Hündin Destiny opfert sich, um zweijährigen Jungen vor Wolf zu retten
Publiziert23. Juli 2026, 12:47
Wolfsangriff in ItalienBürgermeister dementiert «Helden-Hund»-Geschichte
Ein Wolf soll in einem Garten einem Zweijährigen nahe gekommen sein. Der Familienhund soll bei der Verteidigung gestorben sein. Der Bürgemeister dementiert die Geschichte.

Darum gehts
- In der Toskana drang ein Wolf in einen Familiengarten ein und griff ein zweijähriges Kind an.
- Hündin Destiny stellte sich schützend vor das Kind und wurde vom Wolf getötet.
- Die Mutter wurde beim Versuch, der Hündin zu helfen, verletzt und musste ins Spital.
Der Vater steht am Grill. Die zweijährige Tochter spielt im Garten mit Hündin Destiny. Die Mutter bereitet in der Küche die Beilagen zu. Die Familie freut sich auf einen idyllischen Sommerabend in der Toskana. Dann steht plötzlich ein Wolf im Garten und knurrt die Zweijährige an. Die Hündin opfert zum Schutz des Kindes ihr Leben. Diese Geschichte geht derzeit in den italienischen Medien um.
Auch 20 Minuten hat die Geschichte aufgenommen – und muss sie richtigstellen. Der Bürgermeister von Orbicciano, dem Ort an dem sich der Wolfsangriff zugetragen hatte, erklärte am Donnerstag im Interview mit Kanal 5, was laut Ermittlungen tatsächlich geschehen war.
«Die Familie hatte im Garten den Grill an, befand sich aber drinnen. Der Hund hielt sich alleine im Garten auf, als der Wolf vom Waldrand kam», ekrlärt Marcello Pierucci. Der Wolf soll demnach kurzen Prozess mit der Hündin gemacht und sie verschleppt haben. Ihre Überreste wurden einen Tag später gefunden. Kein Mitglied der Familie sei jemals in Gefahr gewesen.

Ursprungsmeldung von politischem Verband
Die Ursprüngliche Meldung stammt vom italienischen Verband für Umweltschutz und ländliches Leben und wurde von verschiedenen italienischen Medien aufgenommen.
Auch der Verein «Ich habe keine Angst vor dem Wolf», kritisiert die Darstellung. «Der tatsächliche Vorfall lief ganz anders ab» Der Verein kritisiert weiter, dass die Meldung, die sich seiner Meinung als Falschmeldung herausstellte verbreitet wurde. «Es ist die Tatsche, dass diese Geschichte von grossen Medien und politischen Vertretern aufgegriffen wurde, die so schlimm ist.»
Korrektur: In einer früheren Version des Artikels war nur von der ersten Darstellung die Rede. Diese scheint laut Ermittlungsresultaten nicht zu stimmen.
Folgst du schon 20 Minuten auf Whatsapp?
Eine Newsübersicht am Morgen und zum Feierabend, überraschende Storys und Breaking News: Abonniere den Whatsapp-Kanal von 20 Minuten und du bekommst regelmässige Updates mit unseren besten Storys direkt auf dein Handy.

Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
Deine Meinung zählt