Diese Medikamente belasten den Körper bei Hitze zusätzlich

Stand: 28.07.2026, 14:15 Uhr

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Diese Medikamente belasten den Körper bei Hitze zusätzlich - Bestimmte Medikamente können die Hitze noch unerträglicher machen.

Diese Medikamente belasten den Körper bei Hitze zusätzlich - Bestimmte Medikamente können die Hitze noch unerträglicher machen. © iStock/demaerre

Der Körper stellt sich bei Hitze um. Das kann die Wirkung bestimmter Medikamente beeinflussen und so zu einem Risiko für die Gesundheit werden. Doch bei welchen Mitteln ist bei Hitze Vorsicht geboten?

Hitze belastet unseren Organismus. Um die Temperatur zu regulieren, fängt unser Körper an zu schwitzen und erweitert die Blutgefäße. Diese Umstellung kann jedoch dazu führen, dass bestimmte Medikamente anders wirken, als gewohnt. Dadurch sind stärkere Nebenwirkungen möglich - besonders bei Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, wie etwa Patientinnen und Patienten mit hohem Blutdruck oder Diabetes.

Medikamente bei Hitze

Wenn es heiß ist, verlieren wir mehr Flüssigkeit. Gleichen wir diesen Verlust nicht aus, in dem wir mehr trinken, droht nicht nur der Salzhaushalt im Körper ins Ungleichgewicht zu fallen. Auch die Nieren haben eine geringere Filterleistung, wodurch Medikamente langsamer abgebaut werden. Das kann die Wirkung von bestimmten Medikamenten verstärken. Laut „Test.de“ gilt das besonders für Medikamente, die einer sehr genauen Dosis bedürfen, etwa Herzmedikamente oder Blutverdünner.

Hitze kann ebenso dazu führen, dass sich Nebenwirkungen verstärken. Bei Arzneimitteln gegen Alzheimer können etwa Magen-Darm-Beschwerden auftreten, ebenso wie bei dem Diabetesmittel Metformin, wie „Test.de“ berichtet.

So wirken Blutdrucksenker bei Hitze

Bei Hitze erweitern sich die Blutgefäße, damit mehr Wärme über die Haut abgegeben werden kann. Das kann dazu führen, dass der Blutdruck etwas sinkt. Bei Menschen, die blutdrucksenkende Mittel wie ACE-Hemmer, Sartane oder Diuretika einnehmen, können laut dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMAS) bei Hitze Schwindel, Kreislaufprobleme oder im schlimmsten Fall Ohnmacht drohen. Betroffene sollten ärztlichen Rat hinsichtlich einer Anpassung der Dosierung an heißen Tagen einholen.

So wirkt Insulin bei Hitze

Auch Insulin und orale Antidiabetika wirken laut BMAS bei Hitze anders. Es droht ein höheres Risiko der Unterzuckerung, weil die Hautdurchblutung gesteigert ist und das Insulin so schneller in das Blut gelangt. Diabetikerinnen und Diabetiker sollten deshalb bei Hitze ihren Blutzucker engmaschiger prüfen. Einige Insulinprodukte dürfen auch nicht wärmer als 25 oder 30 Grad werden.

So wirken Psychopharmaka bei Hitze

Psychopharmaka wirken bei Hitze ebenfalls anders. So beeinflussen Antidepressiva, Neuroleptika oder Antiepileptika laut BMAS die Schweißproduktion und das Durstgefühl. Das kann Dehydrierung und auch einen Hitzeschlag begünstigen. Wie „Test.de“ schreibt, können auch Mittel gegen ADHS bei Kindern - etwa Methylphenidat - dazu führen, dass die Fähigkeit des Körpers, die eigene Temperatur zu regulieren, beeinträchtigt werden kann. Eltern sollten die Behandlung an warmen Tagen mit einer Ärztin oder einem Arzt abklären.

Ältere Menschen besonders gefährdet

Neben Menschen mit Diabetes, Nierenerkrankungen und Bluthochdruck sind Seniorinnen und Senioren besonders gefährdet. Aufgrund eines nachlassenden Durstempfindens und häufig auch langsamer arbeitenden Nieren sollten sie bei Hitze die Medikamenteneinnahme mit einer Ärztin oder einem Arzt absprechen.

Wer auch bei Hitze darauf angewiesen ist, Arzneimittel einzunehmen, der sollte sich nicht unnötig der Hitze aussetzen, Überanstrengung vermeiden und ärztlich abklären, ob die Dosis eventuell an die Temperaturen angepasst werden muss. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)