Heftiger Sturm in Illnau-Effretikon: Dach begräbt Auto unter sich
Publiziert17. Juli 2026, 17:49
Illnau-Effretikon ZHDach kracht auf Auto: «So einen Sturm habe ich noch nie erlebt»
Am Donnerstagabend zog ein heftiges Gewitter über mehrere Regionen. Illnau-Effretikon im Kanton Zürich traf es besonders stark: Der Sturm riss ein ganzes Dach von einem Wohnhaus.

Darum gehts
- Ein heftiges Gewitter zog am Donnerstagabend über Illnau-Effretikon ZH.
- Der Sturm riss das Dach eines Wohnhauses weg. Anschliessend landete das Dach auf einem parkierten Auto.
- Anwohner zeigen sich schockiert und erzählen, welche Folgen das starke Unwetter mit sich gezogen hat.
Auf den Trottoirs liegen zahlreiche Äste, auf Strassen und Wiesen umgestürzte Bäume, und auf einem Parkplatz steht ein von einem fliegenden Dach demoliertes Auto: Das Unwetter von Donnerstag hat auch in Illnau-Effretikon ZH seine Spuren hinterlassen. Am Tag danach erzählen Anwohnerinnen und Anwohner von den Folgen des heftigen Sturms.
Esther (81) und ihr Ehemann wohnen direkt neben dem betroffenen Haus. «Mein Mann stand auf dem Balkon, als das Gewitter anfing», erzählt Esther. Von dort aus habe er beobachtet, wie sich das Dach des Nachbarhauses plötzlich löste und davonflog. «Dann hat es laut gekracht – und das Dach lag auf dem Auto.»

«Da muss etwas im Bau schiefgelaufen sein»
Auch Flora und Hans wohnen in der Nähe des Orts des Geschehens. «So einen Sturm habe ich noch nie erlebt», erzählt Hans. Die beiden seien selbst noch draussen gewesen, als sie vor dem Regen flüchten mussten. «Da kam eine regelrechte Wasserwand auf uns zu», sagt Hans.

Wieso das Dach einfach wegfliegen konnte, sei für die beiden ein Rätsel. «In der Vergangenheit habe ich das Blech dieses Dachs immer wieder mal rütteln hören», sagt Hans. «Da muss etwas im Bau schiefgelaufen sein», meint er. Der oberste Stock unter dem Dach sei erbaut worden, als der Rest des Hauses bereits stand.
«Es rüttelte so stark, dass der Kühlschrank verrutschte»
Ein Augenschein im Stadtzentrum zeigt: Auch hier hat der Sturm gewütet. Die Freunde Hilal (54) und Hussein (57) geniessen die morgendliche Sonne nach dem Unwetter. Beim gemeinsamen Zmorge erzählen sie vom Sturm.

«Gewitter kommen hin und wieder vor, dieses Unwetter wird mir aber definitiv in Erinnerung bleiben», erzählt Hilal. Glücklicherweise habe sein Haus keine grossen Schäden davongetragen. «Bei mir ist nur ein Aschenbecher kaputtgegangen», sagt er mit einem Lachen.
Anders sieht das bei seinem Kollegen Hussein aus: «In meinem Zuhause hat es so stark gerüttelt, dass der Kühlschrank bestimmt zwei Meter von seinem eigentlichen Platz verrutschte.»
Stundenlange Aufräumarbeit am Morgen danach
Abwart Walter (72) packt bereits am Freitagmorgen im Garten an. Der gelernte Landwirt erzählt: «Aufgrund von Arbeiten musste eine externe Firma ein grösseres Loch aus der Hecke schneiden. Für den Sturm war das die perfekte Angriffsfläche.»

Durch dieses Loch habe der Wind nämlich ganze Äste, Tannenzapfen und Blätter mitgerissen. «Ich werde bestimmt noch mindestens zwei Stunden haben, bis hier alles wieder aufgeräumt ist», so der Abwart.
«Bin froh, steht mein Auto nicht unter Bäumen»
Auch eine 28-jährige Anwohnerin aus Illnau-Effretikon wurde vom Sturm überrascht: «Ich hätte nicht gedacht, dass gleich so viele Äste abbrechen würden.» Glücklicherweise sei sie zu Hause gewesen, weshalb sie verschont blieb. «Ich bin sehr froh, dass ich mein Auto nicht unter Bäumen parkiert habe, sonst hätte es bestimmt Schäden davongetragen», sagt die 28-Jährige.
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Lisa Arnold (lia) arbeitet seit März 2026 bei 20 Minuten als Praktikantin im Ressort Zürich.
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