nicht ausreichend herausgestellt. Mehr Fläche für die Küche, mehr Toiletten und eine Theke an der Grenze zwischen Alt- und Neubau sollen den Komplex deutlich besser nutzbar machen. Insgesamt wächst die Scheune um 150 Quadratmeter mit einer 200 Quadratmeter großen Dachfläche, die bereits eine Begrünung erhalten hat. Äußerlich bekommt der Anbau eine etwa kniehohe Verblendung mit Klinkersteinen, darüber wird der Rohbau mit Holz verkleidet.

Durch die fleißige Arbeit der freiwilligen Helfer ist der nächste Meilenstein beim Anbau an die Dorfscheune geschafft: Mittlerweile wurden die neue Eingangstür und das große Fensterelement im Tresenbereich eingebaut. Zudem wurde in den vergangenen Wochen an zahlreichen Freitagen und Samstagen sowie unter der Woche am Innenausbau gewerkelt. So wurden beispielsweise die Elektrokabel gelegt, die Installationsebene mit Holzwolle gedämmt und mit OSB-Platten verkleidet sowie die ersten Gipsplatten angebracht. Dies erfolgt auch in den kommenden Wochen, ehe draußen die Pflasterarbeiten beginnen und die Fassade fertiggestellt wird. Manuel Otten rechnet mit einer Fertigstellung bis Jahresende. „1.000 Stunden Eigenleistungen wurden seit März erbracht. Herzlichen Dank an alle, die bislang schon tatkräftig an unserem Herzensprojekt mitgewirkt haben.“