Iran-Krieg aktuell: US-Botschaft warnt dringend vor Angriff auf Jordanien
Wichtige Updates
USA kündigen nach Tod von Soldaten Vergeltungsschläge an
Kuwait verurteilt iranische Angriffe - Schaden an Ölanlage
Libanons Präsident reist für Trump-Treffen nach Washington
Revolutionsgarden rufen Jordanier zum Kampf gegen USA auf
Philipp Luther

US-Botschaft in Jordanien warnt vor „glaubwürdiger Bedrohung“
Nach dem Tod zweier US-Soldaten auf einem jordanischen Stützpunkt warnt die US-Botschaft im Land vor weiteren Angriffen. Wegen einer „spezifischen und glaubwürdigen Bedrohung“, hätten die jordanischen Behörden den Flughafen und den Seehafen der Stadt Aqaba evakuiert. „Wir raten allen Amerikanern dringend, weder den Flug- noch den Seehafen anzusteuern.“ Gleiches gelte für die US-Militärstützpunkte im Land. Aqaba liegt am Roten Meer, nahe der israelischen Hafenstadt Eilat. In ganz Jordanien waren am Sonntag die Sirenen des Luftalarms zu hören.
Philipp Luther

Libanesischer Soldat getötet – mutmaßlicher Sprengsatz der Hisbollah
Im südlichen Libanon ist ein Soldat der staatlichen Armee bei der Explosion eines Sprengsatzes getötet worden. Ein "verdächtiges Objekt" sei in einem Militärfahrzeug explodiert, teilte die Armee mit. Die israelische Armee, die in dem Gebiet mit Bodentruppen im Einsatz ist, teilte mit, der Sprengsatz sei "höchstwahrscheinlich" von der Hisbollah gelegt worden. Israelische Soldaten seien in dem Ort al-Mansuri nahe der Küstenstadt Tyrus in letzter Zeit nicht im Einsatz gewesen. Die Hisbollah äußerte sich nicht.
In Verhandlungen über die Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah ist derzeit geplant, dass israelische Truppen von zwei Gebieten im Südlibanon abziehen. Die libanesische Armee soll in den sogenannten "Versuchszonen" die Kontrolle übernehmen, was den Weg ebnen soll für einen schrittweisen Abzug von Israels Bodentruppen. Diese kämpfen unter anderem im Süden des Landes gegen die Hisbollah. Die libanesische Armee hat ihre Präsenz in mehreren Orten im Süden laut örtlichen Berichten bereits verstärkt.
Philipp Luther

Video zeigt US-Drohnenabwehr über dem Irak
Die Kampfhandlungen zwischen dem Iran und den USA sind in der Nacht auch über dem Irak eskaliert. Videoaufnahmen zeigen, wie ein US-Flugabwehrsystem über der Stadt Erbil in der autonomen Kurdenregion Kurdistan im Norden des Landes mehrere Drohnen beschießt. Teheran greift dort iranisch-kurdische Oppositionsgruppen an, die als Verbündete der USA gelten.
Philipp Luther

Militär in Kuwait meldet Abwehr iranischer Raketen- und Drohnenangriffe
Das Militär in Kuwait hat neue iranische Raketen- und Drohnenangriffe gemeldet. Die Luftabwehr Kuwaits wehre „feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab“, die auf die „iranische Aggression“ folgten, erklärte die Armee am Sonntag. In Kuwait-Stadt ertönte Sirenenalarm, berichtete ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP.
Die iranischen Streitkräfte hatten zuvor laut Staatsfunk erklärt, als Reaktion auf jüngste US-Attacken hätten sie US-Militärstützpunkte in Kuwait mit Drohnen angegriffen.
Philipp Luther

Ajatollah schwört Rache
Irans oberster Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei hat mit Rache gedroht. Chamenei, der sich bisher noch nie öffentlich gezeigt hat, ließ in einer Erklärung verbreiten: "Da der amerikanische Feind nun auf Kriegstreiberei, die Übernahme noch schwererer Kosten und eine noch größere Schande aus ist, soll er wissen, dass das geliebte iranische Volk und die Widerstandsfront unvergessliche Lektionen für ihn bereithalten", hieß es.
Philipp Luther

Iranische Armee meldet Angriffe auf zwei US-Militärstützpunkte in Kuwait
Die iranische Armee hat nach eigenen Angaben zwei US-Militärstützpunkte in Kuwait mit Drohnen angegriffen. Dies sei eine Reaktion auf die US-Attacken auf Ziele in der Islamischen Republik, erklärten die Streitkräfte am Sonntag laut dem staatlichen Rundfunk. Demnach griffen sie ein Munitionslager der US-Armee im Wüstenlager Udairi und Radarsysteme auf dem Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem an.
Philipp Luther

US-Angriff nahe iranischer Insel Gheschm
Im Zuge der neuen Luftangriffe des US-Militärs im Iran werden dort Raketenschläge nahe der Insel Gheschm im Persischen Golf gemeldet. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am frühen Morgen Ortszeit von mindestens sechs Raketen, die in Gebieten am Rande der Insel eingeschlagen seien. Nähere Einzelheiten gab es demnach zunächst nicht.
Philipp Luther

USA kündigen nach Tod von Soldaten Vergeltungsschläge an
Das US-Militär hat nach dem Tod von zwei seiner Soldaten Vergeltungsschläge gegen die iranischen Revolutionsgarden angekündigt. Um 18 Uhr US-Ostküstenzeit (1.30 Uhr Ortszeit im Iran) habe man neue Luftangriffe auf den Iran begonnen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Ziel sei es, die Fähigkeit des Irans, die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen, weiter zu schwächen. Zudem zielten die Angriffe darauf ab, die Revolutionsgarden, die in der vergangenen Nacht Angriffe auf amerikanische Soldaten in Jordanien verübt hätten, "schnell zu bestrafen".
Philipp Luther

US-Militär: Zwei weitere US-Soldaten im Iran-Krieg getötet
Erstmals seit der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg sind nach Angaben des US-Militärs zwei US-Soldaten getötet worden.
Sie seien am Freitag bei einem Einsatz in Jordanien ums Leben gekommen, als sich US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe verteidigten, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit.
Das Nachrichtenportal Axios berichtet, die Soldaten seien bei einem Raketenangriff der Iraner auf die Muwaffaq Salti Air Base ums Leben gekommen. Dort sind US-Truppen und Kampfflugzeuge stationiert.
Louisa Thönig

Kuwait verurteilt iranische Angriffe - Schaden an Ölanlage
Der mit den USA verbündete Golfstaat Kuwait hat den jüngsten Beschuss aus dem Iran auf sein Staatsgebiet scharf verurteilt. "Die wiederholten Angriffe auf lebenswichtige Einrichtungen offenbaren eine systematische und aggressive Vorgehensweise, die auf zivile Infrastruktur abzielt und das Leben sowie die Sicherheit der Bevölkerung gefährdet", hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums.
Kuwaits Staatsagentur Kuna meldete iranische Angriffe auf einen "bedeutenden" Standort des Ölsektors. Dabei sei erheblicher Sachschaden entstanden und mehrere Menschen verletzt worden, hieß es weiter unter Berufung auf den Ölkonzern Kuwait Petroleum Corporation. Der Konzern sprach demnach von wiederholten, "abscheulichen" Angriffen aus dem Iran. Die Verletzten seien behandelt und der Standort evakuiert worden. Nähere Details wurden zunächst nicht bekannt.
Louisa Thönig

Berichte: Streit über weitere US-Tankflugzeuge in Israel abgewendet
Der Streit über die Stationierung weiterer US-Tankflugzeuge auf dem israelischen Großflughafen Ben Gurion bei Tel Aviv ist Berichten zufolge beigelegt. Israelischen Medien meldeten unter Berufung auf die Armee, dass die zusätzlichen US-Flugzeuge nicht auf dem internationalen Flughafen, sondern auf Stützpunkten der israelischen Luftwaffe stationiert werden sollen.
Zuvor hatten bereits in Israel stationierte US-Tankflugzeuge für Engpässe auf dem Flughafen Ben Gurion gesorgt. Nach Angaben der "Jerusalem Post" kann der Flughafen nur noch ein Drittel seiner Kapazität für den zivilen Flugverkehr nutzen. Die israelische Flughafenbehörde hatte deshalb gewarnt, dass im Fall weiterer Stationierungen bis zu 50.000 Flugtickets in der Hauptreisezeit im Sommer storniert werden könnten. Verkehrsministerin Miri Regev wies daraufhin die Flughafenbehörde an, keine Landungen von Tankflugzeugen über die vereinbarte Anzahl hinaus zuzulassen.
Das US-Nachrichtenportal "Axios" hatte am Freitag berichtet, die US-Regierung habe Israel mitgeteilt, dass sie im Vorfeld einer möglichen Ausweitung ihres Militäreinsatzes gegen den Iran Dutzende weiterer Tankflugzeuge entsenden werde.
Israelische Regierungsvertreter erklärten demnach, das US-Militär ziehe es vor, die Tankflugzeuge auf dem Flughafen Ben Gurion zu stationieren, da andere Luftwaffenstützpunkte in der Region stärker der Gefahr iranischer Angriffe ausgesetzt und für US-Flugzeuge weniger sicher seien.
Louisa Thönig

US-Verbündeter Kuwait meldet Angriff auf Elektrizitätswerk
Nach iranischen Angriffen auf mit den USA verbündete Golfstaaten hat Kuwait einen Schaden an einer Anlage zur Stromerzeugung und Meerwasserentsalzung gemeldet. Diese sei Ziel eines feindlichen Angriffs geworden, teilte das Ministerium für Elektrizität mit. In einem Teil der Einrichtung sei ein Feuer ausgebrochen, mehrere Generatoren seien daher vorsorglich abgeschaltet worden. Es handele sich bereits um das zweite Werk dieser Art, das binnen zwei Tagen in Kuwait attackiert worden sei.
Das Ministerium rief die Bevölkerung dazu auf, in dieser "außergewöhnlichen Phase" sparsam mit Strom umzugehen. Die Angriffe fallen mitten in den Sommer, wenn Klimaanlagen in Kuwait unverzichtbar sind. Zuvor hatte die kuwaitische Armee gemeldet, mehrere aus dem Iran kommende Raketen und Drohnen abgefangen zu haben.
Louisa Thönig

Libanons Präsident reist für Trump-Treffen nach Washington
Vor dem Hintergrund der jüngsten Gespräche mit Israel reist der libanesische Präsident Joseph Aoun auf Einladung von US-Präsident Donald Trump nach Washington. Aoun und seine Frau hätten Beirut am Morgen verlassen, teilte das libanesische Präsidialamt auf der Plattform X mit. Geplant sind demnach ein Gipfeltreffen im Weißen Haus sowie Beratungen mit verschiedenen US-Beamten.
Als Themen nannte Aouns Büro die Lage im Libanon, Wege zur Festigung der Waffenruhe sowie die Sicherheit und Stabilität vor allem im Süden des Landes und den Rückzug Israels von libanesischem Gebiet. Ein Termin für das Treffen mit Trump wurde in der Mitteilung nicht genannt. Als das Treffen Anfang des Monats angekündigt wurde, war aber die Rede vom kommenden Dienstag (21. Juli).
Konkret geht es derzeit um den Abzug israelischer Truppen aus zwei Gebieten im Südlibanon. Dort soll die reguläre libanesische Armee die Kontrolle übernehmen. Nach Gesprächen in der italienischen Hauptstadt Rom hieß es am Mittwoch aus libanesischen Regierungskreisen, es habe "sichtbare Fortschritte" gegeben.
Louisa Thönig

Revolutionsgarden rufen Jordanier zum Kampf gegen USA auf
Die iranischen Revolutionsgarden haben die Bewohner im mehrheitlich muslimischen Jordanien zum Kampf gegen die USA aufgefordert. "Eure religiöse und menschliche Pflicht besteht darin, sie mit allen Mitteln außer Gefecht zu setzen und das heilige Land Jordanien von den Mördern unterdrückter Muslime zu säubern", hieß es in einer von iranischen Medien verbreiteten Erklärung der mächtigen Militärorganisation.
Die Revolutionsgarden reklamierten unterdessen Raketenangriffe auf einen von den USA genutzten Luftwaffenstützpunkt in Jordanien. Dabei sei unter anderem auf Schutzbunker für US-Kampfflugzeuge gezielt worden. Unverifizierte Videos in den sozialen Medien, die auch Militärexperten verbreiteten, zeigten mutmaßliche Einschläge iranischer ballistischer Raketen in Jordanien.
Das Königreich Jordanien ist ein Verbündeter der USA. Amman unterhält Beziehungen zum Iran, betrachtet dessen Einfluss in der Region aber mit Sorge. Durch seine geografische Lage geriet das Land schon mehrfach in die Schusslinie, auch im Konflikt zwischen dem Iran und Israel.
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