„Du bist einfach nicht von dieser Welt“: Gegner zieht den Hut – Littler schreibt Geschichte

Darts-Superstar Littler schafft Historisches – sein Gegner kann nur lachen

Stand: 22.07.2026, 07:40 Uhr

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Sein Kontrahent adelte ihn in den höchsten Tönen, das Publikum flippte komplett aus. Und auch der 19-Jährige selbst schwärmte von der Nacht am Darts-Board.

Blackpool – Darts-Weltmeister Luke Littler stürmt unaufhaltsam dem nächsten großen Titel entgegen. Der Titelverteidiger zeigte im Achtelfinale des World Matchplay gegen seinen englischen Landsmann Nathan Aspinall seine ganze Klasse, beim 11:8 verzauberte der 19-Jährige die Fans in den Winter Gardens von Blackpool gar mit einem Neundarter. Sein Gegner konnte sich das Lachen nicht verkneifen.

Darts-Star Luke Littler packte mal wieder ein Weltklasse-Match aus-

Darts-Star Luke Littler packte mal wieder ein Weltklasse-Match aus- © picture alliance/dpa/PA Wire | John Walton

Littler gelang direkt im ersten Leg das perfekte Spiel – historisch, denn besser geht es nicht. Im vierten Leg hätte es beinahe noch einmal geklappt, mit dem letzten Pfeil verpasste der Dominator aber die Doppel-12. Trotz dieser unfassbaren Werte hielt Gegner Aspinall die Partie dennoch lange offen. Zwar spielte Littler den zweithöchsten Average der Turniergeschichte (113,68 Punkte im Schnitt), für den Sieg musste er aber ordentlich kämpfen.

Darts World Matchplay: Gegner Aspinall schwärmt von historisch starkem Luke Littler

Der unterlegene Aspinall konnte nach der begeisternden Begegnung gar nicht anders, als sich vor seinem Gegner zu verbeugen: „Das war das unterhaltsamste Darts-Spiel, das ich in meiner Karriere je gespielt habe. Dieses Match hatte einfach alles. Und ich habe einfach alles gegeben. Luke: Du bist einfach nicht von dieser Welt.“

Im Viertelfinale trifft Littler – mittlerweile auch überaus gefragter Werbe-Partner –, der in Runde eins den Mainzer Niko Springer besiegt hatte, auf Josh Rock. Der Nordire besiegte Littlers Landsmann Stephen Bunting mit 11:6. Gegen Rock hatte der Dominator vor einem Jahr, ebenfalls beim zweitwichtigsten Turnier der Saison, seinen letzten Neundarter geworfen. Insgesamt steht Littler nun bei fünf „Neunern“ bei TV-Turnieren.

Littler hat die vergangenen sieben Majors der PDC gewonnen. Nach dem World Matchplay stehen noch der World Grand Prix, die EM in Dortmund, der Grand Slam und die Players Championship Finals an. Alle großen Titel in einem Jahr hat noch nie ein Spieler geholt. Erreicht Littler in Blackpool zudem das Finale, hätte er als erster Profi der Geschichte die Preisgeld-Marke von drei Millionen Pfund geknackt – in einem Jahr wohlgemerkt.

Die Presse verneigt sich seit jeher vor ihm, die Konkurrenz schwächelt derweil. Nachdem der Weltranglistenzweite Luke Humphries (England) am Montag überraschend am Schotten Cameron Menzies gescheitert war, verabschiedete sich am Dienstagabend auch Michael van Gerwen. Der dreimalige Weltmeister aus den Niederlanden musste sich seinem Landsmann Dirk van Duijvenbode mit 12:14 geschlagen geben.

Insgesamt wird eine Million Pfund beim World Matchplay ausgeschüttet – und damit 200.000 Pfund mehr als im Vorjahr. Der Gewinner der Phil-Taylor-Trophy erhält 225.000 Pfund. Die Legende Taylor triumphierte in den Winter Gardens 16 Mal, mit 114,99 Punkten hält er weiter den höchsten Average des Turniers. (rele)